Sebastian Lindner
· 17.10.2026
Magnier hatte offenbar den Astana-Zug übersehen, als er sich 500 Meter vor dem Ziel etwas nach links orientieren wollte. Nach zwei Anfahrern kam dann der deutsche Sprinter, mit dem der Franzose im Roten Trikot des Gesamtführenden kollidierte. Während Magnier stürzte, aber unverletzt blieb, konnte Kanter weiterfahren und noch Sechster werden. Anders als Frits Biesterbos (Team Picnic PostNL), der durch den fallenden Magnier ausgebremst wurde.
Dafür sprinteten andere. Zwei seiner großen Konkurrenten beraubt, war es dann wie schon am dritten Tag der Rundfahrt Fretin, der da Magniers Pech zum Sieg nutzte, als der aus der Pedale rutschte. Hinter Fretin reihten sich in Matteo Moschetti (Pinarello Q36.5 ProCycling Team) und Erlend Blikra (Uno-X Mobility) zwei Fahrer ein, die es bislang in China noch nicht aufs Podest geschafft hatten. Bei der Tour of Guangxi war es die letzte Chance auf einen Sprint.
Weil weder Magnier noch Biesterbos Bonussekunden sammeln konnten, geht der Franzose nun auch als Gesamtführender in die letzte Etappe. Auch die Führung in der Punktewertung konnte er verteidigen. Das Bergtrikot hat Baptiste Veistroffer (Lotto Intermarché) verteidigt und im Normalfall auch in der Tasche, wenn er die Rundfahrt beendet. Neben den Punkten, die es an der Bergankunft, gibt es ansonsten kaum noch etwas zu holen auf dem abschließenden Teilstück.
| RG | Fahrer | Zeit |
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Es liegen noch keine Ergebnisse vor
Die 5. Etappe sah im Vergleich zum Vortag wieder einen harten Kampf um die Spitzengruppe. Trotz zahlreicher Versuche, an denen sich unter anderem auch der Bremer Niklas Behrens (Team Visma | Lease a Bike) beteiligte, konnte sich bis zum ersten Zwischensprint nach 27 Kilometern keine Gruppe lösen. Und auch danach benötigte es noch einige Vorstöße, bis sich schließlich einmal mehr Jasha Sütterlin und Patrick Gamper (beide Team Jayco AlUla), Veistroffer, dazu Brandon Rivera (Netcomany INEOS) und Davide Formolo (Movistar Team) die Gruppe des Tages bildeten.
Im hügeligen Mittelteil versuchte Max Walker (EF Education - EasyPost) als Solist aus dem Feld, den anderthalb Minuten großen Vorsprung zur Spitze zu überbrücken, was er 80 Kilometer vor dem Ziel auch schaffte. Allzu groß war der Vorsprung da aber nicht mehr. Und nachdem Veistroffer auch die dritte Bergwertung des Tages gewann, hatte auch er nicht mehr sonderlich viel beizutragen zur Führungsarbeit. 14 Kilometer vor dem Ziel wurden die Ausreißer gestellt.
Der erwartete Sprint zeichnete sich ab - das Ende war aber einmal mehr wieder unerwartet: Zweiter Tagessieg für Fretin.
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