Lüttich-Bastogne-Lüttich 2026Dritter Sieg für Vollering?

Lüttich-Bastogne-Lüttich 2026: Dritter Sieg für Vollering?Foto: Getty Images/Dario Belingheri
Kim Le Court Pienaar überraschte 2025 die Favoritinnen und siegte beim Ardennen-Klassiker
Lüttich-Bastogne-Lüttich ist eines der ältesten und schwersten Eintagesrennen im Profiradsport. Seit 2017 fahren auch die Frauen um den prestigeträchtigen Sieg. Alles Wichtige rund um den Frühjahrsklassiker in den Ardennen.

Themen in diesem Artikel

​Lüttich-Bastogne-Lüttich der Frauen 2026: das Wichtigste in Kürze

  • Termin: 26. April 2026, voraussichtliche Zielankunft ca. 17:55
  • Distanz: 156 Kilometer
  • Start: Bastogne, Ziel: Lüttich
  • Profil: hügelig
  • UCI-Kategorie: Women’s WorldTour
  • Veranstalter: A.S.O.
  • Premiere: 2017, 10. Austragung
  • Vorjahressiegerin: Kim Le Court Pienaar

​Lüttich-Bastogne-Lüttich Frauen 2026: Die Strecke

Das Höhenprofil des Frauenrennens Lüttich-Bastogne-LüttichFoto: A.S.O.Das Höhenprofil des Frauenrennens Lüttich-Bastogne-Lüttich

​Entgegen dem, was der Name des Rennens vermuten lässt, absolvieren die Frauen bei Lüttich-Bastogne-Lüttich nicht die identische Strecke wie die Männer. Aufgrund der kürzeren Distanz wird nicht bis nach Bastogne gefahren: Stattdessen erfolgt der Start in Bastogne, während das Ziel in Lüttich liegt. Der Veranstalter hat den einprägsamen Rennnamen beibehalten – vor allem, weil er einen hohen Wiedererkennungswert hat und Aufmerksamkeit erzeugt.

Wie schon 2025 starten die Frauen nach den Männern. Die Strecke ist dieses Jahr rund vier Kilometer länger als im Vorjahr und weist knapp 300 Höhenmeter mehr auf. Im mittleren Teil der Strecke gibt es einige neue Anstiege, das Finale ist mit der Côte de la Redute, Côte des Forges und der Côte de la Roche-aux-Faucons jedoch gleich geblieben.

Das sind die Favoritinnen

Demi Vollering hat bei der Flandern-Rundfahrt gezeigt, weshalb sie die absolute Topfavoritin istFoto: Getty Images/Dario BelingheriDemi Vollering hat bei der Flandern-Rundfahrt gezeigt, weshalb sie die absolute Topfavoritin ist

​Nach ihrem Sieg bei der Flandern-Rundfahrt gilt Demi Vollering als die große Topfavoritin für Lüttich-Bastogne-Lüttich, wo sie bereits ihren dritten Sieg feiern kann. Dabei bringt sie mit Elise Chabbey und Juliette Berthet zwei Helferinnen an den Start, die nicht nur unterstützen, sondern im Zweifel auch selbst um den Sieg mitfahren könnten. Doch die Konkurrenz ist stark: Pauline Ferrand-Prévot hat bei Paris-Roubaix eindrucksvoll gezeigt, in welch herausragender Form sie sich aktuell befindet. Mit den schweren Anstiegen der Ardennen dürfte ihr die Strecke sogar noch besser liegen als zuletzt. Auch Puck Pieterse, die Zweite des vergangenen Jahres, ist wieder dabei und zählt erneut zum erweiterten Kreis der Sieganwärterinnen.

Spannend ist zudem, dass nicht nur Gesamtklassement-Fahrerinnen, sondern auch Klassiker-Spezialistinnen realistische Chancen haben. Le Court Pienaar hat im letzten Jahr bereits bewiesen, wie gut sich dieses Profil für eine Überraschung eignet. Namen wie Lotte Kopecky, Magdeleine Vallieres und Noemi Rüegg werden ebenfalls wieder ihr Glück suchen. Kopecky scheint nach langer Zeit wieder richtig in Form zu sein, bewies mit ihrem Sieg bei Mailand-Sanremo ihre Stärke. Auch Liane Lippert könnte vorne hinein fahren, der Deutschen liegen steile Anstiege deutlich mehr als Kopecky. Im Sprint dürfte es für sie allerdings schwierig werden, falls die reinen Klassiker-Spezialistinnen bis nach Lüttich nicht abgeschüttelt werden können.

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​Lüttich-Bastogne-Lüttich der Frauen 2026: TV-Übertragung und Live-Stream

Lüttich-Bastogne-Lüttich der Frauen 2026 ist im Fernsehen bei Eurosport 2 zu sehen. Die Übertragung läuft von 16:40-18:15 Uhr. Zusätzlich gibt es einen kostenpflichtigen Live-Stream bei Discovery Plus und HBOmax.

Andreas Kublik ist seit einem Vierteljahrhundert als Profisport-Experte für TOUR an den Rennstrecken der Welt unterwegs – vom Ironman in Hawaii, über unzählige Weltmeisterschaften von Australien bis Katar und festem Dienstreise-Ziel Tour de France. Selbst begeisterter aktiver Radsportler mit Hang zum Leiden – egal, ob bei Mountainbike-Marathons, Ötztaler oder einem schmerzhaften Selbsterfahrungstrip auf dem Pavé von Paris-Roubaix.

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