Neues Allroad-BikeRidley präsentiert das Grifn

Julian Schultz

 · 01.12.2022

Neuheit aus Belgien: Das Ridley Grifn fällt in die noch relativ junge Kategorie der Allroad-Bikes.
Foto: Hersteller
Straße oder Schotter? Mit dem Ridley Grifn soll sich diese Frage nicht mehr stellen. Die Allroad-Neuheit will die Eigenschaften von Marathonrad und Gravelbike kombinieren. Dafür setzen die Offroad-Spezialisten aus Belgien auf eine langstreckentaugliche Geometrie sowie große Reifenfreiheit. Im Online-Konfigurator lässt sich der Alleskönner je nach Einsatzgebiet individualisieren.

Das Ridley Grifn ist der Nachfolger des Kanzo Speed und komplettiert die Offroad-Palette der Belgier, die mit dem Kanzo Fast (Race) und Kanzo Adventure (Abenteuer) bereits zwei klassische Gravelbikes im Portfolio haben. Im Gegensatz zu vergleichbaren Allroad-Modellen, die auf der Endurance-Plattform basieren, entwickelte Ridley dafür einen eigenständigen Carbonrahmen.

Geometrie orientiert sich am Gravelbike

In unlackiertem Zustand bringt dieser laut Ridley 990 Gramm (Größe M) auf die Waage. Lenkwinkel, Tretlagerabsenkung und Radstand sind ans Gravelbike angelehnt und versprechen ein ruhiges Fahrverhalten. Das lange Steuerrohr bringt den Fahrer in eine relativ aufrechte Sitzposition. Für Rahmengröße M nennt Ridley einen STR von 1,50.

Im Straßen-Setup empfiehlt Ridley eine Reifenbreite zwischen 30 und 32 Millimeter. Fürs Gelände nennen die Belgier 35 bis 38 Millimeter breite Pneus.Foto: HerstellerIm Straßen-Setup empfiehlt Ridley eine Reifenbreite zwischen 30 und 32 Millimeter. Fürs Gelände nennen die Belgier 35 bis 38 Millimeter breite Pneus.

Bei der Reifenfreiheit orientiert sich das Ridley Grifn ebenfalls an geländetauglichen Bikes. Mit Einfach-Antrieb passen bis zu 40 Millimeter breite Pneus durch Rahmen und Gabel, mit Umwerfer ist Platz für 38-Millimeter-Reifen. Ist das Allroad-Bike mit Schutzblechen nachgerüstet, reduziert sich die Reifenfreiheit auf 32 Millimeter. An Ober-, Unter- und Sitzrohr befinden sich weitere Montagepunkte für Flaschenhalter, Tool-Box oder Taschen.

Ridley Grifn: Die wichtigsten Daten im Überblick

  • Gewicht Rahmen: 990 Gramm
  • Gewicht Gabel: 445 Gramm
  • Gewicht Komplettrad: 8,5 Kilo (mit Shimano GRX Di2)
  • Reifenfreiheit: 40 Millimeter (Einfach), 38 Millimeter (Zweifach)
  • Stack/Reach/STR: 587/391 Millimeter/1,50
  • Alle Werte sind Herstellerangaben (Größe M)
  • Größen: XS, S, M, L, XL

Beim Cockpit setzt Ridley auf eine aufgeräumte Optik und spendiert dem Grifn eine vollintegrierte Lenker-Vorbau-Einheit. “Wegen ihres aerodynamischen Vorteils”, so die Belgier. Die innenliegenden Züge treiben Hobbymechanikern gleichwohl Schweißperlen auf die Stirn. Mit wenigen Handgriffen lässt sich die Neuheit zudem in einen Randonneur mit Lichtanlage verwandeln, die über einen Naben-Dynamo mit Strom versorgt wird.

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Individualisierung im Konfigurator

Überhaupt punktet das Ridley Grifn durch die Möglichkeit, es im Online-Konfigurator individuell aufzubauen. Von der Lackierung über den Antrieb bis zu den Reifen gibt es unzählige Optionen. Ridley bietet die Neuheit sowohl als Komplettrad als auch als Rahmen-Set an, zur Auswahl stehen fünf Größen (XS, S, M, L, XL).

Mechanisch oder elektronisch, Einfach oder Zweifach: Im Online-Konfigurator stehen viele Antriebsvarianten zur Auswahl.Foto: HerstellerMechanisch oder elektronisch, Einfach oder Zweifach: Im Online-Konfigurator stehen viele Antriebsvarianten zur Auswahl.

Mit Shimano GRX 600 (2x11) und einfachen Alu-Felgen nennt Ridley einen Komplettpreis von 3199 Euro. Für die Konfiguration mit Shimano 105 Di2 (2x12) und Carbon-Laufradsatz werden 4699 Euro fällig. Neben bekannten Antriebsgruppen von Shimano und SRAM lässt sich das Ridley Grifn zudem mit der Classified-Schaltung ausstatten. Die Kombination aus Ketten- und Nabenschaltung kommt ohne Umwerfer aus und bietet eine riesige Übersetzungsbandbreite.

Das Ridley Grifn mit Classified-Schaltung

7299 Euro kostet das Ridley Grifn GRX Di2 mit Classified-Nabenschaltung.
Foto: Hersteller

Julian Schultz ist studierter Sportwissenschaftler und gelernter Sportjournalist und zeichnet für Tests von Kompletträdern verantwortlich. Vom Wettkampfboliden bis zum Gravelbike testet er die neuesten Modelle und hält die Augen nach aktuellen Trends offen. So auch bei der Tour de France, wo sich der Test-Redakteur seit 2022 auf die Suche nach technischen Details und Geschichten aus dem Fahrerlager macht.

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