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Diese Must-haves brauchen Gravel-Einsteiger:
Fragt man erfahrene Radsportler nach dem wichtigsten Utensil beim Sport, werden die meisten als erstes die Radhose nennen. Aus elastischem Material gefertigt, körpernah geschnitten und mit einem Sitzpolster ausgestattet, sitzt sie wie eine zweite Haut, wirft zwischen den Beinen und am Po keine Falten und reduziert den Druck, der unvermeidlich entsteht, wenn man längere Zeit im Sattel sitzt – erst recht, wenn man mit dem Gravelbike auch auf unbefestigtem Untergrund unterwegs ist und es deutlich mehr holpert als auf glattem Asphalt. Erfahrene Renn- und Gravelbiker bevorzugen in der Regel Hosen mit integrierten Trägern. Hosen für Frauen verfügen über speziell geschnittene Träger, die neben oder als Monoträger zwischen den Brüsten verlaufen. Manche Modelle lassen sich für den Toilettengang öffnen, um nicht das Trikot ausziehen zu müssen. Wer denn Rennrad-Style der enganliegenden Hosen nicht mag, findet im Fachhandel auch locker geschnittene Shorts, die mit einer speziellen Rad-Pants drunter gravelbiketauglich werden.
Das Modell Sportful Supergiara 2 Bibshort beispielsweise richtet sich an Gravelbiker und bietet vier Taschen, zwei am Oberschenkel und zwei am Rücken
Die Gobik X Bib verfügt als empfehlenswerte Gravlbikehose über ein sehr stabiles Polster, strapazierfähige Träger und sehr gut sitzende Beinabschlüsse.
Die Scott-Shorts pflegt den legeren Style und ist robust. Sie verfügt über zwei Reißverschlusstaschen und eine Weiterregulierung am Bund für die optimale Passform >> hier erhältlich.
Nach unserer Einschätzung das zweitwichtigste Accessoire für Gravelbike-Rookies. Klar, will man angesichts der Begeisterung und Vorfreude auf den neuen Sport nicht gleich ans Schlimmste denken; aber gerade, wenn man mit dem neuen Stoppelhopser auch mal in unwegsamerem Gelände fahren will, kann ein Umfaller schon mal passieren. Außerdem verhindert ein Helm, dass einem auf Feld- und Waldwegen Zweige von Sträuchern und Bäumen gegen den Kopf fetzen. Verwenden kann man dafür jeden Rennrad- oder Fahrradhelm der pastt. Wer mit dem Gravelbike vorzugsweise entspannt cruisen will, statt über Schotterautobahnen zu brettern, setzt vielleicht lieber einen Helm mit Visier auf, wie ihn auch Mountainbiker mögen. Wichtig: aufprobieren, Größe und Verstellbarkeit checken und die Gurte auf die richtige, individuelle Länge einstellen.
Der Crivit-Helm von Lidl zum Beispiel ist ein empfehlenswerter und günstiger Helm für Gravelbiker.
Fiziks neuer Gravel-Helm vereint italienischen Style mit umfangreichen Sicherheits-Features inklusive MIPS-System:
Ein komfortabel gepolsterter Griff am Lenker, Schutz vor Schürfwunden im Falle eines Sturzes, sicherer Grip auch mit schwitzenden Händen, kein Sonnenbrand auf dem Handrücken: Die Argumente pro Handschuh beim Radfahren lassen eigentlich keine Frage mehr offen – außer einer: Kurz- oder Langfingerhandschuhe? Routinierte Rennradler tragen lieber Kurzfingermodelle, weil sie den Fingern mehr Feingefühl an Schalt- und Bremsgriffen lassen – und im Sommer mehr kühlende Luft. Erfahrene Mountainbiker nutzen sommers wie winters Langfingerhandschuhe, weil sie offroad und auf Trails im Unterholz die Hände noch besser schützen.
Ein Beispiel für einen sehr guten Langfingerhandschuh für die Übergangszeit ist der Perfetto Light von Castelli, den wir hier getestet haben.
