Sebastian Lindner
· 22.08.2026
Von Llanidloes nach Hay-on-Wye durch Wales wartete einmal mehr eine hügelige Etappe über 138 Kilometer, von denen etwa die letzten 17 flach waren. Die stellten sich als deutlich zu lang heraus für Lippert und Le Court, die zuvor an der letzten Bergwertung angriffen und ein Loch rissen, das von Wiebes und Co. aber wieder zugefahren wurde. So war der Massensprint schließlich unvermeidbar, das Resultat beinahe vorhersehbar.
„Mit drei Etappensiegen ist die Tour of Britain für uns bereits ein Erfolg. Jetzt streben wir natürlich einen Platz auf dem Gesamtpodium an”, sagte Wiebes, die den Gesamtsieg bereits zuvor abgehakt hatte. „Der ist außer Reichweite, aber wir kämpfen weiter und versuchen, morgen einen weiteren Etappensieg einzufahren.” 29 Sekunden hat die Sprintdominatorin Rückstand auf Le Court und ist damit Dritte. Auf Lippert fehlen ihr fünf Sekunden.
Auch alle anderen Wertungstrikot wechselten die Trägerinnen nicht: Wiebes behält die Führung in der Punktewertung, Lauren Dickson (FDJ United - SUEZ) steckt im Bergtrikot.
| RG | Fahrer | Zeit |
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Es liegen noch keine Ergebnisse vor
Die vorletzte Etappe der Rundfahrt begann durchaus ungewöhnlich. Im Trikot der besten Nachwuchsfahrerin versuchte es Fleur Moors (Lidl -Trek) mit einer frühen Solo-Attacke in dem Moment, als das Rennen eröffnet wurde. Die junge Belgierin fuhr sich schnell eine Minute heraus. In Juliana Londono (Team Picnic PostNL) und Alma Möller Rasmussen (Hitec Products-Fluid Control) versuchten sich mehrere Frauen in der Verfolgung, die aber scheiterten, die Lücke zur Spitze zu schließen.
Es waren nur noch 44 Kilometer bis ins Ziel, als Dilyxine Miermont (Team Picnic PostNL) und Alessia Vigilia (Uno-X Mobility) der Sprung nach vorn dann doch gelang. Das Trio hatte zu dem Zeitpunkt fast anderthalb Minuten Vorsprung, konnte den Abstand sogar noch etwas ausbauen.
Die zweite Bergwertung des Tages 28 Kilometer vor dem Ziel erreichten die Drei dann quasi als Spitze des übrig gebliebenen Feldes. Vor allem FDJ United - SUEZ hatte dafür gesorgt, dass der Zusammenschluss dann doch relativ schnell hergestellt wurde. Bis zur letzten Bergwertung, dem Clyro Hill, knapp zehn Kilometer später gab es eine kurze Atempause, ehe im 700 Meter langen Anstieg mit knapp sieben Prozent dann aber doch voll attackiert wurde.
Allen voran Lippert ging hier in die Offensive, nur Le Court konnte ihr folgen. Doch schon in der Abfahrt schaffte, angeführt von Wiebes, eine fünfköpfige Gruppe den Anschluss an die Spitze, wodurch das Tempo vorne komplett raus war und weitere Frauen von hinten auffuhren. Es kam zum erneuten Massensprint, bei dem die Dominatorin erneut nicht zu schlagen war.
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