Das Ultra-Distanz-Event Race Across France verzeichnet für 2026 einen Anstieg der Teilnehmerzahl auf 1.400 Fahrer. Im Vorjahr nahmen 1.290 Athleten teil. Die Veranstaltung erstreckt sich über zehn Tage und bietet fünf verschiedene Distanzen zwischen 200 und 2.500 Kilometer. Alle Strecken enden in Mandelieu-La Napoule an der französischen Mittelmeerküste. Die Organisatoren stellen sieben Versorgungsstationen entlang der Route bereit und mobilisieren 100 Freiwillige für die Durchführung.
Die kürzeste Distanz über 200 Kilometer startet als Nachtrennen Go'Lum Experience direkt in Mandelieu-La Napoule. Die 300-Kilometer-Strecke beginnt in Bollène, die 500-Kilometer-Variante in Albertville in den Alpen. Fahrer der 1.000-Kilometer-Distanz starten in Orléans im Loire-Tal. Die längste Strecke über 2.500 Kilometer führt von Hendaye im Baskenland durch 26 französische Départements bis zur Côte d'Azur. Auf dieser Route sammeln die Teilnehmer bis zu 30.000 Höhenmeter. Die Streckenführung verbindet den Atlantik mit den Alpen, durchquert die Provence und endet am Mittelmeer.
Boris Ghirardi leitet das Team Human Ride, das zum zweiten Mal in Folge am Race Across France teilnimmt. Alle vier Teammitglieder leben mit einer Behinderung. Stéphane Bahier startet über 2.500 Kilometer als Oberschenkelamputierter. Yanis Debaud fährt die 500 Kilometer mit einer gelähmten Fußhebermuskulatur. Charlène Mourot tritt als C5-Para-Radfahrerin über 300 Kilometer an. Boris Ghirardi selbst nimmt am 200-Kilometer-Nachtrennen als Unterschenkelamputierter teil. Das Projekt steht für die Werte Inklusion und Resilienz, die das Race Across France vertritt.
Race Across bietet eine Serie von Ultra-Cycling-Events für alle, die das Radfahren über lange Distanzen erleben möchten. Das Konzept ermöglicht ein langsames Herantasten an immer längere Distanzen – von 200 km bis zu 2.500 km auf der Straße oder bis zu 800 km auf Schotterwegen. Die Teilnehmer fahren selbstständig nach GPS-Track und werden dabei durch ein durchdachtes Konzept unterstützt:
Entlang der Strecke befinden sich Basisstationen, an denen Verpflegung und Fahrradreparaturen angeboten werden und Pausen möglich sind. Für die Sicherheit sorgt ein GPS-Tracking-System, das jeden Teilnehmer in Echtzeit überwacht, während ein Team rund um die Uhr im Einsatz ist. Gepäcktransport, Verpflegung und weitere Leistungen werden vollständig vom Veranstalter übernommen. Race Across richtet sich an alle Leistungsstufen und ermöglicht es, das Abenteuer allein, zu zweit oder im Team zu bestreiten. Der Startplatz für die 200 Kilometer kurze Distanz kostet derzeit 129 Euro und für die 2500 Kilometer lange Strecke derzeit 509 Euro.
Lucas Becker gewann 2024 die 2.500-Kilometer-Distanz und belegte 2025 den zweiten Platz. Der Deutsche kehrt 2026 auf die längste Strecke zurück. Pauline Gaidet schrieb 2025 beim Race Across Spain Geschichte als erste Frau, die ein Ultra-Radrennen der Race-Across-Serie in der Gesamtwertung gewann. Sie geht 2026 erstmals über die 2.500-Kilometer-Distanz an den Start. Beide Athleten zählen zur europäischen Elite im Ultra-Radsport.
Das Race Across France gehört zur Race Across Series und hat sich als eines der führenden Ultra-Distanz-Events in Europa etabliert. Das semi-autonome Format verlangt von den Teilnehmern Ausdauer, Strategie und mentale Stärke. Die Streckenführung durch unterschiedliche französische Regionen bietet wechselnde Landschaften vom Baskenland über die Alpen bis zur Mittelmeerküste.

Redakteur
Diskutieren Sie mit – fair, sachlich und respektvoll. Es gilt unsere Netiquette.