Alles über Rollentraining: 32 Smarttrainer im Test, Software, ZubehörFoto: Zwift

IndoortrainingAlles über Rollentraining: 32 Smarttrainer im Test, Software, Zubehör

Rollentraining: alles was Du wissen musst. Unser Indoor-Test Spezial liefert detaillierte Testergebnisse zu den 32 wichtigsten Rollentrainern plus Zubehör und Software. Von Zwift bis RGT und Tacx bis Wahoo - unser Mega-Test.

Gemeinsam mit Radfahrern aus der ganzen Welt trainieren und Rennen fahren – und dabei das eigene Wohnzimmer nicht verlassen: Interaktive Rollentrainer und Trainingssoftware mit aufwendig gestalteten 3D-Welten verändern den Radsport und haben im Jahr 2020 pandemiebedingt einen Boom erlebt. Neue interaktive Software, realistische Trainer und ausgefallenes Zubehör machen Indoor-Training immer attraktiver. Wir geben den besten Überblick über Software, Hardware und Training, damit Sie wissen, worauf es beim Rollentraining ankommt.

Der größte Smarttrainer-Test aller Zeiten

Während der vergangenen Jahre hat TOUR alle relevanten Rollentrainer getestet - und hier präsentieren wir die Ergebnisse unzähliger Messungen und tausender Fahrten auf der Rolle! Insgesamt 32 verschiedene Smarttrainer führenden Hersteller durchliefen unser standardisiertes Testverfahren.

  Smarttrainer testen heißt kräftig schwitzen: TOUR-Redakteur Konstantin Rohé bei der Arbeit.Foto: Christian Kaufmann
Smarttrainer testen heißt kräftig schwitzen: TOUR-Redakteur Konstantin Rohé bei der Arbeit.

Was unterschiedet die 32 Modelle voneinander?

Immer im Fokus der Rollentrainer-Tests: Die Interaktivität (Wie gut funktioniert das Zusammenspiel der Geräte mit gängiger Trainingssoftware?), das Fahrgefühl (Wie gut gelingt es die straßentypischen Bewegungsmuster zu übertragen?) und die Lautstärkentwicklung.

Das Mega-Testfeld unterteilt sich in drei Kategorien: Zur günstigste Kategorie zählen Trainer, in die das komplette Rennrad samt Hinterrad eingespannt wird, sogenannte Wheel-On-Trainer. Sie sind für zirka 200 bis 500 Euro erhältlich. Die größte Gruppe bilden Direct Drive-Trainer, die mit ausgebautem Hinterrad genutzt werden. Hier variieren die Preise zwischen 600 Euro für Einsteiger-Modelle wie den Elite Suito oder den Tacx Flux S und bis zu 1.300 Euro für Top-Modelle wie den Wahoo Kickr v5 und den Tacx Neo 2T Smart. In diesem Segment finden nachweislich die größten Innovationen der Hersteller statt - zum mittlerweile auch bezahlbaren Preis. Reduzierte Vorjahresmodell sind teilweise schon ab zirka 500 Euro zu haben. Ausnahmen bilden die freie smarte Rolle Elite Arion Smart B+ und das stationäre Indoorbike Wahoo Kickr Bike.

Wählen Sie aus den nachfolgend aufgeführten Indoortrainern aus - per Mausklick gelangen Sie direkt zur Einzelansicht mit allen Testergebnissen im Detail. Tipps zur richtigen Software und passendem Zubehör finden SIe auf den folgenden Seiten:

Getestete Trainer von Bkool

Getestete Trainer von Cycleops/Saris

Getestete Trainer von Elite

  Einstieg ins Smarttraining: Elites Suito kostet 600 Euro.Foto: suito
Einstieg ins Smarttraining: Elites Suito kostet 600 Euro.

Getestete Trainer von Tacx

  Meilenstein: Der Tacx Neo 2T Smart hat mit seitlichem Flex und Roadfeel-Feature 2019 neue Standards gesetzt.Foto: Tacx
Meilenstein: Der Tacx Neo 2T Smart hat mit seitlichem Flex und Roadfeel-Feature 2019 neue Standards gesetzt.

Getestete Trainer von Wahoo

  Der Wahoo Kickr ist einer der meistverkauften Smarttrainer weltweit.Foto: Daniel Kraus
Der Wahoo Kickr ist einer der meistverkauften Smarttrainer weltweit.

Weitere Trainer im Test

Software: Alles, was man über Zwift und Co wissen muss

Detaillierte 3D-Animationen, abwechslungsreiche Strecken, professionelle Trainingsauswertung – Indoortraining bietet jedes Jahr mehr Optionen, weil immer mehr Software-Anbieter neue Konzepte präsentieren. Im Schatten von Branchenkrösus Zwift entwickeln sich weitere virtuelle Trainingsplattformen, auf denen Radfahrer zu jeder Zeit mit oder gegen Konkurrenten aus einem anderen Teil der Welt fahren können. Wir haben die erfolgversprechendsten Software-Angebote über mehrere Wochen getestet und zeigen Ihnen, welche Möglichkeiten das Wintertraining im eigenen Wohnzimmer mittlerweile bietet. Präferieren Sie bekannte Strecke wie den Mont Ventoux oder das Cap Formentor auf Mallorca? Dann könnte RGT das richtige für Sie sein. Wenn Sie zwischen 3D-Animation und 2D-Videos wählen möchte, dann sollten sie sich Bkool genauer anschauen. Wer regelmäßige Jedermann-Events sucht, ist auf Rouvy oder auf Zwift richtig. Klicken Sie auf die Hersteller und gelangen Sie direkt zum Testbericht:

