Ducati, im Motorradbau und Motorradrennsport ein legendärer Name, hat seine neue Fahrradkollektion für 2027 vorgestellt. Die Modellreihe umfasst das Rennrad Monoscocca, das Gravelbike GraviaX sowie die beiden E-Enduro-Modelle DM-160 R und DM-170 RR. An der Entwicklung, Produktion und Vermarktung ist die Gruppo Zecchetto, zu der auch Marken wie DMT und Alé gehören, mit dem Hi-End-Carbonspezialisten Diamant Group beteiligt (nicht zu verwechseln mit der deutschen Fahrradmarke Diamant).
Für die Entwicklung der Straßen- und Gravelräder waren nach Angaben des Herstellers unter anderem die ehemaligen Radprofis Elia Viviani, Vincenzo Nibali und Alessandro Petacchi eingebunden.
Das Monoscocca richtet sich laut Hersteller an sportliche Fahrer, die nicht in erster Linie auf Rennen aus sind. Der Carbon-Monocoque-Rahmen wird im Einzelform-Laminierverfahren gefertigt. Sogenannte Kammtailprofile, deren Querschnitt aussieht, als würde man einem fallenden Wassertropfen die Verjüngung abschneiden, prägen das aerodynamische Design des Rahmens. Auch die integrierten Komponenten sollen den Luftwiderstand verringern. Gleichzeitig soll der Rahmen ausreichend Stabilität für hohe Geschwindigkeiten und präzises Kurvenfahren bieten.
Die Geometrie beschreibt Ducati als allroundorientiert. In Größe M beträgt das Stack-to-Reach-Verhältnis 1,42. Der Lenkwinkel liegt bei 72,3 Grad, der Nachlauf bei 59 Millimetern. Daraus ergibt sich auf dem Papier eine sportliche Sitzposition mit direktem Handling, ohne die extrem gestreckte Ausrichtung eines reinen Wettkampfrenners. Reifen bis 32 Millimeter Breite passen in Rahmen und Gabel und bieten in gewissen Grenzen Reserven für eine etwas komfortablere Abstimmung und unterschiedliche Straßenbeläge.
Das Monoscocca wird in fünf Größen von XS bis XL angeboten. Neben dem Rahmen-Set sind zwei DKomplettversionen vorgesehen:
| Modell | Ausstattung | Gewicht laut Hersteller |
| Monoscocca R | Komponenten: Shimano Ultegra Di2, Laufräder: Vision SC 45, Reifen: Continental GP S TR, 30 mm | 7,85 kg in Größe M |
| Monoscocca RR | Komponenten: Shimano Dura-Ace Di2, Laufräder: Vision Metron 45 RS, Reifen: Continental GP 5000 S TR, 30 mm | 7,18 kg in Größe M |
Die Preise liegen bei 8590 Euro für das Monoscocca R und 12990 Euro für das Monoscocca RR.
Mit dem GraviaX ergänzt Ducati das Programm um ein Gravelbike, das Rennrad-Charakter mit Langstrecken- und Offroad-Tauglichkeit verbinden soll. Auch hier bildet ein Carbon-Monocoque-Rahmen die Basis. Die Ausrichtung ist sportlich, soll aber nicht zu kompromisslos ausfallen.
Das Stack-to-Reach-Verhältnis beträgt in Größe M 1,46 und fällt damit etwas aufrechter aus als beim Monoscocca. Ein Lenkwinkel von 71 Grad und ein Nachlauf von 64 Millimetern zielen auf mehr Laufruhe und Kontrolle auf losem Untergrund. Die Kettenstreben messen 427 Millimeter. Ducati kombiniert den kompakten Hinterbau mit einer nach vorn versetzten Sitzrohrposition, um Reifenfreiheit zu schaffen.
Bis zu 50 Millimeter breite Reifen passen laut Hersteller in den Rahmen, bei Zweifach-Antrieben sind es maximal 45 Millimeter. Damit ist das GraviaX für unterschiedliche Zwecke einsetzbar, von schnellen Schotterrunden bis zu längeren Touren auf wechselnden Untergründen. Optional ist eine Sattelstütze mit 18 Millimetern Versatz vorgesehen, die eine etwas entspanntere Sitzposition ermöglichen soll.
Für Bikepacking und Mehrtagestouren besitzt der Rahmen Befestigungspunkte für Taschen und Zubehör. Ein integrierter Werkzeughalter im Unterrohr gehört ebenfalls zur Ausstattung. Das RAd lässt sich laut Ducati mit elektronischen oder mechanischen Schaltgruppen aufbauen.
Die Komplettversion GraviaX R wird mit SRAM Force XPLR AXS, Ducati-G-Line-Carbonlaufrädern und Continental-Terra-Reifen in 700x45C ausgeliefert. Die Laufräder haben eine Felgenhöhe von 42 Millimetern und eine Innenweite von 25 Millimetern. Das Gewicht gibt Ducati mit 8,2 Kilogramm in Größe M ohne Pedale an, der Preis liegt bei 5990 Euro.

Herausgeber
Diskutieren Sie mit – fair, sachlich und respektvoll. Es gilt unsere Netiquette.