TOUR Online
· 11.07.2026
Die Chancen für Sprinter zu Beginn der Tour de France 2026 waren bislang überschaubar. Die 8. Etappe zwischen Périgueux und Bergerac bot eine weitere Möglichkeiten, die sich die Sprinterteams schließlich nicht nehmen ließen. Nach 180 Kilometern sicherte sich Tim Merlier (Soudal-Quick Step) den zweiten Tagessieg in Folge – der Belgier hatte am Vortag bereits in Bordeaux gewonnen. Damit trat Merlier in die Fußstapfen von Marcel Kittel, der die letzte Ankunft in Bergerac im Jahr 2017 für sich entschied. Biniam Girmay (NSN) erreichte Platz zwei vor Olav Kooij (Decathlon CMA CGM).
Zunächst erarbeitete sich XDS-Astana eine vielversprechende Position für Max Kanter. Mit einem Anfahrer vor ihm kam Kanter an der Spitze durch die letzte Kurve 640 Meter vor dem Ziel. Doch dann zog Alpecin-Premier Tech mit Mathieu van der Poel und Jasper Philipsen an dem Astana-Duo vorbei, sodass sich Kanter ein Duell mit Kooij um das Hinterrad von Philipsen liefern musste und kurzzeitig eingebaut war. Das kostete den Deutschen ein besseres Ergebnis als Platz neun. Bester deutscher Fahrer war dieses Mal Pascal Ackermann (Jayco-AlUla) auf Position sieben.
Merlier kam indes auf den letzten 400 Meter von hinten auf und schoss mit deutlich mehr Geschwindigkeit noch an die Konkurrenz vorbei. Philipsen hingegen konnte seine gute Ausgangsposition nicht nutzen, da ihm erneut die Power fehlte. Im Windschatten von Merlier erreichte Girmay schließlich Platz zwei.
Die Hitzewelle begleitete die Fahrer auch an diesem Tag mit Temperaturen bis zu 37 Grad in Zentralfrankreich. Zusätzlich brachte Liam Slock (Lotto-Intermarche) die Sprinterteams ins Schwitzen. Der Belgier hielt das Feld als letzter Ausreißer lange in Schach - obwohl die Etappe mit nur zwei Bergwertungen der 4. Kategorie wenig selektiv war. Erst kurz vor der Flamme Rouge war die Flucht für Slock beendet.
In der Gesamtwertung gab es auf den vorderen Plätze keine Veränderung. Tadej Pogacar (UAE Team Emirates - XRG) bleibt weiterhin mit 2:42 Minuten Vorsprung vor Jonas Vingagaard (Visma | Lease a Bike) an der Spitze. Rang drei belegt Pogacars Teamkollege Isaac del Toro mit einem Rückstand von 3:27 Minuten. Der Mexikaner trägt weiterhin das Weißte Trikot des besten Nachwuchsfahrers. Florian Lipowitz (Red Bull - BORA - hansgrohe) folgt auf Rang sieben mit vier Minuten Rückstand.
In der Punktewertung behielt Mads Pedersen (Lidl - Trek, 228 Zähler) die Führung, liegt nun aber nur noch 15 Punkte vor Merler (213). In der Bergwertung führt in der Bergwertung.
| RG | Fahrer | Zeit |
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Es liegen noch keine Ergebnisse vor
Die Chancen auf einen Etappensieg waren von Beginn an gering. Entsprechend schnell und kampflos bildete sich die Fluchtgruppe des Tages mit Liam Slock (Lotto-Intermarche), Jakub Otruba (Caja Rural-Seguros RGA) und Thibault Guernalec (TotalEnergies). Im Feld ließen die Sprinterteams das Trio trotzdem maximal zwei Minuten wegfahren.
An der ersten von zwei Bergwertungen sicherte sich Slock 78 Kilometer vor dem Ziel an der Côte de Domme (Kategorie 4) einen Bergpunkt. Kurz darauf gewann er ebenfalls den Zwischensprint in Saint-Cyprien. Aus dem Feld sicherten sich Jasper Philipsen (Alpecin-Premier Tech), Max Kanter (Astana Qazaqstan Team) und Mads Pedersen (Lidl-Trek) die Plätze vier bis sechs.
An der Côte du Buisson-de-Cadouin (4. Kategorie), 40 Kilometer vor dem Ziel, fuhr zunächst Otruba aus der Spitzengruppe davon, wurde jedoch schnell von Slock eingeholt. Slock schüttelte Otruba ab und gewann die Bergwertung. Anschließend setzte Slock seine Flucht alleine fort – zu diesem Zeitpunkt hatte er noch einen Vorsprung von 1:30 Minuten.
Und in der Folge büßte der Belgier kaum an Zeit ein - obwohl sich im Feld NSN, Alpecin - Premier Tech und Soudal - Quick-Step um die Verfolgung bemühten. Zehn Kilometer vor dem Ziel betrug der Vorsprung für Slock weiter 1:10 Minuten. Doch mit steigendem Engagement der Sprintteams schmolzen ihm im Anschluss die Sekunden davon. Zusätzlich erschwerte Gegenwind im Finale seine Flucht. 1,3 Kilometer vor dem Ziel war sein Unterfangen beendet.
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