Wer auf grobem Schotter unterwegs ist, kennt die Schläge am Lenker. Breite Reifen können einiges abfangen, doch bei schnellen, harten Treffern bleibt die Starrgabel eine direkte Verbindung zum Untergrund. Dem Dauer-Beschuss von unten stellt DT Swiss zwei Luftfedergabeln für Gravelbikes entgegen: die F 132 und die F 132 One. Beide Modelle sind nun auch einzeln erhältlich, nicht nur als Teil eines Komplettrads wie etwa im Canyon Gail Rift.
Federung am Gravelbike ist nicht neu. Und die F 132 ist es im Prinzip auch nicht, denn man kennt die Gabel bereits aus Canyons Grail Rift. Doch nun gibt es die F 132 in unterschiedlichen Ausführungen als Nachrüstgabel: mit 45, 50 oder 56 Millimetern Gabelvorbiegung, mit Lockout und einstellbarer Zugstufendämpfung, und als günstiges abgespecktes Modell.
Der Federweg beträgt jeweils 40 Millimeter. Per Dämpferpumpe lässt sich die Luftfeder mit entsprechendem Sag auf das Fahrergewicht einstellen. Unterschiede gibt es bei der Dämpfung: In der F 132 arbeitet das Openflow-System mit kontinuierlichem Ölfluss. Es gibt weder einen Lockout noch eine einstellbare Zugstufe. Wer eine Gabel sucht, die ohne Eingriff während der Fahrt federt, findet hier das einfachere Konzept.
Die F 132 One bietet mehr Einstellmöglichkeiten. Ihre sogenannte Plaingain-Dämpfung erlaubt eine Zugstufenverstellung in neun Klicks. Dazu kommt Pushcontrol: Mit einem Hebel am Lenker lässt sich zwischen offenem und blockiertem Modus wechseln. Auf glattem Untergrund kann die Gabel so gesperrt, vor einer ruppigen Passage wieder geöffnet werden. Laut DT Swiss ist der Hebel aus verschiedenen Griffpositionen erreichbar.
Für den Einbau sind nicht nur Federweg und Bedienung relevant. Beide Modelle haben eine Einbauhöhe von 435 Millimetern und sind mit 45, 50 oder 56 Millimetern Gabelvorbiegung erhältlich. Da der Nachlauf das Lenkverhalten beeinflusst, sollte das richtige Maß mit der ursprünglichen Seriengabel übereinstimmen oder mit dem Hersteller des Komplettbikes abgesprochen werden. Geeignet sind die neue DT-Gabeln für 700C-Laufräder und Reifen bis 50 Millimeter Breite. Sie kommen mit 12×100-Millimeter-Steckachse und Flatmount-Bremsaufnahmen für 160- oder 180-Millimeter-Scheiben.
Für Bikepacking lassen sich an beiden Gabeln optionale Adapter mit je drei Befestigungspunkten montieren. DT Swiss gibt dafür maximal drei Kilogramm Zuladung pro Seite an. Beide Modelle sind laut Hersteller auch für E-Bikes freigegeben; das empfohlene maximale Systemgewicht liegt bei 130 Kilogramm. Ein kleiner Service wird nach 150 Betriebsstunden oder einem Jahr empfohlen, ein vollständiger nach 500 Stunden oder zwei Jahren. Unter besonders harten Einsatzbedingungen können kürzere Intervalle nötig sein.

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