Rennräder mit Shimano 105 Di2Das Rose Reveal Four 105 Di2 im TOUR-Test

Julian Schultz

 · 28.05.2023

Rennräder mit Shimano 105 Di2: Das Rose Reveal Four 105 Di2 im TOUR-TestFoto: Wolfgang Papp
Das Rose Reveal Four 105 Di2

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Preiswert, funktional, bergtauglich: Shimanos neue 105 Di2 ist prädestiniert für Marathonrennräder. TOUR hat neun aktuelle Modelle getestet. Hier: Das Rose Reveal Four 105 Di2.

Rose Reveal Four - Unkomplizierter Kumpel

Nachdem Rose zuletzt bereits dem Wettkampfrad XLite die neueste Schaltgruppe von Shimano spendiert hat, zieht der Versender nun mit dem Marathonmodell nach und stattet das Rose Reveal Four ebenfalls mit der elektronischen 105 aus. Im Gegensatz zu den übrigen Ausstattungsvarianten mit funkbasierter Schalttechnik wird das Langstrecken-­Rennrad mit klassischer Lenker-Vorbau-­Kombi ausgeliefert. Dadurch nimmt man eine Nuance gestreckter im Sattel Platz als bei den Versionen mit Carbon-Cockpit, sitzt aber immer noch betont aufrecht und braucht sich auch bei langen Ausfahrten ­keine Gedanken über Rücken- und Nackenschmerzen machen.

Der Laufradsatz aus Alu ist nur etwas schwerer als Modelle mit CarbonfelgenFoto: Matthias BorchersDer Laufradsatz aus Alu ist nur etwas schwerer als Modelle mit Carbonfelgen

Die Alu-Anbauteile sind zwar etwas schwerer als die aus einem Stück gefertigte Lenkzentrale, dennoch zählt das steife Rose zu den leichtesten Rädern im Test und hängt direkt am Gas. Insbesondere der hauseigene Alu-Laufradsatz fällt bemerkenswert leicht aus. Die hochwertigen Pneus und die Carbonstütze mit tiefer Klemmung runden den komfortablen Fahreindruck ab. Dank der maximalen Reifenfreiheit von 32 Millimetern ließe sich das Reveal auch abseits ­asphaltierter Wege bewegen, sofern das ­Terrain nicht zu ruppig wird.

Das Rose Reveal wird mit einer klassischen Lenker-Vorbau-Kombi ausgeliefertFoto: Matthias BorchersDas Rose Reveal wird mit einer klassischen Lenker-Vorbau-Kombi ausgeliefert

Montagepunkte für Taschen oder Schutzbleche sucht man vergeblich, wodurch die Vielseitigkeit des Rose im Vergleich zu dem einen oder anderen Konkurrenten etwas limitiert ist; die Bocholter positionieren das Reveal bewusst als unkompliziertes Straßenrennrad, das vor allem eine klare Trennlinie zum geländegängigen Gravelbike Backroad ziehen soll, mittlerweile das meistverkaufte Rad des Versandhändlers.

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Nennenswerte Schwächen leistet sich das fair kalkulierte Marathonrennrad kaum. Im Dauerduell mit dem ewigen Ri­valen aus Koblenz hat das Reveal allerdings den Nachteil, dass es bei vergleichbarer ­Ausstattung 600 Euro teurer als das Canyon ­Endurace CF 7 Di2 ist.

Das Rose Reveal Four im Detail

Das Rose Reveal Four 105 Di2Foto: Wolfgang PappDas Rose Reveal Four 105 Di2
  • Gewicht Rahmen/Gabel/Steuerlager* 1170/412/83 Gramm
  • Rahmengrößen** 50, 53, 55, 57, 59, 61, 64
  • Sitz-/Ober-/Steuerrohr 510/555/171 Millimeter
  • Stack/Reach/STR*** 600/379 Millimeter/1,58
  • Radstand/Nachlauf 995/59 Millimeter

Ausstattung

  • Antrieb/Schaltung Shimano 105 Di2 (2x12; 50/34, 11-34 Z.)
  • Bremsen Shimano 105 (160/160 Millimeter)
  • Laufräder/Reifen (Gewichte)**** Rose R Twenty Five/Continental Grand Prix 5000 28 mm (v./h.: 1346/1840 g)
Die Stärken und Schwächen des Rose Reveal Four in der TOUR-GrafikDie Stärken und Schwächen des Rose Reveal Four in der TOUR-Grafik

Stärken: leichter Alu-Laufradsatz, sehr viele Größen

Schwächen: relativ geringe Reifenfreiheit

Das Rose Reveal Four bekommt eine TOUR-Gesamtnote von 1,8 und gehört damit zu den Testsiegern.



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* Gewogene ­Gewichte.
** Herstellerangabe, Testgröße fett.
*** Stack/Reach projiziertes senkrechtes/waagerechtes Maß von Mitte Tretlager bis Oberkante Steuerrohr;
STR (Stack to Reach): 1,36 bedeutet eine sehr gestreckte, 1,60 eine sehr aufrechte Sitzposition.
**** Laufradgewichte inklusive Bereifung, Kassette, Schnellspanner/Steckachsen und ggf. Bremsscheiben.


Julian Schultz ist studierter Sportwissenschaftler und gelernter Sportjournalist und zeichnet für Tests von Kompletträdern verantwortlich. Vom Wettkampfboliden bis zum Gravelbike testet er die neuesten Modelle und hält die Augen nach aktuellen Trends offen. So auch bei der Tour de France, wo sich der Test-Redakteur seit 2022 auf die Suche nach technischen Details und Geschichten aus dem Fahrerlager macht.

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