Kanzo AdventureNeues Gravelbike von Ridley

Julian Schultz

 · 31.03.2022

Kanzo Adventure: Neues Gravelbike von RidleyFoto: Hersteller

Das neue Kanzo Adventure von Ridley wird noch geländetauglicher. Die Belgier setzen auf eine ans Mountainbike angelehnte Geometrie, extreme Reifenfreiheit und zahlreiche Montagepunkte. Zudem lassen sich Federgabel und Nabendynamo nachrüsten. Die drei Gravelbike-Modelle gibt es nur mit Einfach-Antrieb.

Das Ridley Kanzo Adventure ist eines von drei Gravelbike-Modellen des belgischen Herstellers und wurde für 2022 grundlegend überarbeitet. Damit die Neuheit auch in unwegsamem Gelände in der Spur bleibt, setzt Ridley auf einen flachen Lenkwinkel, langen Radstand und ein abgesenktes Tretlager. Das Kanzo Adventure soll damit fahrstabiler als der Vorgänger sein, der seit 2019 zu Ridleys Gravelbike-Familie gehört, und sich mit seinem ruhigen Fahrverhalten vom agilen Kanzo Fast unterscheiden.

Sportliche Sitzposition

Durch einen steileren Sitzwinkel wird der Schwerpunkt des Fahrers etwas nach vorne verlagert, das Kanzo Adventure soll damit auch steile Rampen bewältigen. Weil gleichzeitig das Steuerrohr kürzer wird, fällt die Sitzposition relativ gestreckt aus – sie ist sogar sportlicher als beim Race-Gravelbike Kanzo Fast. Laut Ridley soll durch das kürzere Steuerrohr der Einbau einer Federgabel die Sitzposition weniger beeinflussen.

Das Kanzo Adventure ist in drei Ausstattungsvarianten zwischen 3.475 und 4.999 Euro erhältlich.
Foto: Hersteller

Passend zur Modellbezeichnung Adventure spendiert Ridley dem neuen Gravelbike breitere Reifen. Rahmen und Gabel lassen Platz für bis zu 54-Millimeter-Pneus (29 Zoll), serienmäßig sind 44 bzw. 47 Millimeter breite Reifen von Vittoria aufgezogen. Durch die extreme Reifenfreiheit sind alle Modelle allerdings nur mit Einfach-Antrieb ausgestattet. Für ein größeres Gangspektrum lässt sich das Kanzo Adventure mit Classified-Nabe nachrüsten.

Bikepacking-Rad: Zwölf Montagepunkte für Taschen & Co.

Die Eignung als Bikepacking-Rad zeigt sich zudem an den insgesamt zwölf Montagepunkten für Taschen, Flaschen & Co. Damit Schalt- oder Bremszüge nicht an der Lenkertasche scheuern, verbaut Ridley ein vollintegriertes Cockpit – das allerdings zu Lasten der Wartungsfreundlichkeit geht. Ein nettes Detail ist der sogenannte „Dogbone“-Spacer am Oberrohr, an dem sich beispielsweise ein Ersatzschlauch mittels Gurt verstauen lässt. Für Schlechtwetter-Fahrten lassen sich Schutzbleche montieren, für Nacht-Fahrten kann ein Nabendynamo mit integrierter Zugführung nachgerüstet werden.

Ridley Kanzo Adventure: 3 Modelle zwischen 3.475 und 4.999 Euro

Insgesamt bietet Ridley drei Ausstattungsvarianten. Für 3.475 Euro ist das Kanzo Adventure mit mechanischer SRAM Rival 1 (1x11, 42/11-42 Zähne) ausgestattet, rund 520 Euro mehr werden für die Version mit Shimanos mechanischer GRX800 (1x11, 42/11-42 Zähne) fällig. Das Top-Modell ist mit elektronischer SRAM Rival XLPR (1x12, 42/10-44 Zähne) ausgestattet und kostet 4.999 Euro. Als Gewicht geben die Belgier 9,0 Kilogramm für das Top-Modell (Größe M) an, der unlackierte Carbon-Rahmen bringt 1.250 Gramm auf die Waage.

Mehr Infos zum neuen Ridley-Gravelbike Kanzo Adventure: www.ridley-bikes.com