VertragsverlängerungIsaac del Toro bleibt bis 2031 bei UAE

Leon Weidner

 · 10.08.2026

Vertragsverlängerung: Isaac del Toro bleibt bis 2031 bei UAEFoto: Picture Alliance/SIPA
Die Vertrags-Entscheidung um Isaac del Toro ist gefallen. Der 22-jährige Mexikaner verlängert bei UAE Team Emirates-XRG bis Ende 2031. Damit könnte auch eine andere Personalie entschieden sein.

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UAE Team Emirates-XRG bindet den mexikanischen Kletterer langfristig an das Team. Die Vertragsverlängerung erfolgt wenige Wochen nach dem Podiumsplatz bei der Tour de France und sichert dem Rennstall einen der vielversprechendsten Fahrer für die kommenden Jahre. Gleichzeitig heißt die Vertragsverlängerung aber auch, dass er bei der Tour de France erst einmal nicht auf die Gesamtwertung wird fahren können, da Tadej Pogačar der unangefochtene Kapitän der Mannschaft ist.

Erfolgreiche Saison 2026

Del Toro fuhr in der laufenden Saison die besten Ergebnisse seiner Karriere ein. Bei der Tour de France erreichte er den dritten Gesamtrang, gewann eine Etappe und holte sich die Nachwuchswertung. Bereits früher im Jahr siegte er bei der UAE-Tour, bei Tirreno-Adriatico und der Tour Auvergne-Rhône-Alpes. Der Mexikaner kam 2023 nach seinem Sieg bei der Tour de l'Avenir zum Team und entwickelte sich seitdem kontinuierlich weiter.

Del Toro zeigt sich zufrieden mit der Verlängerung. Das Team habe ihm von Beginn an Vertrauen geschenkt und die besten Bedingungen für seine Entwicklung als Fahrer geboten. Er lerne jede Saison von seinen Teamkollegen und dem Umfeld dazu und fühle sich im Team zu Hause. Die langfristige Bindung gebe ihm Sicherheit für seine weitere Karriere, so der 22-Jährige. Vor allem mit Tadej Pogačar kommt der Mexikaner sichtlich gut zurecht. Für seinen Einsatz bei der Tour de France als Helfer, verzichtete Del Toro sogar auf den Giro d’Italia in diesem Jahr, wo er als Kapitän hätte antreten können.

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Poker um Paul Seixas

​Mit der Vertragsverlängerung von Isaac del Toro könnte bei UAE Team Emirates-XRG aber nicht nur eine wichtige Personalie geklärt worden sein. Gleichzeitig dürfte die Entscheidung auch Auswirkungen auf die Zukunft eines anderen Ausnahmetalents haben: Paul Seixas.

Nach Informationen aus dem Umfeld des Teams sollen die Verhandlungen mit Del Toro zwischenzeitlich ins Stocken geraten sein, während UAE parallel die Möglichkeiten einer Verpflichtung des Franzosen auslotete. Seixas gilt als eines der größten Talente seiner Generation und wird seit Monaten mit zahlreichen Topteams in Verbindung gebracht.

Durch die langfristige Bindung von Del Toro bis Ende 2031 stellt sich nun jedoch die Frage, ob für Seixas bei UAE überhaupt noch der notwendige Entwicklungsspielraum vorhanden wäre. Mit Tadej Pogačar verfügt das Team bereits über den dominierenden Fahrer der aktuellen Ära, während Del Toro sich mit seinem dritten Platz bei der Tour de France 2026 als künftiger Grand-Tour-Kapitän empfohlen hat. Würde auch Seixas zum Team aus den Emiraten wechseln, hätte UAE gleich mehrere Fahrer mit Ambitionen auf die Gesamtwertung der großen Landesrundfahrten in den eigenen Reihen.

Ein Gewinn für den Radsport?

Sportlich würde eine solche Konstellation die Konkurrenz zwar deutlich schwächen und UAE für Jahre hinweg in eine noch stärkere Position bringen. Gleichzeitig wären interne Rivalitäten und schwierige Rollenverteilungen nahezu unvermeidbar. Gerade junge Fahrer mit dem Potenzial eines Seixas suchen oft ein Umfeld, in dem sie mittelfristig selbst die Verantwortung als Kapitän übernehmen können.

Daher erscheint die Wahrscheinlichkeit gestiegen, dass Seixas entweder bei Decathlon CMA CGM bleibt, wo er noch bis Ende 2027 unter Vertrag steht, oder sich perspektivisch nach einer Alternative umsieht. Die Verlängerung von Del Toro könnte damit weit mehr sein als nur ein wichtiges Signal für die Zukunft von UAE Team Emirates-XRG. Sie könnte auch ein entscheidender Hinweis darauf sein, dass sich die Wege des Teams und von Paul Seixas am Ende doch nicht kreuzen werden. Für die Spannung der nächsten Jahre, dürfte dieses Szenario auf jeden Fall eine gute Nachricht sein.

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Leon Weidner

Leon Weidner

Redakteur

Leon Philip Weidner ist Kölner, verfolgt den Profi-Radsport intensiv und ist selbst leidenschaftlich auf dem Rennrad unterwegs. Neben langen Kilometern im Sattel des Straßenrads sitzt er auch regelmäßig auf dem Zeitfahrrad – stets mit dem nächsten Triathlon im Blick. Seine Expertise verbindet sportliche Praxis mit Szenewissen.

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