NeuheitCervélo legt Soloist wieder auf

Julian Schultz

 · 15.09.2022

Neuheit: Cervélo legt Soloist wieder aufFoto: Cervélo

We call it a Klassiker: Das Cervélo Soloist ist zurück. Die Kanadier legen das aus den frühen 2000er-Jahren bekannte Wettkampf-Rad neu auf. Es soll vor allem ambitionierte Amateur-Rennfahrer ansprechen und bei den Fahreigenschaften zwischen dem Leichtbau-Modell R5 und Aero-Boliden S5 liegen.

Jens Voigt, Fabian Cancellara, Stuart O’Grady: Die Liste namhafter Ex-Profis ließe sich weiter fortsetzen. Sie alle haben eines gemein: In den frühen 2000er-Jahren pilotierten sie das Cervélo Soloist zu einigen World-Tour-Siegen. Mit Einführung der aerodynamischeren S-Serie der Kanadier verschwand das Soloist allerdings von der Bildfläche. Nun, 14 Jahre später, ist es zurück.

Das Soloist reiht sich in Cervélos Portfolio zwischen dem Leichtbau-Modell R5 und dem Aero-Boliden S5 ein.
Foto: Cervélo

Leichter als S5, schneller als R5

Die Neuheit sei “bei weitem nicht nur für Profis gedacht, sondern wurde für Amateur-Rennfahrer entwickelt”, teilt Cervélo mit und platziert das Wettkampf-Rad zwischen dem Leichtbau-Modell R5 und dem Aero-Boliden S5, die Jonas Vingegaard bei seiner Triumphfahrt nach Paris unter dem Sattel hatte. Das Cervélo Soloist soll um rund 16 Watt schneller als das R5 und um etwa 250 Gramm leichter als das S5 sein. Laut Herstellerangaben bringt der Rahmen 920 Gramm und die Gabel 345 Gramm auf die Waage. Komplettradgewichte nannte Cervélo nicht.

Vom Marathonrad Caledonia grenzt es sich durch eine aggressivere Rahmengeometrie ab. Die Sitzposition fällt mit einem STR von 1,44 betont rennmäßig aus. Zum Vergleich: Für das R5 (TOUR 12/2021) haben wir einen Quotienten von 1,48 ermittelt, das Caledonia (TOUR 8/2021) kommt auf einen Wert von 1,51.

Geklemmter Alu-Lenker

Auffällig: Cervélo konzipierte das Soloist als “simples Rennrad” und setzt unter anderem auf einen geklemmten Alu-Lenker, die Züge werden unter dem Vorbau ins Steuerrohr geführt. Wartung und Höhenvorstellung sollen dadurch erleichtert werden. Auch das T47-Innenlager mit Gewinde verspricht eine bessere Wartungsfreundlichkeit. Serienmäßig rollt das Cervélo Soloist auf 28 Millimeter breiten Reifen von Vittoria. Rahmen und Gabel lassen Platz für bis zu 34-Millimeter-Pneus.

Das Soloist ist in sechs Ausstattungsvarianten zu Preisen zwischen 4299 und 8599 Euro erhältlich. Das Rahmenset gibt's für 3699 Euro.
Foto: Cervélo

Sechs Modelle des Cervélo Soloist ab 4299 Euro

Zum Verkaufsstart im Oktober werden sechs Ausstattungsvarianten des Cervélo Soloist mit mechanischer oder elektronischer Schaltung von Shimano bzw. SRAM erhältlich sein. Das “günstigste” Modell mit 105 und Alu-Laufradsatz von Alex Rims kostet 4299 Euro, das Top-Modell mit Force eTap, integriertem Leistungsmesser und Carbon-Laufradsatz von Reserve liegt bei 8599 Euro. Zudem wird ein Rahmenset für 3699 Euro angeboten. Sechs Größen und drei Farbvarianten (Weiß, Schwarz, Gold) stehen zur Auswahl.

  • Soloist 105 (Alex Boondocks 5; Alu): 4299 Euro
  • Soloist Ultegra (Fulcrum Racing 600; Alu): 5399 Euro
  • Soloist 105 Di2 (Fulcrum Racing 600; Alu): 5799 Euro
  • Soloist Rival eTap (Fulcrum Racing 600; Alu): 5999 Euro
  • Soloist Ultegra Di2 (Reserve 40/44; Carbon): 7899 Euro
  • Soloist Force eTap (Reserve 40/44; Carbon): 8599 Euro
  • Soloist Rahmenset: 3699 Euro