TOUR Online
· 31.05.2026
Der Schlussakt des Giro d’Italia 2026 führte die Fahrer über 133 Kilometer durch die italienische Hauptstadt Rom. 151 Fahrer nahmen die letzte Etappe der Italien-Rundfahrt in Angriff. Den Tagessieg verbuchte am Ende Jonathan Milan (Lidl-Trek), der auf den kurvenreichen und leicht ansteigenden letzten Kilometern die besten Sprintbeine hatte. Platz zwei ging an Giovanni Lonardi (Team Polti VisitMalta), Platz drei an Paul Penhoët (Groupama - FDJ). Für Milan war es nach vielen verpassten Siegen spät der erhoffte Erfolg bei diesem Giro.
Abseits des hektischen Sprintfinals rollte Jonas Vingegaard (Team Visma | Lease a Bike) als Gesamtsieger der 109. Austragung des Giro d’Italia über die Ziellinie. Er gewann die Italien-Rundfahrt mit einem Vorsprung von 5:22 Minuten vor Felix Gall (Decathlon CMA CGM Team) und Jai Hindley (Red Bull - BORA - hansgrohe) mit einem Rückstand von 6:25 Minuten.
Nach dem üblichen Schaulaufen der ersten Rennhälfte erreichte das Feld nach 50 Kilometern den finalen Rundkurs durch die Innenstadt: 9,5 Kilometer, die achtmal zu fahren sind. Die Strecke führte vorbei am Kolosseum, in Sichtweite zum Pantheon und zur Piazza Navona und auf dem Rückweg direkt entlang am Ufer des Tibers. Am Circus Maximus liegt die Ziellinie.
Die Bergwertung dieses Giro d’Italia geht an Guilio Ciccone (Lidl - Trek), die Punktewertung an Paul Magnier (Soudal Quick-Step). Die Nachwuchswertung gewinnt Afonso Eulalio (Bahrain Victorious).
Zu Beginn gehörte die Aufmerksamkeit Jonas Vingegaard (Team Visma | Lease a Bike). Der Start der letzten Etappe einer großen Landesrundfahrt gilt üblicherweise als Schaulaufen der Fahrer, die sich in den vergangenen drei Wochen in den Vordergrund gefahren haben. Beim diesjährigen Giro d’Italia war das nicht anders. Entsprechend stand der Gesamtsieger Vingegaard im Rosa Trikot im Mittelpunkt – mit einem extra rosa lackierten Rad und Teamkollegen, die in einem Sondertrikot unterwegs waren, das an die Grand-Tour-Trilogie des Dänen erinnern sollte.
Nach 35 Kilometern nahm die Etappe mit dem ersten Zwischensprint Fahrt auf, den Filippo Turconi (Bardiani-CSF-7Saber) gewann. Auf dem Rundkurs unternahm Nico Denz (Red Bull – Bora – hansgrohe) 67 Kilometer vor dem Ziel den ersten nennenswerten Vorstoß. Doch aufgrund zahlreicher Angriffe war das Unterfangen des Deutschen erfolglos. Kurz darauf setzten sich Remy Rochas (Groupama-FDJ) und Tobias Bayer (Alpecin-Deceuninck) ab, kamen jedoch nicht weit.
25 Kilometer vor dem Ziel bildete sich eine weitere Fluchtgruppe mit Remy Cavagna (Groupama-FDJ), Victor Campenaerts (Visma | Lease a Bike) und Matteo Sobrero (Lidl-Trek).
Nachdem das Trio gestellt worden war, starteten Jasper Stuyven (Soudal - Quick-Step), Filippo Ganna (Netcompany INEOS) und Sobrero einen weiteren Angriff. Da Sobrero erneut dabei war, konnte sich Lidl-Trek in der Nachführarbeit zurückhalten, was sich im Finale als zahlenmäßiger Vorteil auszahlte. Die drei Ausreißer fuhren zwar keinen großen Vorsprung heraus, doch insbesondere Ganna verlangte den Sprintteams in der Verfolgung alles ab. Drei Kilometer vor dem Ziel wurde die Gruppe schließlich eingeholt.