Die 147 Kilometer lange Etappe von La Voulte-sur-Rhône zum Mont Ventoux führt durch das Massiv der Dentelles de Montmirail – eine Region, die aktuell als besonders waldbrandgefährdet gilt. Die Behörden haben ASO deshalb aufgefordert, eine Alternative zu prüfen, die dieses Gebiet umgeht.
Statt über die Dentelles de Montmirail und den Col de la Madeleine würde das Feld von Beaumes-de-Venise aus über Saint-Hippolyte-le-Graveyron, Caromb, Modène, Saint-Pierre-de-Vassols und Crillon-le-Brave zum Mont Ventoux fahren. Damit entfiele auch der Col de Suzette (Kat. 2), etwa 20 Kilometer vor dem Schlussanstieg.
Wichtig: Das Ziel auf dem Mont Ventoux selbst steht nicht zur Debatte – nur die Anfahrt könnte sich ändern. Laut Präfektur kommt die Alternativroute nur zum Einsatz, falls die Waldbrandgefahr am Renntag als "extrem" eingestuft wird. Die Entscheidung fällt bei einer Lagebesprechung am Dienstag, 4. August – drei Tage vor der Etappe.
Waldbrände hatten bereits die Streckenplanung der Tour de France der Männer durcheinandergebracht: Wegen der schweren Brände bei Bordeaux wurde die 21. und letzte Etappe kurzfristig von 133 auf 89 Kilometer verkürzt und komplett nach Paris verlegt, weil das Innenministerium Sicherheitskräfte für die Brandbekämpfung abziehen musste.
Wegen anhaltender Waldbrandgefahr in Südfrankreich hat die Präfektur Vaucluse (die zuständige Bezirksbehörde) die Organisatoren gebeten, für Etappe 7 zum Mont Ventoux eine Ausweichroute vorzubereiten.
Die Brandgefahr ist in diesem Sommer kein Einzelfall: Das Auswärtige Amt warnt seit Juli generell vor erhöhter Wald- und Buschbrandgefahr in Südfrankreich, insbesondere für Camping- und Übernachtungsplätze nahe ausgetrockneter Vegetation. Eine generelle Reisewarnung für Frankreich besteht bislang nicht.
Update folgt: Die endgültige Entscheidung zur Streckenführung von Etappe 7 wird am 4. August erwartet.

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