Vuelta a España 2026 - 4. EtappePogacar fackelt nicht lange: 50-Kilometer-Solo zum Sieg

Sebastian Lindner

 · 25.08.2026

Vuelta a España 2026 - 4. Etappe: Pogacar fackelt nicht lange: 50-Kilometer-Solo zum SiegFoto: Getty Images / Tim de Waele
Tadej Pogacar hat die 4. Etappe der Vuelta 2026 durch Andorra gewonnen.
Tadej Pogacar (UAE Team Emirates - XRG) hat die 4. Etappe der Vuelta 2026 gewonnen. Der Slowene ging bereits am zweiten Anstieg des Berges in die Offensive und fuhr mit 50 Kilometern fast die Hälfte des Teilstücks allein. Bei seinem zweiten Etappensieg der Rundfahrt siegte er mit 2:39 Minuten Vorsprung auf eine Verfolgergruppe, aus der heraus Jarno Widar (Lotto Intermarché) vor Felix Gall (Decathlon CMA CGM) auf Rang zwei sprintete.

Auf der nur 104 Kilometer langen Etappe griff Pogacar bereits 50 Kilometer vor dem Ziel an und legte damit das längste Solo hin, dass er je bei einer Grand Tour gefahren ist. Dass es in Andorra passierte, machte das Bild rund: Hier gewann Pogacar vor sieben Jahren seine erste Etappe bei einer der drei großen Landesrundfahrten. Mittlerweile steht er bei 37 - und 129 Siegen insgesamt. “Damals hätte ich nicht gedacht, dass sich meine Karriere derart entwickeln würde”, sagte Pogacar nach dem Rennen. “Heute musste ich schon so früh angreifen, weil ich nicht isoliert sein wollte. Das Tempo war schon am ersten Anstieg sehr hoch und auch in den zweiten ging es super schnell. Als Jay (Vine) mich dann vorbeiließ, wusste ich, dass ich jetzt gehen muss, weil sonst alle anderen gegen mich gefahren wären.”

Während der 27-Jährige einmal mehr sein eigenes Rennen fuhr und auf den neuen Gesamtzweiten Primoz Roglic (Red Bull - BORA - hansgrohe) schon 3:21 Minuten Vorsprung hat, blieb es dahinter spannend. Hinter dem Dominator organisierte sich eine Gruppe, aus der höchstwahrscheinlich der Großteil der finalen Top 10 stammen wird. Neben Gall, Altmeister Roglic und Youngster Widar gehörte dazu auch Enric Mas (Movistar Team), der aktuell Dritter der Gesamtwertung ist. Zwischen Roglic als zweiten und Jay Vine (UAE Team Emirates - XRG) auf Platz zehn liegt weniger als eine Minute.

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Deutlich klarer sieht es bei der Verteilung der Wertungstrikots aus. Bis auf das des besten Nachwuchsfahrers, indem Oscar Onley (Netcompany INEOS) steckt, gehören alle anderen Pogacar.

Vuelta a España 2026 - Ergebnisse der 4. Etappe


2026:

Etappe 4: Andorra la Vella - Andorra la Vella

25.08.2026 | 104.8 km
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So lief die 4. Etappe der Spanienrundfahrt 2026

Das Profil der 4. Etappe der VueltaFoto: UnipublicDas Profil der 4. Etappe der Vuelta

Mit Kilometer 0 führte die 4. Etappe der Vuelta bergauf. Und genauso früh wurde attackiert. Es brauchte allerdings mehrere Versuche, ehe sich eine Gruppe absetzen konnte. Die hatte es zumindest aber in sich. Auf halbem Weg der 24 Kilometer langen Steigung zum Port d’Envalira (1. Kategorie). 16 Fahrer um die beiden Visma-Profis Wout van Aert und Matthew Brennan, Georg Steinhauser (EF Education - EasyPost), Finn Fisher-Black (Red Bull - BORA - hansgrohe) und Pablo Castrillo (Movistar Team) fuhren sich relativ schnell eine Minute Vorsprung heraus.

Mehr ließ das von Decathlon angeführte Feld am Tag nach dem Hagel-Abbruch bei optimalen Radsport-Bedingungen allerdings nicht zu. Dazu kam, dass sich die Ausreißer auch schnell selbst dezimierten. Mit Minimalvorsprung kamen noch acht Profis vor dem Feld über die Bergwertung. Lorenzo Fortunato (XDS Astana Team) sicherte sich zehn Punkte vor Paul Double (Team Jayco AlUla), in der Abfahrt wurden aber auch sie wieder gestellt.

In den im Schnitt 8,5 Prozent steilen Collada de Beixalis (1. Kategorie), der gleich zu Beginn mit 16 Prozent aufwartete, ging dann UAE von der Spitze. Es war bereits die Vorbereitung für die Pogacar-Attacke. Der Slowene verschärfte 50 Kilometer vor dem Ziel das Tempo. Nur Gall ging anfangs mit, überlegte es sich dann aber doch schnell anders.

Gall bleibt angriffslustig

Gall fand sich schnell in einer zwölfköpfigen Verfolgergruppe wieder, in der auch Roglic, Mathias Skjelmose (Lidl - Trek), Richard Carapaz (EF Education - EasyPost) und Onley steckten. Auch Marco Brenner (Tudor Pro Cycling Team) kam vor dem Gipfel wieder zurück.

Oben hatte Pogacar gut anderthalb Minuten Vorsprung auf die Verfolger. In der Abfahrt packte er nochmal 30 Sekunden drauf. 35 Kilometer vor dem Ziel ging er so in den Coll d’Ordino, den dritten Kategorie-1-Anstieg des Tages. Während Pogacar sein Programm abspulte, erhöhte Decathlon hinten wieder das Tempo. Gall blies kurz darauf wieder zur Attacke. Onley hängte sich an sein Hinterrad.

Später stieß Roglic noch zu dem Duo dazu, Mas und Sepp Kuss (Team Visma | Lease a Bike) gelang das ebenfalls. Das Quintett hing mit 30 Sekunden Vorsprung auf die weiteren Verfolger um Skjelmose und Carapaz an der Bergwertung knapp drei Minuten hinter Pogacar.

Carapaz und Skjelmose kommen erst zurück und werden erneut abgehängt

In der langen Abfahrt vom Ordino schlossen Carapaz, Skjelmose und Widar sowie Gall-Helfer Gregor Mühlberger wieder zur Gruppe davor auf. So gingen neun Fahrer gemeinsam in den letzten Anstieg, den Alto de la Comella (3. Kategorie), wobei Skjelmose jedoch früh passen musste. Pogacar unterdessen ließ es ruhig angehen, verlor wieder ein paar Sekunden seines Vorsprungs. Auch Carapaz schaffte es nicht mit dem Rest der Gruppe nach oben.

In der finalen Abfahrt ließ Pogacar ebenfalls nichts mehr anbrennen. Knapp drei Minuten hinter ihm sprinteten die Verfolger um Rang zwei und ein paar Bonussekunden. Den sicherte sich Widar vor Gall.

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