Nachdem der Beginn der Etappe entlang der französischen Mittelmeerküste eher noch als heiß einzustufen war, zog sich der Himmel immer weiter zu, je näher die Pyrenäen kamen. Auf den letzten Kilometern hinauf zur ersten Bergwertung des Tages setzte dann zunächst starker Regen ein, ehe mit zunehmender Höhe auch zentimetergroße Hagelkörner fielen.
Bereits abgehängte Fahrer begannen bereits damit, sich selbständig am Straßenrand um einen sicheren Unterschlupf zu bemühen, während vorne noch Rennen gefahren wurde. Die beiden Ausreißer Mats Wenzel (Equipo Kern Pharma) und Lorenzo Fortunato (XDS Astana Team) bissen sich zunächst weiter durch. An der Spitze des Hauptfeldes schüttelte Tadej Pogacar (UAE Team - Emirates -XRG) den Kopf und bedeutete der Gruppe, das Tempo zu drosseln und anzuhalten. Viele Profis fanden in einem Hotel Unterschlupf.
Ohne Etappenwertung bleibt der Endstand des zweiten Tages die Ausgangsposition für die 4. Etappe. Pogacar führt in der Gesamtwertung weiter mit neun Sekunden vor Wout van Aert (Team Visma | Lease a Bike). Der Slowene steht auch an der Spitze der Punktewertung. Im Bergtrikot steckt Koen Bouwman (Team Jayco AlUla), bester Nachwuchsprofi ist Matthew Brennan (Team Visma | Lease a Bike).
| RG | Fahrer | Zeit |
|---|---|---|
| 991 | Lidl - Trek | 0 |
Sechs Fahrer nutzten gleich die erste Attacke des Tages, um sich vom Feld abzusetzen. Erneut dabei war Ethan Hayter (Soudal Quick-Step), der schon tags zuvor in der Flucht war. Mit ihm waren Wenzel, Magnus Cort (Uno-X Mobility), Olivier Le Gac (Groupama - FDJ United), TImo Roosen (Team Picnic PostNL) und Asbjörn Hellemose (Team Jayco AlUla) unterwegs. Der Vorsprung pendelte lange Zeit zwischen zweieinhalb und drei Minuten.
In der Anfahrt auf die Pyrenäen wurde es im Feld plötzlich hektisch, denn es bildeten sich Windstaffeln. Für einige Kilometer gegen Mitte des Rennens war das Feld in zwei Teile getrennt, doch bevor es ins Finale ging, lief alles wieder zusmamen.
29 Kilometer vor dem Ziel, der Anstieg zum Col du Mont-Louis (1. Kategorie) hatte bereits begonnen, war der Abstand der Ausreißer auf eine knappe halbe Minute geschrumpft. Daraufhin beschleunigten Cort, Hellemose und Wenzel und ließen ihre Mitsteiter stehen. Für kurze Zeit wuchs der Vorsprung zwar nochmal an, dennoch war die grundsätzliche Tendenz klar.
24 Kilometer vor dem Ziel musste auch Hellemose reißen lassen. Gleichzeitig setzte heftiger Regen ein. Auch Cort konnte einige Momente später nicht mehr mit Wenzel mitfahren. Stattdessen wurde der Rest der Ausreißer wieder eingeholt. Derweil attackierte aus dem Feld heraus Fortunato, der kurz vor der Wertung zum Luxemburger aufschloss.
Dann begann es schwer zu Hageln. Nachdem erste abgehängte Fahrer von sich aus an den Rand fuhren und Unterschlupf suchten, wurde das Rennen dann auch neutralisiert. Die Profis suchten Unterschlupf in einem Hotel. Daraufhin wurde entschied sich die Jury für den Abbruch des Rennens.
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