Jan Timmermann
· 22.10.2026
Die Geschichte von Kocmo beginnt 1994 mit einer klaren Idee: hochwertige Fahrradrahmen aus Titan zu fertigen. Von Anfang an verband das Unternehmen die Erfahrung deutscher Fahrradbauer mit technischem Know-how aus dem russischen Metallbau. Über drei Jahrzehnte hinweg hat Kocmo diese Spezialisierung weiterentwickelt – vom klassischen Rennradrahmen bis zum individuell gefertigten Gravelbike. Heute steht die Marke für langjährige Erfahrung im Titanrahmenbau und die Überzeugung, dass ein gutes Fahrrad vor allem eines sein muss: passend zu den Menschen, die es fahren. Deshalb ist Kocmo für viele Titan-Fans ein fester Begriff. Natürlich will Kocmo diesen Ruf auch in die Zukunft tragen und rüstet sich mit einem ersten rattenscharfen Prototypen für die anrollende 32-Zoll-Welle.
Bei den Bikes von Kocmo läuft Liebhabern das Wasser im Mund zusammen. Wer das Besondere sucht und über das nötige Kleingeld verfügt, kann sich bei den Titan-Experten ein hochindividuelles Schmuckstück rauslassen. Ein aufwändiges Finish und extravagante Aufbauten sind selbstverständlich ebenfalls Teil des Angebots. Optisch wie technisch besonders spannend ist der exquisite 32-Zoll-Prototyp. - Jan Timmermann, TOUR-Redakteur
Wie viele andere Gravelbike-Hersteller auch arbeitet Kocmo derzeit auf Hochtouren mit der neuen Laufradgröße 32 Zoll. Bislang existieren zwar nur Prototypen und die Geometrie ist noch nicht final festgelegt aber der Entwicklungsprozess laut Kocmo bereits vielversprechend. Selbstverständlich soll der schlanke Rahmen des 32-Zoll-Gravelbikes aus Titan bestehen. Zu Anschauungszwecken zeigte Kocmo bereits ein Showbike mit Rahmengröße M, welcher die Proportionen des Konzeptes verdeutlichen soll. Die Oberfläche der Designstudie wurde mit Glasperlen gestrahlt und teilweise anodisiert. Für die spezielle Optik braucht es rund drei Tage Handarbeit. Fahrbare Modelle werden im kommenden Jahr erwartet. Anschließend soll eine Kleinserie entstehen, welche auf die homöopathische Stückzahl von fünf Bikes limitiert sein wird. Entsprechend hoch fällt der Einzelpreis aus: Mit 13.500 Euro wird gerechnet.
T47-Tretlager, Bosst-Nabenstandard und geschwungene Sitzstreben scheinen sich bei 32-Zoll-Gravelbikes zu etablieren. Auch Kocmo wählt diesen Weg, um Hinterbaulänge und Radstand trotz großer Laufräder kompakt zu halten. Auch die CNC-gefrästen Ausfallenden des Prototypen sollen ihren Weg in die Serie finden. Bis zu 32 mal 2,4 Zoll breite Reifen sollen am Ende des Tages ins Chassis passen. Für das 32er Gravelbike wurde extra eine eigene Starrgabel mit 444 Millimetern Einbaumaß angefertigt, welche Gepäckaufnahmen und eine integrierte Kabelführung für ein Licht umfasst. Der lange Rahmen soll mit einer kürzeren Vorbaulänge kompensiert werden. Der Kocmo-Prototyp bedient sich der neuen 77-Millimeter.Variante des Bike Ahead The Cockpit. Auch die Sechs-Speichen-Laufräder stammen vom bayrischen Carbon-Experten und erstrahlen in einer limitierten Bronze-Farbe. Komplettiert wird der Custom-Aufbau Kurbel von Alugear. Gleichzeitig besteht die Option auf die Kocmo-eigenen Titan-Kurbeln, welche lediglich 320 Gramm wiegen sollen.
Bei diesem Titan-Gravelbike mit Pinion-Getriebe handelt es sich zwar nicht um ein völlig neues Modell, jedoch um die dritte Weiterentwicklungsstufe mit vollständig integrierten Leitungen. Die Getriebeschaltung wird elektronisch angesteuert. Neu ist unter anderem die Integrierung der Ladebuchse in den Rahmen. Verschiebbare Ausfallenden erlauben die Nutzung mit wartungsarmen Antriebs-Riemen. Nicht nur die Ausfallenden und die Hinterbau-Brücke stammen aus dem 3D-Drucker, sondern auch die neue Titan-Gabel. Diese wird vollständig von unten bis oben inklusive interner Kabelführung und Aufnahme für die Lichtanlage gedruckt. Rahmensets starten ab 4899 Euro, Komplettbikes ab 6700 Euro. Das Kocmo Daytona Pi Smart ICR ist auch das perfekte Showbike für die hauseigenen Gepäckträger und Flaschenhalter aus Titan.
Das Kocmo GRVL Beast ist bereits seit knapp zwei Jahren bekannt, bleibt aber nach wie vor ein Prototyp und ist weiterhin nicht für den Verkauf bestimmt. Die Entwicklung ist laut Kocmo extrem aufwändig und frisst viel Zeit. Das Konzept-Bike kombiniert Titan und Carbon in einem Gravel-Rahmen. Die beiden Materialien werden gezielt eingesetzt, um ihre jeweiligen Eigenschaften zu nutzen: Titan zeichnet sich durch seine Robustheit und gute Vibrationsdämpfung aus, während Carbon eine hohe Steifigkeit bei geringem Gewicht ermöglicht. Verbunden werden die Einzelteile über Klebestellen. Wie sich die Kombination im Fahrbetrieb auswirkt, hängt unter anderem von der konkreten Rahmenkonstruktion und dem Einsatzbereich ab. Neben der technischen Umsetzung beschert der Materialmix dem Rahmen eine eigenständige Optik. Am GRVL Beast Prototypen präsentiert Kocmo einen neuen Titan-Vorbau aus dem 3D-Drucker. Dieser soll Ende 2026 käuflich zu erwerben sein. Genau steht der Preis zwar noch nicht fest, man erwartet aber einen Wert zwischen 500 und 600 Euro.
Wie seht ihr das: Welche Attribute sollte euer Traumbike aus Titan besitzen und sollte es 32 Zoll Laufräder haben? Schreibt es uns in die Kommentare!

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