Tour de France - Doping-TestsPogacar und Vingegaard nachts kontrolliert

DPA

 · 19.07.2026

Tour de France - Doping-Tests: Pogacar und Vingegaard nachts kontrolliertFoto: Mosa'ab Elshamy/AP/dpa
Die Radsport-Topstars unter sich: Tadej Pogacar (l) und Jonas Vingegaard. (Archivbild)
Nach der harten Bergetappe in den Vogesen erleben die Stars der Tour einen unruhigen Schlaf. Mitten in der Nacht steht plötzlich ein Doping-Kontrolleur vor der Tür. Beide reagieren unterschiedlich.

Nach der harten Bergetappe bei der Tour de France sind die Radsport-Stars Tadej Pogacar und Jonas Vingegaard aus dem Schlaf gerissen worden. Die beiden Tour-Gewinner mussten nach eigenen Angaben nachts eine Dopingprobe abgeben. 

«Ich habe vier Stunden Schlaf bekommen», sagte der Slowene Pogacar bei Eurosport vor der 15. Etappe. Er sei um fünf Uhr morgens kontrolliert worden. «Ich gehe immer spät schlafen, aber es war trotzdem ein großer Schock», berichtete der 27-Jährige.

Pogacar hört Hip-Hop

«Ich hatte einen schönen langen Morgen, ich habe nicht mehr geschlafen. Ich habe gechillt und alte Eminem-Hits gehört. Und habe Kaffee getrunken», sagte er. «Es war definitiv nicht schön, mitten aus meinen süßen Träumen herausgerissen zu werden», sagte der Star mit einem Schmunzeln.

Pogacar wird als Träger des Gelben Trikots für den Gesamtführenden schon jeden Tag rund um die Etappe getestet. «Mir tut es auch leid für die Leute, die uns kontrollieren müssen, weil ich mir vorstellen kann, dass einige Fahrer aufgebracht und wütend werden. Aber es ist nicht deren Schuld», stellte er klar. Die Leute würden nur ihren Job erledigen.

Vingegaard: «Große Überraschung»

Auch sein Dauerrivale Jonas Vingegaard war betroffen. Die International Testing Agency (ITA) habe dem Dänen «nicht erlaubt, viel zu schlafen». «Ich habe gut geschlafen, aber dann hat jemand um zwei Uhr nachts an meiner Tür geklingelt. Das war eine große Überraschung für mich», sagte er ebenfalls am Mikrofon von Eurosport.

Im Gegensatz zu Pogacar reagierte Vingegaard etwas zerknirscht. «Es ist gut, dass sie testen, aber wenn es die Leistung beeinflusst und deinen Schlaf, dann denke ich nicht, dass es so gut ist. Hoffentlich bin ich am Ende nicht der Einzige, denn am Ende sollte es für jeden gleich sein. Es ist nicht so schön um zwei Uhr», sagte er. Es habe 40 Minuten gedauert, ehe er wieder im Bett war. 

Von 1998 bis 2009 hatten verschiedene Doping-Skandale im Radsport für massenhaft negative Schlagzeilen gesorgt. Auch durch die zuletzt starken Leistungen von Spitzenfahrern wie Pogacar begleiten Zweifel ständig die Sportart. Wie viele Radprofis insgesamt betroffen waren von der nächtlichen Aktion, war zunächst nicht klar.

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