Cateye GVolt 80.1 im TestStVZO-Licht für Aero-Cockpits

Matthias Borchers

 · 03.09.2026

Cateye GVolt80,1
Foto: Matthias Borchers
Der Cateye GVolt 80.1 gehört zu sieben Akku-Fahrradscheinwerfern mit StVZO-Zulassung, die TOUR speziell auf ihre Montagemöglichkeiten an modernen Aero-Cockpits mit Ausleger getestet hat. Mit 79 Euro inklusive Standardhalter und Go-Pro-Adapter markiert er preislich das untere Mittelfeld. Im Test überzeugt die kompakte Leuchte vor allem mit ihrem homogenen, hellen Fernbereich und der sehr guten Halterung.

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Unterlenker-Montage für moderne Cockpits

Bei vielen aktuellen Rennrädern ist das Cockpit nicht geeignet für Akku-Licht mit Standardhalter. Dieses passt lediglich bei Lenkern mit rundem Querschnitt gut. kaum noch Platz für Zubehör. Flache Oberlenker und Computerhalter mit Ausleger verlangen nach einer Leuchte, die sich unterhalb des Cockpits positionieren lässt. Genau dafür schickt Cateye den GVolt 80.1 mit Go-Pro-Adapter ins Rennen.

Die Unterlenker-Montage am Front Mount gelingt unkompliziert und hält im Test sehr sicher. Mit der Teilnote 1,0 erzielt Cateye in der Kategorie Halterung den Bestwert. Die Leuchte sitzt nah am Cockpit, bleibt aus dem Blickfeld und stört weder beim Griffwechsel noch bei der Bedienung eines Radcomputers. Für Fahrerinnen und Fahrer mit modernen Aero-Lenkern ist das ein relevanter Vorteil.

Helles Licht mit Schwäche im Nahbereich

Im Fernbereich verteilt die Leuchte ihr Licht homogen und ausreichend hell. Fahrbahnverlauf, Unebenheiten und Hindernisse lassen sich bei Dunkelheit gut erkennen. Die Lichtverteilung unterstützt damit besonders Trainingsfahrten auf unbeleuchteten Landstraßen oder flotten Pendelstrecken.

Direkt vor dem Vorderrad fällt die Ausleuchtung dagegen etwas schwächer aus. Kleine Hindernisse wie Stöckchen oder Steinchen auf langsameren, winkeligem Kurs werden deshalb schlechter erkannt; mehr Licht wäre hier wünschenswert. Auf gerade Strecke ist die Abstimmung jedoch schlüssig: Der Lichtkegel setzt den Schwerpunkt dort, wo bei höherem Tempo die Sichtweite entscheidend ist.

Präzise Akkuanzeige, langsame Ladezeit

Drei Leuchtmodi bieten Spielraum zwischen maximaler Helligkeit und längerer Laufzeit. In der höchsten Stufe leuchtet der GVolt 80.1 im TOUR-Test drei Stunden und fünf Minuten. Danach steht eine nutzbare Reserve durch automatische Leistungsreduzierung zur Verfügung. Für längere Nachtfahrten sollte die Ladeplanung dennoch stimmen.

Positiv fällt die vierstufige, blaue LED-Akkustandsanzeige auf. Sie informiert präzise über die verbleibende Kapazität. In montierter Position liegt sie allerdings verdeckt. Die Ladezeit von vier Stunden und zehn Minuten liegt über dem Durchschnitt des Testfelds. Wer die Leuchte nach einer Abendfahrt kurzfristig wieder einsetzen möchte, muss diesen Nachteil berücksichtigen.

Solide Verarbeitung und starkes Gesamtergebnis

Mit 107 Gramm inklusive Halter bleibt der GVolt 80.1 leicht genug für ein aufgeräumtes Rennrad-Cockpit. Die Verarbeitung bewertet TOUR mit 2,0, das Handling mit 1,9. Besonders die Kombination aus kompakter Bauform, zuverlässiger Front-Mount-Lösung und überzeugender Fernsicht sorgt für ein gutes Gesamtpaket.

Mit der TOUR-Note 2,1 sortiert sich der Cateye am vorderen Ende des sieben Modelle umfassenden Testfelds ein. Seine Stärken spielt er vor allem an Aero-Rennrädern aus, deren Cockpit eine Unterlenker-Lösung verlangt.

Preis79 Euro inklusive Standardhalter und Go-Pro-Adapter
ProduktionslandJapan
Akkukapazität3400 mAh
Gewicht mit Halter107 Gramm
Leuchtmodi3
Akkustandsanzeige4-LED-Balken, blau
Leucht-/Ladedauer3:05 / 4:10 Std.:Min.
Leuchtprofil2,6
Leuchtdauer2,5
Handling1,9
Verarbeitung2,0
Halterung1,0
TOUR-Note2,1

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Matthias Borchers ist im Test-Ressort von TOUR, Experte für Bekleidung und Zubehör. Als Hobbyradsportler hat er die TOUR-Transalp und die TOUR-Trans Austria absolviert. Prägend sind zudem Reportage-Reisen von San Francisco bis Sakai sowie 17 Trips zur Tour de France mit rund 30.000 Wohnmobilkilometern.

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