Leon Weidner
· 23.09.2026
Kehrt Tadej Pogačar doch noch in dieser Saison ins Renngeschehen zurück? Auf der vorläufigen Startliste der Straßen-Europameisterschaften Anfang Oktober taucht der Name des slowenischen Superstars überraschend auf. Dabei hatte sein Team nach Pogačars verletzungsbedingtem Aus bei der Vuelta a España eigentlich verkündet, dass der Weltmeister in diesem Jahr keine Rennen mehr bestreiten werde.
Seit seinem Ausstieg bei der Spanien-Rundfahrt war es vergleichsweise ruhig um Pogačar geworden. Zuletzt war lediglich bekannt geworden, dass der Slowene wieder auf dem Rad sitzt und das Training zumindest auf der Rolle aufgenommen hat. Umso überraschender kommt nun sein Auftauchen auf der EM-Startliste.
Ganz ausgeschlossen erscheint ein Start allerdings nicht. Die Europameisterschaften werden in diesem Jahr in Slowenien ausgetragen und damit vor heimischem Publikum. Ein solches Rennen würde sich Pogačar unter normalen Umständen nur ungern entgehen lassen. Ob aus der Nominierung tatsächlich ein Start wird, bleibt jedoch offen. Offizielle Aussagen zu einer möglichen Rückkehr gibt es bislang nicht.
Schon die Aussicht auf einen Pogačar-Start könnte das Rennen jedoch entscheidend beeinflussen. Für viele Nationen und Favoriten macht es einen erheblichen Unterschied, ob der aktuell wohl kompletteste Fahrer des Pelotons am Start steht oder nicht. Mit Tadej Pogačar im Rennen wäre deutlich früher mit Attacken zu rechnen und das gesamte Rennen könnte einen wesentlich offensiveren Charakter annehmen.
Die Betonung liegt allerdings auf „könnte“. Nach seinem verletzungsbedingten Saisonende stellt sich unweigerlich die Frage nach Pogačars Form. Selbst wenn der Slowene tatsächlich an den Start gehen sollte, ist unklar, auf welchem Leistungsniveau er sich befindet. Dennoch dürfte allein sein Name dafür sorgen, dass die Konkurrenz die EM-Rennen in den kommenden Tagen mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgt.

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