Tag- und Nachtwechsel finden im Zeitraffer stattFoto: Hersteller
Tag- und Nachtwechsel finden im Zeitraffer statt
Als Belohnung für die virtuelle Hatz locken unter anderem das Sprinter- und das Berg-TrikotFoto: Hersteller
Als Belohnung für die virtuelle Hatz locken unter anderem das Sprinter- und das Berg-Trikot
Gegner und Strecke immer im Blick: Kleine Grafiken informieren ständig über den Abstand zu den härtesten Konkurrenten, die eigene Geschwindigkeit und Watt-Leistung oder StreckenprofilFoto: Hersteller
Gegner und Strecke immer im Blick: Kleine Grafiken informieren ständig über den Abstand zu den härtesten Konkurrenten, die eigene Geschwindigkeit und Watt-Leistung oder Streckenprofil
Tag- und Nachtwechsel finden im Zeitraffer stattFoto: Hersteller
Tag- und Nachtwechsel finden im Zeitraffer statt
Als Belohnung für die virtuelle Hatz locken unter anderem das Sprinter- und das Berg-TrikotFoto: Hersteller
Als Belohnung für die virtuelle Hatz locken unter anderem das Sprinter- und das Berg-Trikot
Als Belohnung für die virtuelle Hatz locken unter anderem das Sprinter- und das Berg-Trikot
Gegner und Strecke immer im Blick: Kleine Grafiken informieren ständig über den Abstand zu den härtesten Konkurrenten, die eigene Geschwindigkeit und Watt-Leistung oder Streckenprofil
Tag- und Nachtwechsel finden im Zeitraffer statt

Die australische Firma Virtu GO, die von Ex-Profi Michael Rogers geführt wurde, stellte ihren Betrieb nach zwei Jahren Beta-Testphase und nur einer Saison mit Paid-Content Ende November 2019 wieder ein. Weitere Optionen bieten der asiatische Marktführer OneLap und das als Rennspiel aufgezogene CAD-ESport, beides in grafisch überschaubarer Retro-Optik. Mit VeloCycleRollers gibt es sogar eine OpenSource-Plattform, bei der sich alle User aktiv an der Entwicklung von Strecken und Funktionen beteiligen können.

  Rennen fahren gegen Profis: Veloton basiert auf dem Engine der beliebten Spielereihe "Radsport Manager".Foto: Veloton
Rennen fahren gegen Profis: Veloton basiert auf dem Engine der beliebten Spielereihe "Radsport Manager".

Für all jene Indoor-Radfahrer, die nicht auf virtuell animierte Welten stehen, bieten sich freilich noch mehr Optionen. Die Tacx-Software setzte um die Jahretausendwende neue Standards und konzentriert sich auf 2D-Videos tausender Strecken weltweit kombiniert mit einer Vielzahl an Trainingsprogrammen. Ein ähnliches Konzept verfolgen Kinomap und Fulgaz, wenngleich bei letzterem Events und eRacing eine größere Rolle spielen als bei Tacx. Wer den Fokus ausschließlich auf Training und Leistungsmessung legt, der ist mit workout-fokusierter Software wie Wahoo SYSTM (ehemals TheSufferfest) oder Trainerroad gut beraten. Beide lassen sich zudem mit virtueller Software wie Zwift verknüpfen, sodass man Trainingseinheiten von Trainerroad auch in Zwifts virtuellen Welten nutzen kann.

Zubehör: Indoortraining noch realistischer

Indoortraining hat sich über die Jahre hinweg zu einem eigenen Markt mit spezailisierten Produkten entwickelt. Kernziel der meisten Produkte ist es, das Rollefahren realistischer erscheinen zu lassen. Für ambitionierte Rollen-Fahrer haben wir den Ventilator Wahoo Headwind und den Steigungssimulator Wahoo Climb getestet. Auch die Wackelplattform Saris MP 1, die mit seitlichem und frontalem Flex mehr Realismus verspricht, haben wir ausführlich getestet. Auch spezielle luftige Indoorradschuhe von Nike und die lenkende Vorderradstütze Elite Sterzo Smart haben wir zusammen mit weiteren Innovationen getestet.

Foto: Nike

Wer Indoor trainiert, schwitz viel mehr als bei Ausfahrten draußen auf der Straße. Kein Wunder also, dass zahlreiche Bekleidungshersteller das Thema für sich entdeckt haben und eigene Indoor-Kollektionen entworfen haben, die in Sachen Belüftung und Atmungsaktivität neue Maßstäbe setzen sollen. Ob und in welchen Fälle das funktioniert, zeigt unser Test von Bekleidung fürs Indoortraining von sieben verschiedenen Marken.

  Die Subzero-Produktlinie von Nopinz arbeitet nicht nur mit atmungsaktivem Mesh, sondern kühlt zusätzlich mit kleinen Kältepads.Foto: Kerstin Leicht/TOUR Magazin
Die Subzero-Produktlinie von Nopinz arbeitet nicht nur mit atmungsaktivem Mesh, sondern kühlt zusätzlich mit kleinen Kältepads.