Für erste Gravel-Exkursionen bei sommerlichem Wetter tut’s T-Shirt oder Polo – aber wenn die Touren länger und anstrengender werden, hat die Klamotte aus Baumwolle definitiv ausgedient, weil sie sich mit Schweiß vollsaugt, dann schlecht trocknet und früher oder später frösteln lässt. Ein Radtrikot ist dann die bessere Wahl, weil körpernah und speziell für den Sport geschnitten: Ärmel und Schulterpartie liegen eng an und flattern nicht im Fahrtwind. Der Rücken ist länger geschnitten, damit Nieren und tiefer Rücken bedeckt sind, die Vorderseite kürzer, damit der Stoff in der gebeugten Haltung auf dem Rad keine Wellen vor der Brust schlägt. Ein durchgehender Reißverschluss erleichtert das An- und Ausziehen, Taschen auf dem Rücken nehmen die wichtigen Kleinigkeiten auf wie Smartphone, Energieriegel, Minipumpe oder ähnliches.
Die Bandbreite des Angebots ist riesig, vom sportlich-rennmäßigen bis zum legeren Schnitt, für Frauen und Männer, mit kurzen und mit langen Ärmeln, für sommerliche Bedingungen und für herbstliche Kühle. Übrigens: Wer „A“ sagt – also Trikot –, muss auch „B“ sagen: „B“ wie Base Layer, bzw. Sportunterhemd. Erst die beiden Bekleidungsschichten in Kombination, meistens aus Kunstfaser (oder mit einem Anteil an Merinowolle), erzeugen ein komfortables Körperklima, indem sie Schweiß von der Haut weg an die Außenseite der Klamotte leiten, wo die Feuchtigkeit verdunsten kann.
Das Alé Traccia beispielsweise besteht aus ultraweichem, aber strapazierfähigem Recycling-Garn und ist sehr körperbetont geschnitten.
Klar, man kann auch mit Sneakern und flachen Pedalen gravelbiken. Es gibt Redaktionskollegen, die sind auf diese Weise schon tausend Kilometer von München an die Ostsee gegravelt. Dennoch sind spezielle Bikeschuhe und -pedale empfehlenswert, insbesondere, wenn die Touren länger und anspruchsvoller werden. Die einer Skibindung ähnliche Verbindung aus Radschuh und Pedal schafft einen sicheren Stand, spart Kraft und macht die Tretbewegung effizienter und flüssiger, weil man sich auch bei höherer Trittfrequenz nicht darauf konzentrieren muss, die Füße sauber auf dem Pedal zu halten. Gravelschuhe sind oft identisch mit Mountainbikeschuhen der diversen Hersteller, und Rennradschuhen vorzuziehen. Sie haben griffige Sohlen, mit denen man auch gut laufen kann, sowie Verstärkungen rund um den Schuh, die vor Remplern und Steinschlag schützen. Günstige Modelle haben meistens Klett- oder Ratschenverschlüsse – oder eine Kombination aus beidem – , teurere Gravelschuhe haben einen oder bis zu drei Drehverschlüsse, mit denen man die Schuhe super fein und meistens auch während der Fahrt aus dem Sattel anpassen kann.
Der Rockrider 900 MTB / Gravel Race 900 vom Sportartikel-Discounter Decathlon ist beispielsweise ein guter und günstiger Gravelschuh mit trittsicherer Sohle und Drehverschluss
Ob kühle Luft am Morgen oder Abend, zugiger Wind am Gipfel, ein Regenschauer: eine leichte Jacke ist ein echtes Must-have, besonders auf längeren Touren, wenn man nicht schnell umdrehen kann und in zwanzig Minuten wieder zuhause ist. Wir empfehlen ein winddichtes, wasserabweisendes Exemplar, das ist vielseitig einsetzbar und deckt den größten Teil der Anforderungen ab. Eine komplett wasserdichte Jacke braucht’s eigentlich nur, wenn man wirklich längere Zeit in strömendem Regen weiterradeln muss und den Guss nicht abwarten kann.
Das Gripgrab Pacr Emergency Jaket zum Beispiel erfüllt die Anforderungen an eine leichte und klein verstaubare WInd- und Regenjacke ausgezeichnet.
Für den Style ist eine Sportbrille sowieso unverzichtbar, aber beim Radfahren und gerade beim Gravelbiken über Stock und Stein und Schotterpisten übernimmt sie auch den wichtigen Schutz der Augen vor Sonne, Fahrtwind, Staub, Schmutz, Insekten, Regen und Zweigen.
Die Julbo Intensity Reactiv ist eine ausgezeichnete Rad- und Gravel-Brille: große Scheibe, guter Schutz vor Staub und Insekten, leicht und gut belüftet.

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