Zahlen und RekordeDie Tour de France Femmes 2026

Leon Weidner

 · 05.08.2026

Zahlen und Rekorde: Die Tour de France Femmes 2026Foto: Getty Images/Billy Ceusters
Die Tour de France Femmes 2026 in Zahlen und Rekorden
​Die Tour de France Femmes 2026 überzeugt mit neun Etappen, 1174,7 Kilometern und dem Mont Ventoux als Höhepunkt. Ein Blick auf die wichtigsten Zahlen zeigt jedoch auch, wo noch Luft nach oben bleibt.

Themen in diesem Artikel

Die Tour de France Femmes avec Zwift 2026 bietet vom 1. bis 9. August neun Renntage, 21 Teams und ein vielseitiges Streckenprofil. Das Starterfeld umfasst 147 Fahrerinnen, die insgesamt 1.174,7 Kilometer und 18.775 Höhenmeter bewältigen müssen.

Die wichtigsten Zahlen der fünften Ausgabe zeigen: Die Tour de France Femmes entwickelt sich zu einem modernen Hochleistungsrennen mit unterschiedlichen Anforderungen an die Fahrerinnen. Schaut man auf weitere Zahlen, sieht man jedoch schnell, dass es noch Luft nach oben gibt.

Tour de France Femmes: Die wichtigsten Zahlen im Überblick

Renntage9
Teams21
Fahrerinnen147
Gesamtdistanz1174,7 Kilometer
Gesamter Anstieg18.775 Höhenmeter
Schweizer Kantone beim Grand Départ4
Französische Départements12
Kategorisierte Anstiege39
Höchster PunktMont Ventoux, 1910 Meter
Längste Etappe171,9 Kilometer

Das Feld und die Teamgröße

Das Starterfeld der Tour de France Femmes besteht aus 21 Teams mit jeweils sieben Fahrerinnen. Damit gehen 147 Athletinnen an den Start. Die Teamgröße macht die Mannschaftsarbeit zu einem wichtigen Faktor, insbesondere in den langen Übergangsetappen und bei der Kontrolle des Rennens. Die kompakte Teamgröße (bei den Männern sind es acht Fahrer pro Team) erhöht zugleich die Bedeutung taktischer Entscheidungen. Jeder Ausfall und jeder Energieverlust kann sich im Verlauf der Rundfahrt bemerkbar machen.

Meistgelesen

1

2

3

4

5

1174,7 Kilometer an neun Tagen

Die Strecke führt über 1174,7 Kilometer. Im Durchschnitt sind das knapp 130,5 Kilometer pro Etappe. Die tatsächliche Belastung während der Tour de France Femmes unterscheidet sich jedoch deutlich, weil die Etappen verschiedene Renncharaktere haben und eben nicht alle gleich lang sind.

Die längste Etappe ist der achte Tagesabschnitt von Sisteron nach Nizza. Sie misst 171,9 Kilometer. Die kürzeste Prüfung ist das 21 Kilometer lange Einzelzeitfahren der vierten Etappe. Das Streckenprofil ist ausgewogen, aber keineswegs leicht. Die Organisation teilt die neun Etappen in folgende Kategorien ein:

  • Drei Flachetappen
  • Drei hügelige Etappen
  • Zwei Bergetappen
  • Ein Einzelzeitfahren

Damit ist die Tour de France Femmes nicht auf einen einzigen Fahrertyp zugeschnitten. Sprinterinnen können an den flacheren Tagen um Etappensiege kämpfen, während die Gesamtwertung durch das Zeitfahren und die beiden Bergprüfungen entschieden wird. Die hügeligen Etappen sind besonders wichtig für offensive Fahrerinnen. Was sich jedoch viele Fans gewünscht haben ist nicht in Erfüllung gegangen. Es gab im Vergleich zum vergangenen Jahr keine Erweiterung der Etappenanzahl. Beim aktuellen Aufschwung des Frauenradsports wirkt das fast schon absurd, hier hat die A.S.O. ganz klar einen wichtigen Schritt verschlafen.

39 klassifizierte Anstiege und Bergankünfte

Auf der Strecke liegen insgesamt 39 Pässe, Anstiege oder Bergankünfte. Sie werden nach den bekannten Kategorien eingestuft:

  • Ein Anstieg der Hors-Catégorie
  • Zwei Anstiege der ersten Kategorie
  • Zehn Anstiege der zweiten Kategorie
  • Zwölf Anstiege der dritten Kategorie
  • 14 Anstiege der vierten Kategorie

Die Bergwertung wird dadurch über die gesamte Rundfahrt verteilt. Das gepunktete Trikot wird nicht erst am Mont Ventoux entschieden, sondern kann bereits in den frühen hügeligen Etappen eine wichtige Grundlage erhalten.

Mont Ventoux: höchster Punkt der Tour de France

Der sportliche Höhepunkt ist die siebte Etappe mit Ziel am Mont Ventoux. Der berühmte „Géant de Provence“ ist mit 1910 Metern der höchste Punkt der Tour de France Femmes 2026. Die Etappe weist 3565 Höhenmeter auf und ist damit die anspruchsvollste Prüfung der Rundfahrt nach dem positiven Höhenmeterprofil. Für die Gesamtwertung ist dieser Tag von besonderer Bedeutung: Lange Anstiege lassen sich nur schwer taktisch kaschieren, und die Abstände zwischen den Favoritinnen können schnell wachsen.

TV-Übertragung und Reichweiten

Die Veranstalter brüsten sich mit der Übertragung auf fünf Kontinenten und in insgesamt 190 Länder. Im vergangenen Jahr gab es allein in Frankreich 24 Millionen Personen, die die Tour de France Femmes verfolgten. In kleinem Text geschrieben steht dann aber auch: 2 Stunden und 30 Minuten Liveübertragung pro Etappe. Zack! Das muss man erstmal verdauen. Eine Frage drängt sich da bei mir auf: Warum? Was soll das? Die Technik und das Material für eine Übertragung der gesamten Etappen sind vorhanden. Warum wird also nur ein Teil der Etappen gezeigt?

Genug gemeckert. Die Entwicklung der Tour de France Femmes und des gesamten Frauenradsports ist definitiv sehr positiv zu bewerten. Die Veranstalter der großen Rennen müssen jetzt nur noch komplett mitziehen, dann kann die Entwicklung weiterhin so rasant nach oben zeigen, wie in den vergangenen Jahren.

Artikel teilen:
Kommentare

Diskutieren Sie mit – fair, sachlich und respektvoll. Es gilt unsere Netiquette.

Leon Weidner

Leon Weidner

Redakteur

Leon Philip Weidner ist Kölner, verfolgt den Profi-Radsport intensiv und ist selbst leidenschaftlich auf dem Rennrad unterwegs. Neben langen Kilometern im Sattel des Straßenrads sitzt er auch regelmäßig auf dem Zeitfahrrad – stets mit dem nächsten Triathlon im Blick. Seine Expertise verbindet sportliche Praxis mit Szenewissen.

Meistgelesen in der Rubrik Profi - Radsport

Shorts