Radprofi Max Kanter hat auf der Schlussetappe der Tour de France in Paris emotional den verpassten Prestigeerfolg bedauert. «Das ist natürlich bitter. Ich bin gerade ziemlich enttäuscht. Es ist meine erste Tour de France», sagte der 28-Jährige der ARD und schien den Tränen nahe. Er müsse das Positive mitnehmen.
Der Cottbuser, der aus deutscher Sicht bei der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt überraschte und unter den schwarz-rot-goldenen Sprintern den besten Eindruck hinterließ, musste sich auf den Champs-Élysées mit dem vierten Tagesrang zufriedengeben.
Um wenige Radlängen hatte er das Nachsehen gegen Tagessieger Mathieu van der Poel. Jasper Philipsen, der belgische Teamkollege des niederländischen Etappensiegers, wurde Zweiter. Mads Pedersen aus Dänemark belegte Rang drei.
«Ich werde weiter an mir arbeiten. Ich hoffe, dass ich in Zukunft stärker zurückkomme. Am Ende will man hier einen Etappensieg», sagte Kanter. Der Profi hatte sich bei den Sprint-Entscheidungen dieser Tour oft vorn gezeigt. Für den Etappensieg reichte es aber nicht, als er auf der fünften Etappe in Pau den Erfolg als Zweitplatzierter knapp verpasste.
Kanter habe sich laut Bundestrainer Jens Zemke «stark verkauft», wie der 59-Jährige der Deutschen Presse-Agentur vor der letzten Etappe in der französischen Hauptstadt gesagt hatte.
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