Tour de France 2026Sprintwertung - Das sind die endschnellsten Männer

Leon Weidner

 · 21.06.2026

Tour de France 2026: Sprintwertung - Das sind die endschnellsten MännerFoto: Getty Images/Tim de Waele
Biniam Girmay ist einer der vielseitigen Sprinter bei der Tour de France, für den ein Finale auch gerne mal bergauf gehen darf
Wer holt sich bei der Tour de France das Grüne Trikot? Im Duell der schnellsten Männer geht es längst nicht mehr nur um reine Endgeschwindigkeit: Schnelligkeit, Vielseitigkeit, Ausdauer und das Überstehen der schweren Bergetappen entscheiden über die Punktewertung.

Auch im Kampf um das Grüne Trikot verspricht die Tour de France 2026 wieder ein spannendes Duell der besten Sprinter der Welt. Neben reiner Endgeschwindigkeit wird dabei vor allem Vielseitigkeit entscheidend sein, denn wer die Punktewertung gewinnen will, muss nicht nur Etappen gewinnen, sondern auch die schweren Tage im Hochgebirge überstehen. Reine Sprinter gibt es bei der Frankreich-Rundfahrt daher immer weniger, das Profil des Sprint-Allrounders setzt sich immer weiter durch. Hier sind die Kandidaten der Sprintwertung.

Tour de France: Die Favoriten der Sprintwertung

Jasper Philipsen zählt erneut zu den wichtigsten Namen. Der Belgier hat in den vergangenen Jahren eindrucksvoll bewiesen, dass er zu den besten Sprintern im Peloton gehört und bereits zahlreiche Etappensiege, sowie das Grüne Trikot bei der Tour gesammelt. Trotz des frühen Ausfalls im letzten Jahr bringt er diesmal wieder die ideale Mischung aus Tempo und Ausdauer mit. Gerade seine Fähigkeit, auch über anspruchsvolle Etappen hinweg konkurrenzfähig zu bleiben, macht ihn zum heißesten Anwärter auf das Grüne Trikot.

Mit Olav Kooij betritt ein weiterer Top-Sprinter die Tour-de-France-Bühne, auch wenn hinter ihm einige Fragezeichen stehen. Der Niederländer gibt sein Debüt und musste sich im Vorfeld mit hartnäckigen Verletzungsproblemen auseinandersetzen. In Bestform gehört er jedoch zu den schnellsten Fahrern im Feld und kann es mit Philipsen aufnehmen oder ihn sogar schlagen. Entscheidend wird sein, wie gut er die Belastungen über drei Wochen verkraftet und ob er schnell genug in seinen Rhythmus findet.

Biniam Girmay bringt ebenfalls beste Voraussetzungen mit. Der Eritreer hat bereits gezeigt, dass er eine Grand Tour prägen kann, auch wenn das vergangene Jahr nicht nach seinen Vorstellungen verlief. Nach seinem Teamwechsel zum NSN Cycling Team zeigt seine Formkurve wieder nach oben, was ihn zurück in den Kreis der Favoriten bringt. Besonders entgegenkommen dürften ihm anspruchsvollere Sprintankünfte, bei denen eine leichte Steigung im Finale den Unterschied macht. Diese sucht man bei der diesjährigen Tour jedoch fast vergebens, weshalb der Kampf um das Grüne Trikot schwierig wird. Die Ankunft in Paris könnte ihm mit dem deutlich schärferen Finale über den Montmartre jedoch liegen.

Mit Tim Merlier ist einer der besten Sprinter der Welt für die Tour de France wieder rechtzeitig fit geworden. Der Belgier zählt zwar grundsätzlich zur absoluten Weltspitze, kommt jedoch genau wie Kooij aus einer längeren Verletzungspause zurück. Seine aktuelle Form ist daher noch schwer einzuschätzen. Sollte er rechtzeitig zur Tour an sein früheres Niveau anknüpfen, ist er jederzeit in der Lage, Etappen zu gewinnen. Gleichzeitig bleibt die Unsicherheit, ob ihm über die gesamte Rundfahrt hinweg die notwendige Konstanz gelingt.

Fazit: So stehen die Chancen

Philipsen hat auf dem Papier die besten Chancen das Sprint-Trikot zu gewinnen. Allerdings ist er nicht mehr der unangefochten beste Sprinter, wie in vergangenen Zeiten. Kooij und Merlier könnten ihn durchaus schlagen, bei beiden steht jedoch ein kleines Fragezeichen durch ihre Verletzungspausen. Für Girmay wird es wohl nur um Etappensiege gehen, da die Sprintankünfte in der Tendenz zu leicht für den Eritreer sind.

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Leon Weidner

Werkstudent

Leon Philip Weidner ist Kölner, verfolgt den Profi-Radsport intensiv und ist selbst leidenschaftlich auf dem Rennrad unterwegs. Neben langen Kilometern im Sattel des Straßenrads sitzt er auch regelmäßig auf dem Zeitfahrrad – stets mit dem nächsten Triathlon im Blick. Seine Expertise verbindet sportliche Praxis mit Szenewissen.

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