Strecke des Giro d’Italia 2023Startort für Italien-Rundfahrt steht fest

Thomas Goldmann

 · 28.09.2022

Strecke des Giro d’Italia 2023: Startort für Italien-Rundfahrt steht festFoto: Getty Velo

Der Giro d’Italia 2023 startet in den Abruzzen. Die Organisation der Rundfahrt hat die Etappen 1, 2 und 7 offiziell vorgestellt.

Lange wurde darüber spekuliert, nun ist es offiziell: Der Giro d’Italia 2023 beginnt mit einem 18,4 Kilometer langen Einzelzeitfahren an der Costa dei Trabocchi zwischen Fossacesia Marina und Ortona. Dabei muss am Ende ein rund ein Kilometer langer Anstieg bewältigt werden.

Etappe 1 des Giro d’Italia 2023

Foto: Veranstalter

Die 2. Etappe führt von Teramo nach San Salvo über 204 Kilometer. Zu Beginn ist es noch etwas hügelig, die letzten rund 70 Kilometer sind fast telleferflach, was einen Massensprint sehr wahrscheinlich macht.

Etappe 2 des Giro d’Italia 2023

Foto: Veranstalter

Zudem wurde am 28.09. auch die 7. Etappe der Italien-Rundfahrt 2023 enthüllt. Es geht über 218 Kilometer auf den Gran Sasso d’Italia, wo sich das Ziel in über 2000 Metern Höhe befindet. Der Berg wird von derselben Seite wie 2018 befahren. Damals gewann Simon Yates vor Thibaut Pinot.

Profil der 7. Etappe

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Der Schlussanstieg der 7. Etappe im Detail

Foto: Veranstalter

Bis der Rest der Strecke des Giro d’Italia 2023 offiziell vorgestellt wird, müssen sich die Radsportfans noch etwas gedulden. Ursprünglich war die Präsentation laut Gazzetta dello Sport und Tuttobiciweb für den 17. Oktober im Teatro Lirico in Mailand geplant, das belgische Portal Het Laatste Nieuws schrieb allerdings zuletzt vom November.

Zum Durchklicken: Die Sieger des Giro d’Italia seit 2010

2010: Ivan Basso (Italien/Liquigas)
Foto: Getty Velo

Die Strecke soll wohl den guten Zeitfahrern unter den Rundfahrtspezialisten entgegenkommen. Es soll bei der Italien-Rundfahrt im kommenden Jahr neben dem Auftaktzeitfahren noch zwei weitere Prüfungen im Kampf gegen die Uhr geben. Das berichtet Het Laatste Nieuws. Die Rede ist von 60 bis 70 Zeitfahrkilometern. Zum Vergleich: Beim Giro 2022 gab es lediglich 26,6 Zeitfahrkilometer, bei der Tour de France 2022 waren es 53,9.

Bei Tuttobiciweb wird noch ausführlicher über die möglichen Streckendetails der Italien-Rundfahrt des kommenden Jahres berichtet.

Bergzeitfahren zum Monte Lussari beim Giro d’Italia 2023?

Das zweite Zeitfahren ist laut Tuttobiciweb in der Emilia Romagna geplant, genaue Details werden aber nicht genannt. Es soll sich dabei aber wohl um ein flaches und schnelles Zeitfahren handeln. Das dritte Zeitfahren soll angeblich auf den Monte Lussari führen, einem der spektakulärsten Aussichtspunkte der Julischen Alpen auf rund 1800 Metern Höhe über dem Meeresspiegel. Bereits 2019 gab es ähnliche Pläne, ein Bergzeitfahren von Tarvisio auf dem Monte Lussari enden zu lassen, was allerdings bei Umweltschützern zu Unmut führte, die sich gegen eine Asphaltierung der unbefestigten Straße aussprachen. Nun soll es einen Kompromiss unter Verwendung von biologisch abbaubarem Straßenmaterial geben.

Aufgrund der Nähe der Region Friaul, in der das Bergzeitfahren stattfinden soll, zu Slowenien spekuliert Tuttobiciweb, dass der Rennveranstalter RCS damit Tadej Pogacar zum Giro locken will. Auch für Weltmeister Remco Evenepoel, einem der besten Zeitfahrer der Welt, dürfte ein solcher Kurs mit drei Prüfungen gegen die Uhr sehr verlockend sein.

Zudem wird bei Tuttobiciweb über zwei weitere Bergetappen in der dritten Woche spekuliert: Es heißt, dass es eine Bergankunft in Zoldo Alto und an den Drei Zinnen von Lavaredo geben soll.

Monte Bondone angeblich im Programm des Giro d’Italia 2023

Die Zeitung Brescia Oggi schreibt außerdem über eine Etappe zum Monte Bondone. Dieser soll am 23. Mai, zu Beginn der dritten Woche, auf dem Programm stehen. Der Abschnitt soll in Sabbio Chiese gestartet werden und über mehrere Pässe führen, ehe das Ziel auf dem Monte Bondone erreicht werden soll. Genaue Details zu den Anstiegen werden nicht genannt. Es ist jedoch die Rede von einer “Tappone”, einer großen Bergetappe, “die selbst die Ästheten des Radsports in Verzückung versetzen wird.”