Test Elite Drivo II – Smarttrainer mit Direktantrieb

Robert Kühnen

 · 23.11.2018

Test Elite Drivo II – Smarttrainer mit DirektantriebFoto: Elite
Der Smarttrainer Elite Drivo II im TOUR-Test.
Elites Vorzeige-Rollentrainer kommt mit kostenloser App und ordentlich Masse. Was der Elite Drivo II kann, zeigen unsere Testergebnisse im Detail.

Das Top-Modell von Elite ist ein Brocken. Schwer, standhaft und sehr kräftig. Die Schwungmasse von sechs Kilogramm dreht bei hohem Tempo sehr schnell und rollt lange aus, entsprechend kann man auch mal einen Tritt auslassen und locker wieder einsteigen. Bei sehr hohem ­Tempo wird die Maschine aufgrund der Drehzahl auch laut und bollert etwas, die Bremse gibt außerdem bisweilen ­klackernde Regelgeräusche von sich. Die Reaktionszeiten in Zwift sind mit rund drei Sekunden ziemlich langsam. Die Elite-App ist brauchbar, drei Jahre Abo sind integriert, sie nervt aber mit schlechter Übersetzung und kleineren Hakeleien. Die Leistungsmessung über einen optischen Sensor lag im Schnitt zwölf Watt unter der SRM-Referenz. Auch ohne Netzstrom und App bietet der Trainer progressiven Widerstand in einem eingeschränkten Bereich.



Technische Daten des Elite Drivo II

  • UVP: 1.399 Euro
  • Gewicht: 18,9 Kilogramm
  • Standmaß: 86x77 Zentimeter
  • max. simulierte Leistung: 2.300 Watt
  • max. simulierte Steigung: 24 % Steigung
  • mittlere Abweichung der Wattwerte: -12 Watt
  • Lautstärke bei 100 U/min (in einem Meter Abstand gemessen, logarithmisches Maß):
  1. 27 km/h - 49 dbA
  2. 40km/h - 60 dbA
  3. 66 km/h - 82 dbA

Test-Fazit zum Elite Drivo II

  • PLUS: gutes Tretfühl
  • MINUS: langsame Reaktionszeiten in Zwift
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Robert wurde 1964 in Düsseldorf geboren und fuhr seine ersten Straßenrennen mit 17 Jahren. Zum Spitzenrennfahrer reichte es nicht, aber zu späten Nischenerfolgen. 2011 gelang es Robert, Zeitfahrweltmeister der Journalisten zu werden. Nach seinem Maschinenbaustudium in Essen führte ihn sein Weg bereits 1993 zur TOUR, wo er anfangs mit der Legende Hans Christian Smolik zusammenarbeitete. Heute ist Robert freiberuflich für TOUR und BIKE unterwegs, mit den Schwerpunktthemen Aerodynamik, Messtechnik und Entwicklung neuer Prüfmethoden. Motto: Geht nicht? Gibt‘s nicht. Robert berät auch die Radindustrie und Profiteams, coacht Athleten und kümmert sich um den Radsportnachwuchs. Als Radsportler mag es Robert kurz und schnell, auf schmalen wie auf breiten Reifen.

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