Vuelta a España 2026 - 18. EtappeMas wehrt Roglic’ Angriff bei Küngs Sieg im Zeitfahren ab

Sebastian Lindner

 · 10.09.2026

Vuelta a España 2026 - 18. Etappe: Mas wehrt Roglic’ Angriff bei Küngs Sieg im Zeitfahren abFoto: Getty Images / Tim de Waele
Stefan Küng gewinnt die 18. Etappe der Vuelta 2026.
Stefan Küng (Tudor Pro Cycling Team) hat das Einzelzeitfahren auf der 18. Etappe der Vuelta gewonnen. Der Spezialist gegen die Uhr aus der Schweiz siegte vor dem schottischen Youngster Callum Thornley (Red Bull - BORA - hansgrohe) und Joao Almeida (UAE Team - Emirates - XRG). Derweil konnte Enric Mas (Movistar Team) den Angriff von Primoz Roglic (Red Bull - BORA - hansgrohe) auf das Rote Trikot sehr erfolgreich abwehren.

Tagessieger Küng benötigte für den 32,1 Kilometer langen Kurs von El Puerto de Santa María nach Jerez de la Frontera 35:23 Minuten - ein Schnitt von 54,5 km/h. Thornley war lediglich drei Sekunden langsamer. Almeida deren neun. Auf Rang vier landete Roglic mit 19 Sekunden Rückstand. Damit machte er allerdings nur 33 gut auf Mas, der als Tageszwölfter nur 52 Sekunden auf Küng kassierte und so mit 1:37 Minuten Vorsprung auf den Slowenen in die letzten beiden Bergetappen dieser Vuelta geht.

Aus dem Spitzentrio konnte lediglich Felix Gall (Decathlon CMA CGM) nicht mithalten. Er wurde mit 1:47 Minuten Rückstand auf Küng 26. Roglic zog damit erwartungsgemäß am Österreicher, der nun 3:01 Minuten Rückstand auf Mas hat, vorbei. Gall bleibt aber dennoch souveräner Dritter. Richard Carapaz (EF Education - EasyPost) als Vierter hat mehr als fünf Minuten Rückstand.

Mit dem Gesamtklassement hat Küng nichts zu tun. Der 32-Jährige feierte seinen 32. Sieg also Profi und den zweiten in diesem Jahr, nachdem er vor ein paar Wochen das Zeitfahren der Polen-Rundfahrt für sich entschieden hatte. “Wie knapp es am Ende ist, spiel keine Rolle. Du musst gewinnen”, sagte er mit Blick auf das kleine Polster, das ihm zum Sieg verhalf. “Nach dem zweiten Anstieg hatte ich einen schwierigen Moment, aber dann bin ich wieder in meinen Rhythmus gekommen. Da habe ich die entscheidende Zeit gut gemacht”, glaubte der zweifache Europameister im Kampf gegen die Uhr.

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Vuelta a España 2026 - Ergebnisse der 18. Etappe


2026:

Etappe 18 (ITT): El Puerto de Santa María - Jerez de la Frontera

10.09.2026 | 32.1 km
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Das Profil der 18. Etappe der VueltaFoto: UnipublicDas Profil der 18. Etappe der Vuelta

148 Fahrer nahmen den Kampf gegen die Uhr auf. Den Auftakt aus einer Stierkampfarena heraus machte in Mathias Norsgaard (Lidl - Trek) dabei ein Profi, der schon Zeitfahren für sich entscheiden konnte. Der Däne aber ließ es relativ ruhig angehen und brauchte es sich im Hotseat nicht erst bequem machen, denn in Ethan Hayter (Soudal Quick-Step) ging bereits als Fünfter der Mann ins Rennen, der das Rote Trikot zum Auftakt der Vuelta vor fast drei Wochen nur um neun Hundertstel verpasste.

Hayter lieferte in 35:55 Minuten eine Zeit, die allerdings ebenfalls nicht allzu lange Bestand hatte. Thornley, der zum Auftakt Vierter wurde und ebenfalls früh gestartet war, konnte den Wert um knapp 30 Sekunden drücken. An Thornley bissen sich einige Profis die Zähne aus. Ivo Oliveira (UAE Team Emirates - XRG) platzierte sich mit 26 Sekunden Rückstand auf den Schotten zwischenzeitlich auf Rang zwei, 45 Sekunden Rückstand waren es für Georg Steinhauser (EF Education - EasyPost) als Vierter.

Almeida mit Bestzeit am ersten Messpunkt

Auf sechs Sekunden an den Schotten kam Almeida heran. An der ersten Zwischenzeit hatte der Portugiese noch zwei Sekunden Vorsprung, am zweiten Messpunkt waren beide zeitgleich gewesen. Dann schob sich Küng an der ersten Messung zwischen Almeida und Thornley.

Zur zweiten Zwischenzeit hatte sich der Schweizer dann zehn Sekunden Vorsprung herausgefahren. Bis ins Ziel sollte dieses Polster reichen, auch wenn es am Ende knapp wurde und lediglich drei Sekunden verblieben. Derweil reihte sich auch Wout van Aert (Team Visma | Lease a Bike) in die Anwartschaft um den Tagessieg ein. Am zweiten Messpunkt hatte der Belgier acht Sekunden Rückstand auf den Führenden Küng. Bis ins Ziel konnte er diese Pace aber nicht halten; auch Thornley und Almeida waren am Ende schneller.

Nur Roglic kann mit den Spezialisten mithalten

Starteten die ersten Fahrer mit einem Abstand von einer Minute, gingen die letzten 20 dann mit zwei Minuten Unterschied auf die Strecke. Doch lange änderte sich an den Spitzenpositionen an den Zwischenpunkten nichts. Erst Roglic konnte mit neun Sekunden Rückstand auf Almeida am ersten Messpunkt wieder vorne reinfahren. Galls Zeit stoppte 31 Sekunden hinter dem Führenden - die von Mas ebenfalls.

Mit 14 Sekunden Rückstand auf den dortigen Spitzenreiter Küng kam Roglic zur zweiten Zwischenzeit, für Gall waren es 1:11 Minuten. Für Mas blieb die Zeit bei 50 Sekunden Rückstand stehen. An den Tendenzen änderte sich bis ins Ziel nichts mehr. Roglic verlor zwar kaum noch etwas auf Küng, doch für den Sieg reichte es nicht. Allerdings galt das auch für Mas, der damit einmal mehr stark auftrumpfte.

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