TOUR-Leserumfrage: Rennräder des Jahres 2020 - Die beliebtesten Räder der TOUR-LeserFoto: Hersteller

AktuellesTOUR-Leserumfrage: Rennräder des Jahres 2020 - Die beliebtesten Räder der TOUR-Leser

Unbekannt

 8/17/2020, Lesezeit: 3 Minuten

Seit 1998 führt TOUR jedes Jahr die regelmäßig die größte Fahrradmarktstudie Europas durch. Dabei wählten die TOUR-Leser in den Kategorien Marathon, Wettkampf und Gravel das Rad des Jahres 2020.

Im Rahmen der großen TOUR-Leserumfrage hatten wir je fünf Räder in den Kategorien Marathon, Wettkampf und Gravel nominiert, die aus unserer Sicht, basierend auf Testergebnissen, Fahreindrücken und Labormessungen, das Zeug zum Rennrad des Jahres haben. Im Rahmen der großen TOUR-Leserumfrage konnten alle Rennradfahrer abstimmen, welche Modelle ihre absoluten Lieblingsräder sind, Daraus ergibt sich folgendes Ranking in den drei Kategorien Marathon, Wettkampf und Gravel:

#1 Marathon: Specialized Roubaix

Schon die erste, 2004 vorgestellte Version des Rades hat den Markt mehr verändert als jedes Modell zuvor. Von anderen Marathonrädern unterscheidet sich das Roubaix vor allem durch die FutureShock-Federung, die den Lenker vom Rahmen entkoppelt. Sie ist nicht nur eine Wohltat für Hände, Arme, Schultern, Nacken und Rücken; zugleich fällt es damit viel leichter, das Rad auf ruppigem Untergrund zu kontrollieren.

Foto: Hersteller

Dass das neue Roubaix moderner und sportlicher wirkt als sein Vorgänger, erklärt sich vor allem mit dem Feinschliff des Rahmens im Windkanal. Für Rennradverhältnisse bietet es eine ungewöhnlich aufrechte Sitzposition. Als Roubaix Pro mit SRAM Force eTap wiegt es 8,0 Kilogramm und kostet knapp 7.000 Euro (abgebildet ist das S-Works Roubaix mit SRAM Red eTap, 7,3 Kilo, 11.199 Euro). Eine günstigere Version des Specialized Roubaix haben wir in TOUR 4/2020 getestet.

Nominiert in der Kategorie Marathon waren außerdem:

Noch mehr leistungsstarke Marathon-Rennräder finden Sie in unserem Test der beliebtesten Endurance-Modelle.

#1 Wettkampf: Pinarello Dogma F12

Als Marke der Tour-de-France-Sieger beweist Pinarello Jahr für Jahr aufs Neue, dass sie es wie kaum ein anderer Wettbewerber verstehen, Rennräder zu bauen, die auf höchstem Level erfolgreich sind. Die herausragende Qualität des Dogma F12 besteht in seiner Aerodynamik. Die Grundform des Rahmens wurde für den Vor-Vorgänger Dogma F8 entwickelt und seitdem in kleinen Schritten variiert.

Foto: Kerstin Leicht

Damit steht das neue Dogma im Windkanal sehr gut da, ist aber kein Aero-Spezialist, sondern eine Allzweckwaffe, die auf jedem Terrain überzeugt. Was das Dogma F12 auch auszeichnet: Es treibt seinen Fahrer ständig an, noch ein bisschen schneller zu fahren. Nicht viele Rennräder bieten dieses radikal sportliche Fahrgefühl. Mit SRAM Red eTap wiegt es 7,7 Kilogramm, um 12.400 Euro.

Nominiert in der Kategorie Wettkampf waren außerdem

#1 Gravel: Open WI.DE

Foto: MARC GASCH

Das Open WI.DE spreizt sich zwischen Rennrad und Mountainbike so weit wie derzeit kein anderes Fahrrad. Die spannende Frage, wie sich ein Rennrad mit derart dicken Reifen fährt, beantwortet das Open souverän: Die breiten Stollenreifen bieten für Rennradverhältnisse im Gelände ungekannten Grip, und es lassen sich auch in zügiger Fahrweise Trails und weicher Untergrund unter die Räder nehmen. Das Handling ist wendig und nahe am Crossrad. Auf festem Untergrund laufen die grobstolligen Schwalbe-Tubeless-Reifen erstaunlich schnell, sodass man noch das Gefühl hat, auf einem Rennrad zu sitzen. In Richtung Straße lässt sich das Einsatzspektrum beinahe beliebig verschieben. Das Wi.De wird nur als Rahmen-Set angeboten, das mit 3.200 Euro zu Buche schlägt. Das Testrad aus TOUR 11/2019 mit SRAM-Antrieb (Force eTap AXS 1 x 12) wog 8,7 Kilogramm.

Nominiert in der Kategorie Gravel waren außerdem

Foto: Konstantin Rohé