Die Auktion findet an drei Tagen statt. Am Freitag, 12. Juni 2026 beginnt die klassische Saalauktion ab 12.00 Uhr, am Samstag, 13. Juni 2026 geht es ab 10.00 Uhr weiter. Am Sonntag, 14. Juni 2026 folgt von 14.00 bis 17.00 Uhr eine internationale Online-Only-Auktion. Neben Automobilia bilden mehrere bedeutende Fahrrad-Sammlungen einen zweiten großen Schwerpunkt der Veranstaltung.
Das Angebot deckt einen Zeitraum vom Ende der 1890er Jahre bis in die 2000er Jahre ab. Frühe Opel-Fahrräder und seltene ZR-III-Renn- und Bahnradmodelle gehören ebenso dazu wie ein frühes Opel Motorfahrrad von 1919. Professionelle Teamräder von ONCE und Banesto aus der großen Ära des internationalen Profiradsports ergänzen die Sammlung. Ein Bianchi-Rennrad von 1947 mit Bezug zu Fausto Coppi zählt zu den besonderen Exponaten. Räder aus dem Umfeld von Miguel Indurain, Melcior Mauri und Igor González de Galdeano werden ebenfalls versteigert.
Ein Opel ZR III Prototyp von 1925 bis 1926 weist eine technische Besonderheit auf. Die Sicherung des Tretlagers erfolgt über Doppelklemmschrauben im Rahmen statt wie üblich mit Konterring und Außengewinde auf der linken Seite. Das Rad verfügt über einen Lohmann-Sattel, Laufräder mit Holzfelgen, einen Doppelflaschenhalter mit Opelauge sowie eine schwarze Emaille-Lackierung. Eine Opel-Satteltasche und Luftpumpe gehören zur Ausstattung. Das Rennmodell ZR III gehörte in den 1920er Jahren zu den sportlichen Spitzenmodellen der Opel-Fahrradproduktion und wurde für Distanz- und Bahnrennen entwickelt. Der Startpreis liegt bei 6.000 Euro.
Das Opel ZR III Berufsfahrermodell von 1927 befindet sich in sehr gutem Zustand. Es ist vollständig ausgestattet mit Doppelflaschenhalter mit Opelauge, Klappöler, Holzfelgen, Lohmann-Sattel, Kettenblatt mit Opelauge, Satteltasche und F&S Torpedo-Nabe. Eine Luftpumpe und eine Opel-Fahrradmütze gehören zum Lieferumfang. Das Modell ZR III gehörte zu den Rennmaschinen, mit denen Fahrer der Opel-Rennabteilung in den 1920er Jahren an zahlreichen nationalen und internationalen Wettbewerben teilnahmen. Der Startpreis beträgt 5.000 Euro.
Ein Opel ZR III Bahnrad Doppelstabil aus den 1930er Jahren wurde vollständig restauriert. Zum Angebot gehören ein zeitgenössischer Helm mit der Innenaufschrift „E. Köhler" sowie Fahrerhandschuhe. Das Rad ist ausgestattet mit Brooks Pedalschlaufen, Lohmann-Sattel und BSA-Kettenblatt. Die Bezeichnung „ZR" wurde bei Opel für Renn- und Bahnradmodelle verwendet. Solche Fahrräder wurden für den Einsatz auf Radrennbahnen konstruiert und zeichneten sich durch besonders steife Rahmen und sportliche Geometrie aus. Modelle mit der Zusatzbezeichnung „Doppelstabil" verfügten über eine verstärkte Rahmenkonstruktion zur Erhöhung der Stabilität bei sportlicher Belastung. Der Startpreis liegt bei 3.000 Euro.
Das Gino Bartali Rennrad von 1959 zeigt ein unrestauriertes Lackbild. Die Rahmennummer lautet „66047". Das Rad verfügt über einen Ambrosio Gran Prix-Lenker, ein Wappenschild „Velocipedi Novi Ligure Santamaria – Marca Depos", Balilla-Bremsen, eine Campagnolo-Nabe, einen Bartali-Sattel und eine Silca-Luftpumpe. Die Pedale fehlen. Ein zeitgemäßes Trikot „Bartali Ursus" und eine Radfahrmütze gehören zum Angebot. Gino Bartali zählte zu den erfolgreichsten Radrennfahrern seiner Zeit mit zwei Siegen bei der Tour de France 1938 und 1948 sowie drei Gesamtsiegen beim Giro d'Italia. Nach seiner aktiven Karriere vertrieb er Fahrräder unter eigenem Namen. Die Produktion seiner Rennräder erfolgte in den späten 1940er und 1950er Jahren unter anderem bei Santamaria in Novi Ligure. Der Startpreis beträgt 2.500 Euro.
Ein Bianchi Modell Specialissima von 1961 in „Gran Sport" Spezifikation ist unrestauriert. Die Rahmennummer lautet „160272". Das Rad trägt eine seltene Speziallackierung „Red Metallizzato". Zur Ausstattung gehören Ambrosio Lenker und Vorbau, Universal Mod. 61 Bremsen, eine Campagnolo Schaltung sowie ein Brooks-Sattel. Das Modell „Specialissima" stellte in den 1950er und 1960er Jahren die Spitzenklasse der Bianchi-Rennräder dar und wurde auch von professionellen Rennteams eingesetzt. Der Startpreis liegt bei 900 Euro.
Das Fiorelli Rennrad von 1951 ist unrestauriert. Es verfügt über eine Campagnolo-Schaltung, einen Coppi-Sattel und eine Stronglight-Pedalerie. Der Reifendurchmesser beträgt 68 cm, die Lenkerhöhe 87 cm und die Rahmenhöhe 50 cm. Fiorelli gehörte in der Nachkriegszeit zu den italienischen Herstellern, die eng mit dem professionellen Radsport verbunden waren. Rennräder dieser Bauart wurden in den frühen 1950er Jahren mit den damals neuen Schaltsystemen von Campagnolo ausgestattet, die sich im internationalen Rennsport zunehmend durchsetzten. Der Startpreis beträgt 300 Euro.
Zahlreiche originale Radsport-Trikots, signierte Fahrerkarten, Fotografien und weitere Erinnerungsstücke aus der Geschichte des europäischen Radsports ergänzen das Angebot. Der vollständige Auktionskatalog ist bereits online verfügbar. Interessierte können sich unter www.automobilia-ladenburg.de alle Lots ansehen und sich dort registrieren, um Vorgebote abzugeben.

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