Matthias Borchers
· 05.09.2026

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Aktuelle Rennräder sind immer öfter mit integrierten Aero-Cockpits ausgestattet. Darauf finden Nachrüst-Akkuscheinwerfer mit Standardhaltern schwer einen Platz. Für einen Akku-Scheinwerfer ist deshalb eine passende Montage entscheidend: Die Leuchte muss sicher sitzen oder sollte den Platz für die Hände am Oberlenker nicht einschränken.
Der Lupine SL Grano F Silver Edition löst diese Aufgabe besonders sauber. Sein Go-Pro-Halter für die Montage am Ausleger ist direkt im Aluminiumgehäuse integriert. Damit lässt sich der Scheinwerfer an einem kompatiblen Ausleger positionieren, ohne zusätzliche Klemmen oder einen separaten Adapter am Lenker montieren zu müssen. Im Test überzeugte die Halterung mit der Note 1,0. Sie hält die 170 Gramm schwere Leuchte sicher und vermittelt auch auf schlechten Straßen einen sehr stabilen Eindruck.
Das Leuchtprofil ist die zentrale Disziplin im Scheinwerfer-Test. Hier erreicht der SL Grano F die Teilnote 1,5. Der Lichtteppich verteilt sich gleichmäßig von der Nahzone bis weit in die Ferne. Dunkle Flecken oder harte Übergänge gibt es nicht.
Für schnelle Trainingsfahrten in der Dunkelheit macht sein Fernlicht den Unterschied aus zur Konkurrenz. Als einziger Scheinwerfer im Test bietet der Lupine SL Grano F diese Funktion. Per mitgelieferter Fernbedienung lässt sie sich komfortabel während der Fahrt bedienen. Das Fernlicht vergrößert die Reichweite spürbar und leuchtet die Straße auch bei hohem Tempo weit genug voraus aus. Damit bietet die Leuchte einen funktionalen Vorteil gegenüber klassischen Abblendlicht-Modellen.
Der integrierte Akku besitzt eine Kapazität von 2300 mAh. Lupine gibt fünf Leuchtmodi an. Die gemessene Leuchtdauer beträgt 2:35 Stunden, die Ladezeit 3:30 Stunden. Mit der Teilnote 3,0 liegt die Leuchtdauer im Testfeld nicht an der Spitze. Dafür erweitert die Eco-Funktion den Einsatzbereich: Wer auf maximale Helligkeit und Fernlicht verzichtet, kann deutlich längere Laufzeiten erzielen.
Zwei grün-rote Akkuindikatoren informieren über den Ladezustand. Im Alltag erleichtert das die Einschätzung, ob die Restkapazität noch für die Rückfahrt reicht oder vor der nächsten Ausfahrt geladen werden sollte.
Das Aluminiumgehäuse ist präzise gefertigt und schützt die Technik wirksam. Die Verarbeitung erhält im Test die Bestnote 1,0. Auch beim Handling überzeugt die Lupine mit 1,4: Bedienung, Fernbedienung und die automatische Umschaltung zwischen Tagfahr- und Nachtlicht funktioniert sehr gut.
Der hohe Preis von 269 Euro macht die SL Grano F Silver Edition zur teuersten Leuchte im Vergleich. Für Rennradfahrerinnen und Rennradfahrer, die regelmäßig bei Dunkelheit trainieren, ein Aero-Cockpit mit Front Mount nutzen und beim Lichtbild keine Kompromisse eingehen wollen, ist der Mehrpreis jedoch technisch begründbar.
| Preis Scheinwerfer mit Fernbedienung | 269 Euro |
| Produktionsland | Deutschland |
| Akkukapazität | 2300 mAh |
| Gewicht mit Halter | 170 Gramm |
| Leuchtmodi | 5 (davon 2 Eco-Modi) |
| Akkustandsanzeige | 2 Indikatoren, grün-rot |
| Leucht-/Ladedauer | 2:35 / 3:30 Std:Min |
| Bewertung | Note |
| Leuchtprofil (30 %) | 1,5 |
| Leuchtdauer (25 %) | 3,0 |
| Handling (15 %) | 1,4 |
| Verarbeitung (15 %) | 1,0 |
| Halterung (15 %) | 1,0 |
| TOUR-Note | 1,7 |
| Urteil | Testsieger |

Redakteur
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