Pogacar gewinnt hauchdünn Vuelta-Auftakt im Einzelzeitfahren

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 · 22.08.2026

Pogacar gewinnt hauchdünn Vuelta-Auftakt im EinzelzeitfahrenFoto: Philippe Magoni/AP/dpa
Tadej Pogacar holt einen denkbar knappen Sieg bei der Spanien-Rundfahrt.
Tadej Pogacar gewinnt den Auftakt der Vuelta. Aber es ist denkbar knapp. Für Josh Tarling wird es nur acht Tage nach dem Tod seines erst 19 Jahre alten Bruders ein spezieller Moment.

Radsport-Superstar Tadej Pogacar hat den Auftakt der 81. Spanien-Rundfahrt hauchdünn gewonnen. Der fünfmalige Tour-Sieger aus Slowenien siegte beim kurzen Einzelzeitfahren über 9,4 Kilometer in seiner Wahlheimat Monaco vor dem Briten Ethan Hayter mit neun Hundertstel Sekunden Vorsprung. Damit fährt der Ausnahmekönner erstmals in seiner Karriere im Roten Trikot des Führenden der Vuelta a España. Bester Deutscher war Lennard Kämna auf Rang 21 (+ 21 Sekunden).

Ein Gesamtsieg bei der Spanien-Rundfahrt fehlt Pogacar noch. Der 27-Jährige dominiert den Radsport wie vor ihm wohl nur Belgiens Legende Eddy Merckx. Fünf Tour-Siege, zwei Weltmeistertitel, ein Triumph beim Giro d'Italia und etliche Klassiker-Siege stehen auf der langen Erfolgsliste Pogacars. Am Ende der 3.275 Kilometer langen Vuelta will er im Finalort Granada ganz oben auf dem Siegertreppchen stehen. Dann hätte Pogacar alle drei großen Rundfahrten gewonnen.

Josh Tarling fährt für tödlich verunglückten Bruder

Am emotionalsten war der Auftakt für den Tagesdritten Josh Tarling (+ 4 Sekunden). Der 22-Jährige lag zwischenzeitlich an der Spitze und fuhr für seinen erst vor acht Tagen verstorbenen Bruder Finlay. Der 19-Jährige war am vergangenen Freitag bei der Portugal-Rundfahrt tödlich verunglückt. Demnach soll der Waliser auf der achten Etappe von einem nicht am Rennen beteiligten Fahrzeug erfasst worden sein. Dieses soll auf der Strecke in entgegengesetzter Richtung zum Peloton unterwegs gewesen sein. 

Wenige Tage nach dem tragischen Unfall seines Bruders hatte die Familie auch noch den Tod von Joshuas Großvater bekanntgegeben.

Längste Vuelta-Etappe am Sonntag

Am Sonntag wartet auf Pogacar und Co. die längste Etappe der diesjährigen Vuelta. Über anspruchsvolle 214,3 Kilometer und 3.300 Höhenmeter geht es von Monaco in die französische Kleinstadt Manosque.

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