Sebastian Lindner
· 28.08.2026
Die Vuelta ist zurück an der Mittelmeerküste. Direkt an der See in Puçol etwas nördlich von Valencia wird die 8. Etappe starten - enden dann 171 Kilometer später in Xeraco südlich der drittgrößten spanischen Stadt. Doch weder Valencia werden die Profis sehen, noch besonders viel Wasser. Denn die Strecke verabschiedet sich schon kurz nach dem Start ins Hinterland und macht einen Bogen um die Großstadt. Direkt am Meer ist sie dann auch erst wieder im absoluten Finale.
Dafür aber wird der Tag einer der leichtesten. Weniger als 1300 Höhenmeter gibt es nur in den Zeitfahren und auf der 17. Etappe nach Sevilla. Einzige größere Herausforderung ist knapp 30 Kilometer vor dem Ziel der Puerto de Barx (3. Kategorie), der auf 4,7 Kilometern 5,6 Prozent Steigung mit sich bringt. Nach der Bergwertung ist der höchste Punkt noch nicht erreicht, allerdings hält sich die Steigung in Grenzen. Nach einer Abfahrt sind die letzten rund 17 Kilometer flach. Die Zielgerade ist gut 1000 Meter lang.
Die Etappe erinnert in ihrem Aufbau doch sehr an die 5., als ein steiler Hügel in Finalnähe ein paar der Sprinter aus dem Rennen nahm, aber einen Massensprint dennoch nicht verhindern konnte. Das lag allerdings auch daran, dass es am Anstieg relativ ruhig zuging und keinesfalls volles Tempo gefahren wurde.
Was dafürsprechen könnte, dass es dieses Mal anders läuft, ist die klare Überlegenheit von Matthew Brennan (Team Visma | Lease a Bike). Es wird kaum Sprinter geben, die sich ernsthaft eine Chance gegen den 21-Jährigen Briten ausrechnen. Mads Pedersen (Lidl - Trek) ist weit weg von seiner Tour-de-France-Form, Kaden Groves (Alpecin - Premier Tech) kann schon in der gesamten Saison nicht an sein Vorjahr anknüpfen. Und dann bleibt schon fast nur noch Jordi Meeus (Red Bull - BORA - hansgrohe), der sich aber ohnehin als Einzelkämpfer durchschlagen muss, weil der Fokus auf der Gesamtwertung liegt.
Da sich also abgesehen von Visma kaum ein Team einen Massensprint wünscht, könnte es dieses Mal am Berg etwas mehr Action geben. Allerdings ist der Anstieg dieses Mal nicht ganz so steil, es dürfte also noch schwieriger werden, den bergfesten Brennan dort in Bredouille zu bringen.
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