Sebastian Lindner
· 26.08.2026
Am fünften Tag der Rundfahrt erreichte das Rennen erstmals spanischen Boden. 174 Kilometer von Falset nach Roquetes durch Katalonien standen auf dem Programm und waren nicht zwingend für einen Massensprint prädestiniert, da eine Bergwertung mit zweistelligen Steigungsprozenten 25 Kilometer vor dem Ziel durchaus das Potenzial gehabt hätte, das Feld stärker auszudünnen. Letztlich kamen aber fast 90 Fahrer zeitgleich ins Ziel. Und in Mads Pedersen (Lidl - Trek) oder Kaden Groves (Alpecin - Premier Tech) fehlten einige große Sprinternamen.
Dabei hatte UAE das Feld am an der Bergwertung stets kontrolliert und kein überhartes Tempo angeschlagen, Attacken blieben komplett aus. Für Brennan war das keine Hürde. “Ich sehe mich schon als Sprinter, kann aber auch ein bisschen klettern. Deswegen ist Terrain wie dieses bestens für mich geeignet”, sagte der 21-Jährige, der im Finale wie schon bei seinem ersten Sieg auf der 2. Etappe von seinen Teamkollegen Wout van Aert und Christophe Laporte mustergültig in Szene gesetzt wurde. “Ich hatte einen großartigen Support, alles lief wie geplant und ich bin dankbar dafür, dass ich es so zu Ende bringen konnte. In der letzten Kurve habe ich mein Hinterrad kurz verloren, aber es ging ja doch alles gut.”
Auf die Gesamtwertung hatte der Tag keinen Einfluss. Die Top 15 sind unverändert, an der Spitze stehen mit Tadej Pogacar (UAE Team Emirates - XRG) und Primoz Roglic (Red Bull - BORA - hansgrohe) zwei Slowenen, die beide aber schon fast dreieinhalb Minuten voneinander getrennt sind. Auch in der Punktewertung muss Brennan weiterhin hinter Pogacar zurückstecken, obwohl beide bei zwei Etappensiegen stehen und damit bislang die einzigen Sieger dieser Rundfahrt sind. Pogacar führt dazu ebenfalls die Punktewertung an. In der Nachwuchswertung hat Oscar Onley (Netcompany INEOS) weiter die Nase vorn.
| RG | Fahrer | Zeit |
|---|---|---|
| 1 | Team Visma | Lease a Bike | 03:47:02 |
| 2 | Red Bull - BORA - hansgrohe | +00:00:00 |
| 3 | EF Education - EasyPost | +00:00:00 |
| 4 | XDS Astana Team | +00:00:00 |
| 5 | Netcompany INEOS | +00:00:00 |
| 6 | Movistar Team | +00:00:00 |
Fünf frühe Ausreißer bestimmten den ersten Teil des Tages. Walter Calzoni (Pinarello Q36.5 Pro Cycling Team), Fredrik Dversnes (Uno-X Mobility), Mattia Gaffuro (Team Picnic PostNL), Diego Uriarte (Equipo Kern Pharma) sowie Stefan Küng (Tudor Pro Cycling Team) machten sich früh auf den Weg. Während der Schweizer nach einem Defekt relativ schnell wieder zurückfiel, ging der Versuch der übrigen Vier aber auch nicht allzu weit.
99 Kilometer vor dem Ziel wurden sie bereits wieder zurückgeholt, denn der Wind sorgte für Unruhe, weshalb das Feld ohnehin nur wenig Vorsprung zugelassen hatte. Kurz darauf teilte sich das Feld auf der Windkante, doch auch hier lief alles schnell wieder zusammen. Anschließend war es einmal mehr Ethan Hayter (Soudal Quick-Step), der es mit einem Solo versuchte. Sein Ziel war der Zwischensprint, an dem er sich die Punkte sicherte und daraufhin wieder zurückfallen ließ.
Bis dato war das Terrain relativ flach. Danach standen einige Wellen an. An der ersten davon versuchte es Andreas Kron (Uno-X Mobility) mit einer Attacke. Der Däne brachte es nochmal auf 40 Sekunden Vorsprung, doch unmittelbar am Fuß der Bergwertung (3. Kategorie) wurde er wieder gestellt. 29 Kilometer waren es da noch bis ins Ziel.
An der teilweise mit zweistelligen Steigungsprozenten ausgestatteten Bergwertung gab es zwar keine Attacken. UAE kontrollierte das Feld. Hinten mussten dennoch eigentlich bergfeste Sprinter wie Pedersen oder Groves abreißen lassen. Erst nach der Bergwertung versuchte es Xabier Mikel Azpaaren (Pinarello Q36.5 Pro Cycling Team) mit einem Vorstoß, der vom Feld, angeführt von Visma, aber neutralisert wurde.
Weitere Attacken gab es bis ins Ziel nicht mehr, sodass die Entscheidung im Massensprint fiel. Dort schaffte es Meeus im Windschatten von Brennan nicht am Hinterrad des jungen Briten vorbei.
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