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Gravel-Reifen sollten schnell rollen, müssen sich aber auch auf Schotter oder leichten Trails gut im Untergrund verzahnen. Wir haben die Paarung Continental Terra Speed (schnell) und Terra Adventure (griffig) im Test auf ihre Kompromissfähigkeit untersucht. Einer kommt aus Deutschland, der andere aus China.
Themen in diesem Artikel
Die schnellsten Gravelreifen für gemischtes Terrain verfügen über wenig Profil und erinnern fast an Rennradreifen. Stärker profilierte Reifen fürs Gravelbike zeigen mehr Biss, wühlen sich souveräner durch Schotter und bieten auf wurzeligen Trails mehr Kontrolle. Wir haben die Reifen-Kombi Continental Terra Speed (schnell) und Terra Adventure (griffig) im Test miteinander verglichen.
Schnell wie der Blitz: Continental Terra Speed
Foto: Robert KühnenRennpelle: Der Continental Terra Speed rollt wie der Blitz – hat trotzdem Grip!
Die Quadratur des Kreises – schnell und griffig – kommt mit dem Label „Made in Germany“. Dies liegt mutmaßlich an der Gummimischung auf der Lauffläche, denn der Continental Terra Speed mit der Zusatzbezeichnung ProTection rollt enorm leicht, trotz durchgängiger, wenn auch zarter Profilnoppen.
Schon in vergangenen Tests war der Reifen top, jetzt hält er zudem besser dicht. Aufziehen, aufpumpen, fahren. Der Terra Speed macht keine Probleme, beißt sich überall durch und rollt sehr leicht auf jedem Geläuf. Zudem ist die Karkasse recht schnittfest. Das bringt in der Summe den Testsieg in der Gesamtwertung.
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Einziges Manko könnte die Haltbarkeit sein, denn die feinen Stollen büßen auf scharfen Böden mutmaßlich schnell Grip ein – der Conti Terra Speed ProTection ist eine Rennpelle, um es fliegen zu lassen.
Continental Terra Speed ProTection: Zahlen, Fakten & Preis
Bewertung & Note Continental Terra Speed ProTection
Gewicht: 1,0
Rollwiderstand Schotter: 1,0
Rollwiderstand Straße: 1,0
Schnittfestigkeit Lauffläche: 3,0
Schnittfestigkeit Seitenwand: 1,7
Grip: 2,0
Fahrgefühl Straße: 1,0
Gesamtnote: 1,4
Bissig & mit dickem Fell: Continental Terra Adventure
Foto: Robert KühnenAbenteurer: Der Terra Adventure ist der etwas bissigere Gravel-Reifen von Conti mit gröberem Profil.
Der neue Continental Terra Adventure ist “Made in China”. Er hat etwas massivere Stollen, besonders die Schulterstollen sind ausgeprägter. Das bringt mehr Grip. Das Abrollverhalten auf der Straße ist trotzdem gut.
Im Leichtlauf liegen aber Welten zwischen den Modellen, was außer an den Stollen an der Gummimischung liegen dürfte. Für den anvisierten Einsatzzweck des Adventure ist das aber weniger wichtig. Hier dürfte eher die noch höhere Schnittfestigkeit zählen – die beste im Test.
Continental Terra Adventure: Überblick – Zahlen, Fakten & Preis
Foto: Robert KühnenTerra Speed im Schnitt: Drei feine Karkassenlagen unter der Lauffläche sichern ordentlichen Pannenschutz. Im Terra Adventure befindet sich eine weitere Schutzlage zur Erhöhung der Schnittfestigkeit.
Continental Terra Adventure: Bewertung & Note
Gewicht: 1,7
Rollwiderstand Schotter: 2,3
Rollwiderstand Straße: 2,7
Schnittfestigkeit Lauffläche: 2,0
Schnittfestigkeit Seitenwand: 1,7
Grip: 1,5
Fahrgefühl Straße: 2,0
Gesamtnote: 2,1
So haben wir getestet
Alle Tests wurden unabhängig von Herstellern mit eigenen Verfahren durchgeführt. Hervorzuheben ist der Rollwiderstandstest auf ebenem Grund. Wir können auch auf Schotter messen und sehen, dass stärkeres Profil zusätzlich Kraft kostet. Als “Straße” für den Rollwiderstandstest wählen wir einen rauen Belag, der mit Stollen interagiert und aufzeigt, welche Gummimischung effizient arbeitet.
Für die Bewertung wurden die Testkriterien folgendermaßen gewichtet:
Gewicht: 10 %
Rollwiderstand Schotter: 20 %
Rollwiderstand Straße: 25 %
Schnittfestigkeit Lauffläche: 10 %
Schnittfestigkeit Lauffläche: 5 %
Grip: 20 %
Fahrgefühl Straße: 10 %
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Robert wurde 1964 in Düsseldorf geboren und fuhr seine ersten Straßenrennen mit 17 Jahren. Zum Spitzenrennfahrer reichte es nicht, aber zu späten Nischenerfolgen. 2011 gelang es Robert, Zeitfahrweltmeister der Journalisten zu werden. Nach seinem Maschinenbaustudium in Essen führte ihn sein Weg bereits 1993 zur TOUR, wo er anfangs mit der Legende Hans Christian Smolik zusammenarbeitete. Heute ist Robert freiberuflich für TOUR und BIKE unterwegs, mit den Schwerpunktthemen Aerodynamik, Messtechnik und Entwicklung neuer Prüfmethoden. Motto: Geht nicht? Gibt‘s nicht. Robert berät auch die Radindustrie und Profiteams, coacht Athleten und kümmert sich um den Radsportnachwuchs. Als Radsportler mag es Robert kurz und schnell, auf schmalen wie auf breiten Reifen.
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