Trelock Lighthammer 100 im TestGutes Licht, lange Reserve

Matthias Borchers

 · 07.09.2026

Akku-Scheinwerfer-Trelock Lighthammer 100 Set
Foto: Matthias Borchers
Sieben Akku-Fahrradscheinwerfer mit StVZO-Zulassung für die Montage an modernen Aero-Cockpits mussten im TOUR-Test zeigen, was sie taugen. Das Trelock Lighthammer 100 Set tritt als günstiges Komplettpaket mit Frontscheinwerfer, Rücklicht mit Bremslichtfunktion und GoPro-Halter an. Seine Note von 2,0 reicht für einen Platz im soliden Mittelfeld.

Themen in diesem Artikel

Aero-Montage als zentrales Auswahlkriterium

Integrierte Lenker-Vorbau-Einheiten erschweren die Montage klassischer Lenkerhalter für Scheinwerfer. Für diesen Vergleich kamen deshalb nur Akku-Scheinwerfer infrage, die sich mit einem Ausleger, also einem Front Mount, unter oder vor dem Cockpit befestigen lassen. Das hält den Lenker aufgeräumt und positioniert die Leuchte zentral vor dem Rad.

Der Lighthammer 100 wird mit zwei Halterungen geliefert. Der GoPro-kompatible Adapter erweitert die Montagemöglichkeiten an vielen aktuellen Aero-Cockpits. In der Wertung Halterung erzielt Trelock die Bestnote 1,0. Der Scheinwerfer sitzt damit sicher und erfüllt den zentralen Einsatzzweck dieses Tests überzeugend.

Abnehmbare Akku-Leuchten sind im Straßenverkehr zulässig, sofern sie bei Dämmerung, Dunkelheit oder schlechter Sicht angebracht sind. Der Scheinwerfer muss dabei so eingestellt werden, dass er andere Verkehrsteilnehmer nicht blendet.

Homogenes Licht für die Trainingsrunde

Auf der Teststrecke erzeugte der Trelock ein gleichmäßiges, homogenes Leuchtprofil. Die Ausleuchtung verteilt sich nachvollziehbar über den relevanten Fahrbahnbereich, statt nur einen hellen Punkt weit voraus zu setzen. Das erleichtert die Orientierung auf unbeleuchteten Abschnitten und bei wechselndem Asphalt.

Mit der Teilnote 2,4 bleibt das Leuchtprofil allerdings hinter den stärksten Kandidaten im Siebenerfeld zurück. Für regelmäßige Trainingsfahrten und den Weg nach Hause nach Feierabend bietet der Lighthammer dennoch eine funktionale Lichtverteilung. Entscheidend ist auch hier die korrekte Ausrichtung: Der Lichtkegel sollte die Fahrbahn ausleuchten, ohne entgegenkommende Radfahrer oder Autofahrer zu blenden.

Präzise Anzeige, sinnvolle Leistungsreserve

Stark ist die Ladestandskontrolle. Ein grüner Fünf-LED-Balken informiert differenziert über die verbleibende Energie. Das ist im Alltag hilfreicher als eine einzelne Warn-LED, die erst kurz vor dem Abschalten aufleuchtet.

Auch das Verhalten bei leer werdendem Akku überzeugt: Der Lighthammer reduziert seine Leistung zum Ende der Laufzeit schrittweise. Dadurch bleibt Licht als Reserve verfügbar, statt dass der Scheinwerfer abrupt ausgeht. Die gemessene Leuchtdauer von 3:35 Stunden führt zur Teilnote 2,0. Für längere Ausfahrten in der dunklen Jahreszeit bleibt damit genug Spielraum, sofern die Leuchte vor der Fahrt vollständig geladen wird.

Komplettset mit Geduldsprobe am Kabel

Mit 74,99 Euro zählt das Lighthammer 100 Set zu den preisgünstigeren Scheinwerfern im Test. Trelock kombiniert den Frontscheinwerfer mit einem Rücklicht inklusive Bremslichtfunktion. Eine solche Zusatzfunktion ist an Fahrrad-Schlussleuchten grundsätzlich zulässig.

Der Preisvorteil hat einen praktischen Nachteil: Die Ladezeit von 4:40 Stunden ist die längste im Vergleich. Wer den Scheinwerfer häufig nutzt, sollte das Nachladen daher frühzeitig einplanen. Verarbeitung und Handling erreichen jeweils die Note 2,0 beziehungsweise 2,3 und passen zum gut ausgestatteten Gesamtpaket.

Info- und Bewertungskasten

ProduktTrelock Lighthammer 100 Set
Preis Scheinwerfer/Adapter74,99 Euro
ProduktionslandChina
Akkukapazitätkeine Angabe
Gewicht mit Halter122 Gramm
Leuchtmodi4
Akkustandsanzeigegrüner 5-LED-Balken
Leucht-/Ladedauer3:35 / 4:40 Stunden
LieferumfangFrontscheinwerfer, Rücklicht mit Bremslichtfunktion, GoPro-Halter
BewertungNote
Leuchtprofil2,4
Leuchtdauer2,0
Handling2,3
Verarbeitung2,0
Halterung1,0
TOUR-Note2,0

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Matthias Borchers ist im Test-Ressort von TOUR, Experte für Bekleidung und Zubehör. Als Hobbyradsportler hat er die TOUR-Transalp und die TOUR-Trans Austria absolviert. Prägend sind zudem Reportage-Reisen von San Francisco bis Sakai sowie 17 Trips zur Tour de France mit rund 30.000 Wohnmobilkilometern.

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