Kristian Bauer
· 17.06.2026
Beim G7-Gipfel in Évian-les-Bains kamen die Staats- und Regierungschefs der sieben führenden Industrienationen sowie Spitzenvertreter der Europäischen Union zusammen. Frankreichs Präsident Emmanuel Macron überraschte die sieben Staatschefs mit einem besonderen Geschenk: personalisierte Rennräder des französischen Herstellers Look. Alle offiziellen Vertreter bekamen ein Rennrad in der Lackierung ihrer Landesfarben. Donald Trump (Präsident, Vereinigte Staaten), Friedrich Merz (Bundeskanzler, Deutschland), Emmanuel Macron (Staatspräsident, Frankreich), Keir Starmer (Premierminister, Vereinigtes Königreich), Giorgia Meloni (Präsidentin des Ministerrats, Italien), Mark Carney (Premierminister, Kanada) und Sanae Takaichi (Premierministerin, Japan) wurden ausgestattet.
Die Aktion soll Werbung machen für die UCI Cycling World Championships 2027, die in Frankreich stattfinden. UCI-Präsident David Lappartient war ebenfalls beim Gipfel anwesend und begleitete die Übergabe der Räder. Die UCI-Radsport-Weltmeisterschaften finden vom 24. August bis 5. September 2027 im Département Haute-Savoie in Frankreich statt. Die Veranstaltung vereint 20 UCI-Weltmeisterschaften an 12 Austragungsorten, bei denen rund 10.000 Athleten (Elite- und Amateurathleten) 130 Nationen vertreten. Sie werden um 281 UCI-Weltmeistertitel kämpfen.
Das Rennrad für Trump, Merz, Meloni und Co. ist jeweils in den Landesfarben lackiert und wird wohl schnell in den Abstellkammern der Staatschefs landen. Dass sie ihre neuen Räder tatsächlich nutzen werden, ist anzuzweifeln. Im Normalfall nehmen die Amtsträger die Geschenke nur entgegen – sie gehen aber nicht in deren Privatbesitz über. Vielleicht wird das eine oder andere Rennrad aber als Ausstellungsstück ein Regierungsgebäude verschönern. In Deutschland ist die Verwendung streng geregelt. Staatsgeschenke, die der Bundeskanzler erhält, gehen grundsätzlich in das Eigentum der Bundesrepublik Deutschland über. Sie werden als Geschenke an das Amt und nicht an die Privatperson gewertet. Daher gibt es folgende Optionen:
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Das Geschenk erinnert aber an einen US-amerikanischen Bezug zum Radsport. Donald Trump gründete 1989 die Tour de Trump, ein 10-tägiges Etappenrennen. Sein großspurig erklärtes Ziel: Er wollte eine amerikanische Tour de France schaffen. Erst lockte er mit hohen Preisgeldern, aber schon nach zwei Jahren war die Idee gescheitert. Aufgrund finanzieller Probleme stieg Trump wieder aus. Die Rundfahrt lebte unter anderem Namen noch bis 1996 weiter, bevor sie endgültig eingestellt wurde.

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