Akku-Scheinwerfer im TestLaden, leuchten, weiterfahren

Matthias Borchers

 · 18.09.2026

Akku-Scheinwerfer im Test: Laden, leuchten, weiterfahren

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Die Leuchtdauer ist für Akku-Scheinwerfer ein entscheidender Wert, die Ladezeit jedoch ebenso. Denn eine Lampe nützt wenig, wenn sie zwar lange durchhält, nach der Ausfahrt aber stundenlang an der Steckdose hängt. Im TOUR-Test von sieben Scheinwerfern für Aero-Cockpits reicht die gemessene Ladezeit von 2:20 bis 4:40 Stunden. In maximaler Leuchtstufe leuchten die Modelle zwischen 2:24 und 3:35 Stunden. Der Quotient aus Leucht- und Ladezeit bringt beide Werte in eine gemeinsame Praxisbilanz.

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Akku-Scheinwerfer im Test: Laden, leuchten, weiterfahrenFoto: TOUR-GrafikAkku-Scheinwerfer im Test: Laden, leuchten, weiterfahren

Die sieben Testteilnehmer

Der vollständige Vergleich mit Bewertungen zu Leuchtprofil, Bedienung, Verarbeitung und Halterung steht im Mutterartikel zu den Akku-Scheinwerfern für Aero-Cockpits.

Der Quotient zeigt die Zeitbilanz

Für die Auswertung wird die Leuchtdauer durch die Ladedauer geteilt. Ein Wert von 1,0 bedeutet: Der Scheinwerfer leuchtet genauso lange, wie er für eine volle Ladung benötigt. Liegt der Quotient darüber, liefert die Lampe mehr Leuchtzeit als Ladezeit. Je höher der Wert, desto günstiger die Bilanz für Fahrer, die zwischen zwei Ausfahrten wenig Zeit zum Nachladen haben.

Den besten Wert erzielt der Busch & Müller Ixon Rock. Nach 2:50 Stunden Ladezeit leuchtet er im Test 3:10 Stunden. Das ergibt einen Quotienten von 1,12. Pro Stunde an der Steckdose stehen damit rechnerisch rund 67 Minuten Licht zur Verfügung. Der Ixon Rock ist der einzige Kandidat, dessen Leuchtdauer die Ladezeit übertrifft.

Amazon lädt am schnellsten

Die kürzeste Ladezeit im Test erreicht das Amazon Fahrradlicht-Set LF 36 mit 2:20 Stunden. Seine Leuchtdauer liegt mit 2:24 Stunden nur knapp darüber, der Quotient beträgt 1,03. Für kurze, regelmäßige Fahrten ist dieses Verhältnis günstig. Die absolute Leuchtreserve bleibt allerdings mit weniger als zweieinhalb Stunden begrenzt.

Der Ixon Rock bietet gegenüber dem Amazon-Licht die deutlich längere Reserve und zugleich die bessere Zeitbilanz. Für längere Trainingsfahrten bei Dunkelheit ist das relevanter als die um 30 Minuten kürzere Ladezeit des günstigen Amazon-Sets.

Trelock leuchtet am längsten

Die längste gemessene Leuchtdauer erreicht das Trelock Lighthammer 100 mit 3:35 Stunden. Damit bietet es die größte Reserve für ausgedehnte Abendrunden. Bis der Akku wieder voll ist, vergehen jedoch 4:40 Stunden. Das ist die längste Ladezeit im Testfeld und drückt den Quotienten auf 0,77.

Auch Lezyne, Sigma, Cateye und Lupine bleiben bei der Zeitbilanz unter 1,0. Der Lezyne Macro 500+ Mount Reverse leuchtet 3:15 Stunden, benötigt aber vier Stunden Ladezeit. Beim Sigma Aura 100 stehen 2:40 Stunden Leuchtzeit 3:20 Stunden an der Steckdose gegenüber. Cateye und Lupine erreichen jeweils einen Quotienten von 0,74.

Leuchtbild und Montage bleiben entscheidend

Der Lade-Leucht-Quotient ergänzt den Test, ersetzt aber keine Bewertung des Lichtbilds. Für schnelle Fahrten auf dunklen Straßen zählt, wie gleichmäßig ein Scheinwerfer Nahbereich, Fahrbahnrand und Fernbereich ausleuchtet. Ebenso wichtig sind eine verständliche Akkustandsanzeige sowie eine Halterung, die am Front Mount nicht verrutscht.

Für die Zeitbilanz liegt der Busch & Müller Ixon Rock vorn. Amazon lädt am schnellsten, Trelock bietet die längste Leuchtdauer. Welche Lampe am Rennrad die passendere ist, entscheidet am Ende aber der Einsatzzweck: kurze Pendelstrecke, regelmäßige Feierabendrunde oder lange Trainingsfahrt in der Dunkelheit.

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Matthias Borchers ist im Test-Ressort von TOUR, Experte für Bekleidung und Zubehör. Als Hobbyradsportler hat er die TOUR-Transalp und die TOUR-Trans Austria absolviert. Prägend sind zudem Reportage-Reisen von San Francisco bis Sakai sowie 17 Trips zur Tour de France mit rund 30.000 Wohnmobilkilometern.

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