Gut und günstig? Der neue Smarttrainer Tacx Flux Smart 2 im Test

Konstantin Rohé

 · 18.07.2020

Gut und günstig? Der neue Smarttrainer Tacx Flux Smart 2 im TestFoto: Kerstin Leicht

Als zweite Generation bietet Tacx seinen Einsteiger-Smarttrainer Flux an. Wie gut der neue Tacx Flux Smart 2 Rollentrainer wirklich ist, zeigt unser Test.

Tacx hat seinen Flux-Rollentrainer überarbeitet und ihm mehr Schwungmasse spendiert. Das Fahrgefühl des Flux Smart 2 ist gut. In kleinen Gängen arbeitet das Indoor-Trainingsgerät auch wirklich leise. Mit der Drehzahl nimmt der Geräuschpegel zu. Das Grundgeräusch schwillt fauchend an, wie ein Ventilator, Resonanzen sind bei 40 km/h schon deutlich rumpelnd vernehmbar. Bei Sprinttempo wird es dröhnend laut. In kleinen Gängen gelangt die Bremse des Tacx Flux Smart 2 außerdem an ihre Grenzen, dann muss ein dickerer Gang aufgelegt werden.

Verlagssonderveröffentlichung
Unser Testgerät: der smarte Flux-Rollentrainer von Tacx.Foto: Kerstin Leicht
Unser Testgerät: der smarte Flux-Rollentrainer von Tacx.

Tacx Flux Smart 2: So fährt sich der Rollentrainer

Auf Zwift benötigt der Tacx-Rollentrainer zwei bis drei Sekunden, um die Streckenanforderung in den dazu passenden Tretwiderstand zu übersetzen. Grundsätzlich regelt der Rollentrainer sanft, auch mit der kostenfreien Tacx-App, die für ein Ergometertraining gut nutzbar ist. Die Wattwerte des Flux Smart 2 weichen nach der Kalibrierung mit der Tacx-App aber stärker ab als beim vorangegangenen Test des Vorgängermodells Tacx Flux. Ein weiteres Manko des Tacx-Smarttrainers sind die starren Füße. Einklappen ist nicht möglich, auch ein Tragegriff fehlt. Es empfiehlt sich daher vor allem für einen dauerhaften Standplatz.

  Optisch sehr nah am <a href="https://www.tour-magazin.de/kaufberatung/rollentrainer/tacx-flux-rollentrainer-im-test/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Vorgängermodell</a>, hat Tacx beim Flux Smart 2 in Sachen Performance einiges draufgepackt.Foto: Hersteller
Optisch sehr nah am Vorgängermodell, hat Tacx beim Flux Smart 2 in Sachen Performance einiges draufgepackt.

Technische Daten zum Tacx Flux Smart 2:

  • Preis: 799 Euro >> z.B. bei Rose erhältlich*
  • Gewicht: 23,6 Kilogramm
  • Standfläche B x L: 65 x 66 cm
  • Staumaß B x L x H: 65 x 66 x 46 cm
  • max. Leistung: 2.000 Watt
  • max. Steigung: 16 Prozent
  • Lautstärke bei 27/40/66 km/h: 38/57/81 Dezibel
  • Mittlere Abweichung: 15 Watt
  • Bezug/Info: www.garmin.com

Testfazit zum Tacx Flux Smart 2:

+ moderater Sound, brauchbare App

- mäßig genaue Anzeige, starre Standfüße

Die zweite Generation des Tacx Flux musste im TOUR-Test zeigen, was sie kann.Foto: Hersteller
Die zweite Generation des Tacx Flux musste im TOUR-Test zeigen, was sie kann.

So testet TOUR Rollentrainer & Smarttrainer

Wir haben die Rollentrainer alle in einem normal eingerichteten Wohnraum von knapp 20 Quadratmetern Größe genutzt. Zunächst wurde dazu, soweit vorhanden, die herstellerspezifische App auf einem Samsung S7 unter Android eingerichtet und die Firmware des Trainers auf den neuesten Stand gebracht. Dann wurde mittels der App eine Kalibrierfahrt ("Spindown") nach Aufwärmen durchgeführt. Die App benutzten wir im Ergometerbetrieb mit Bluetooth, um ein Intervallprogramm zu absolvieren. Dabei überprüften wir auch die Genauigkeit der Leistungsanzeige.

Als Referenz diente ein SRM-System, das wiederum mit anderen Powermetern abgeglichen war. Wir haben uns auf Ausdauerleistungen im Bereich von 150 bis 350 Watt beschränkt und dabei auch die Regelgeschwindigkeit der Trainer bei Leistungssprüngen im Intervallbetrieb geprüft.

Abschließend haben wir verschiedene coupierte Kurse auf Zwift absolviert und das Ansprechverhalten der Bremse – die Reaktionszeit bei Geländeänderungen – überprüft sowie das Fahrgefühl bewertet. Als Verbindung zum PC nutzten wir ANT+. Die Schallpegelmessung erfolgte in einem Abstand von einem Meter zum Gerät bei drei Geschwindigkeiten: 27, 40 und 66 km/h; bei Trittfrequenzen zwischen 90 und 120 U/min. Zu beachten ist, dass der Schallpegel ein logarithmisches Maß hat. 10 Dezibel mehr entsprechen etwa einer Verdoppelung der empfundenen Lautstärke. Tiefe Frequenzen werden von der Pegelmessung unzureichend erfasst, weshalb wir diese auch im Text beschreiben.

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