Den schwierigen Mittelteil der 166 Kilometer langen Etappe von Bama nach Tian’e hatten nicht alle Sprinter überstanden. Vortagessieger Milan Fretin (Cofidis), Sam Welsford (Netcompany INEOS), der sich scheinbar auf dem aufsteigenden Ast befindende Fabio Jakobsen (Team Visma | Lease a Bike) und weitere Profis erreichten das Ziel mit gut 17 Minuten Rückstand. Olav Kooij (Decathlon CMA CGM) war gar nicht erst mehr an den Start gegangen, weshalb sein Anfahrer Bol selbst den Sprint fuhr und das letztlich dann auch besser machte als sein Kapitän es im Laufe der Rundfahrt tat.
Nur gegen Magnier reichte es nicht, der sein Saisonkonto damit auf 15 Siege aufstocken konnte. “Ich bin sehr glücklich, dass es heute wieder geklappt hat. Denn der Tag war hart, ich war zwischendurch abgehängt, aber mein Team hat mich zurückgebracht. Im Ziel lief dann alles glatt, ich konnte meinen Sprint 200 Meter vor dem Ziel starten, auch wenn ich ein paar Sorgen hatte, vielleicht Krämpfe zu bekommen, weil es so hart war unterwegs.”
Zehn Sekunden Vorsprung auf Frits Biesterbos (Team Picnic PostNL), der den Zielstrich als Vierter überquerte, nimmt Magnier in der Gesamtwertung nun mit auf die nächste Etappe, auf der er nochmal die Chance hat, um den Tagessieg zu kämpfen und das Trikot einen weiteren Tag zu verteidigen, bevor zum Ende der Rundfahrt die entscheidende Bergankunft auf dem Programm steht.
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In den beiden Belgiern Dries De Bondt (Team Jayco AlUla) und Robbe Ghys (Decathlon CMA CGM) sowie dem französischen Duo Veistroffer und Enzo Paleni (Groupama - FDJ United) löste sichte gleich nach dem Start ein Quartett, das vom Feld nicht weiter in Frage gestellt wurde und freie Fahrt erhielt. Über die ersten drei Bergwertungen des Tages fuhr Veistroffer als Erster.
Gerade beim dritten Anstieg, dem schwierigsten des Tages rund 80 KIlometer vor dem Ziel war das Tempo im Feld hoch. Einige Sprinter verloren den Anschluss, auch Magnier zählte dazu. Kurze nach der Kuppe kämpfte der sich aber wieder zurück.
In einigen unkategorisierten Wellen gut 35 Kilometer vor dem Ziel attackierte Kevin Vauquelin (Netcompany INEOS) mit Louis Barré (Team Visma | Lease a Bike) am Hinterrad aus dem Feld heraus, das zum Zeitpunkt noch etwa anderthalb Minuten Rückstand auf die Spitze hatte. An der letzten Bergwertung des Tages hatte das Gespann zur Spitze aufgeschlossen. Im nun langen, abschüssigen Streckenabschnitt schloss aber auch das Feld wieder auf, zwölf Kilometer vor dem Ziel war der Ausreißversuch beendet.
Auch die letzten, flachen Kilometer des Tages veruschten noch einige Fahrer, unter ihnen Alexey Lutsenko (NSN Cycling Team), das Sprintfinale zu verhindern. Doch 2000 Meter vor dem Ziel hatte allen voran Decathlon alle Widerspenstigen zurückgeholt. 800 Meter vor dem Ziel krachte es dann nochmal in einer Kurve. Mehr als 15 Fahrer waren in den Sturz verwickelt, die Sprinter waren allerdings durch und konnten ihr Finale fahren, in dem Magnier, der dieses Mal ohne technische Probleme agierte, der Schnellste war.
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