Cube Nuroad One 2027Gravelbike für 799 Euro bekommt Edel-Rahmen

Florentin Vesenbeckh

 · 15.08.2026

Das Cube Nuroad One wurde für 2027 neu aufgelegt.
Foto: Lars Scharl

In diesem Artikel verwenden wir sogenannte Affiliate Links. Bei jedem Einkauf über diese Links erhalten wir eine Provision vom Händler. Alle vermittlungsrelevanten Links sind mit gekennzeichnet. Mehr erfahren.

Ein Gravelbike für 799 Euro - kann das etwas taugen? Mit dem deutschen Hersteller Cube macht sich eine marke an dieses Projekt, die für Preis-Leistung steht, wie keine andere. Der neue Rahmen des 2027er-Modells erhält einige Details, die man in dieser Preisklasse nicht erwartet. Wir haben den Neuling gecheckt.

Themen in diesem Artikel

Fazit der Redaktion

Für Gravel-Einsteiger mit schmalem Budget liefert das Cube Nuroad One viel Bike zum fairen Kurs. Der neue Rahmen macht optisch einiges her und bietet Features, die man in dieser Preisklasse kaum kennt. Ambitioniertere Sportler sollten für ein geringeres Gewicht allerdings etwas mehr Geld in die Hand nehmen. Besonders interessantist das günstige Nuroad One auch in der vollausgestatteten FE Version für den Pendeleinsatz.


Cube stellt seine Gravelbike-Familie für das Modelljahr 2027 neu auf. Besonders interessant ist das Einstiegsmodell Nuroad One: Es kostet schlanke 799 Euro, soll künftig aber von einem hochwertigeren Aluminium-Rahmen profitieren. Damit könnte Cube den Abstand zwischen günstigen Einsteiger-Gravelbikes und teureren Modellen deutlich verkleinern.

Die 2027er Nuroad-Serie deckt weiterhin ein breites Einsatzgebiet ab, von Alltag und Pendeln bis zu langen Touren und sportlichen Gravel-Rennen. Neben Aluminium-Rahmen bietet Cube auch Modelle mit dem hauseigenen C:62-Carbonrahmen an. Das Nuroad One bleibt dabei der preisgünstige Einstieg in die Baureihe.

Hochwertiger Alu-Rahmen für das Einstiegsmodell

Was bisher den hochwertigeren Modellen vorbehalten war, gibt’s jetzt schon in der absoluten Einstiegsklasse. Die Schweißnähte im Steuerrohrbereich und rund um die Sattelklemme sind verschliffen. Auch die integrierte Klemmung für die Sattelstütze erbt der Rahmen von den teureren Geschwistern. Diesen hochwertigen Look gab’s in der 2026er-Cube-Palette erst ab 1499 Euro. Neu sind auch diverse Anschraubpunkte für Zubehör, zum Beispiel einmal auf und einmal unter dem Oberrohr.

Meistgelesen

1

2

3

4

5

Allerdings ist es nicht der gleiche Rahmen, den die teureren Nuroad-Modelle (Pro und aufwärts) verwenden. Denn das Modell One setzt weiter auf Schnellspanner statt Steckachsen an den Laufrädern. Der Rahmen wurde also extra für das Einstiegsmodell entwickelt. Die Achsen sind auch einer der gewichtigsten Gründe, warum ambitionierte Sportler ein Update auf das Nuroad Pro für 1099 Euro in Betracht ziehen sollten, das mit Steckachsen ausgestattet ist.

2026 kostete da Nuroad One 899 Euro, 2027 sind es nur noch 799 Euro. Doch dafür gibt es auch ein Downgrade. Der teurere Vorgänger hatte bereits eine Carbongabel, im neuen Modell ist die Forke aus Aluminium. Auch die Alu-Gabel hat Aufnahmen für einen Lowrider-Gepäckträger, wodurch sich das Bike auch für längere Touren und Bikepacking-Ausflüge eignet.

Geometrie und Reifenfreiheit

Cube setzt beim Nuroad traditionell auf eine sportliche, aber nicht extrem aggressive Geometrie. Das soll eine angenehme Sitzposition mit sicherem Handling verbinden. Für ambitionierte Fahrer ist entscheidend, dass der Rahmen nicht nur auf kurze Ausfahrten ausgelegt ist, sondern auch Gepäck, Schutzbleche und breitere Reifen aufnehmen kann.

Cube nennt für die neue Version eine Reifenfreiheit von bis zu 50 Millimetern. Mit 45 Millimeter breiten Reifen, die auch ab Werk verbaut sind, sollen zusätzlich Schutzbleche montiert werden können. Diese Kombination macht das Nuroad One vielseitiger als viele klassische Rennräder und günstige Fitnessbikes. In Summe ist der Neuling aber schwerer geworden. 12,3 Kilo gibt Cube an, was für ernsthaften Sporteinsatz natürlich viel ist. Deutlich leichter wird es aber erst in ganz anderen Preisregionen.

Die Fakten zum Cube Nuroad One 2027

  • Alu-Rahmen mit verschliffenen Schweißnähten
  • Integrierte Sattelklemmung
  • Flat-Mount-Aufnahmen für Scheibenbremsen
  • Befestigungspunkte für Schutzbleche und Gepäckträger
  • Aufnahmen für einen Seitenständer
  • innen verlegte Züge und Leitungen
  • Platz für Reifen bis 50 Millimeter Breite
  • sechs Rahmengrößen von XXS bis XL
  • Max. Fahrergewicht: 100 kg

Die Ausstattung bleibt damit klar auf Vielseitigkeit ausgerichtet. Das Nuroad One soll nicht ausschließlich auf schnellen Schotterpassagen funktionieren, sondern ebenso im täglichen Einsatz, auf Radwegen und auf langen Touren. Passend dazu gibt es das Modell auch als Nuroad One FE mit Vollausstattung für 899 Euro.

Einfach-Schaltung und hydraulische Scheibenbremsen

Grundlage der Ausstattung ist Shimanos Cues-Gruppe. Der Antrieb liefert 1x9 Gänge. Die Bandbreite der 11-46er-Kassette geht voll in Ordnung, doch die Gangsprünge fallen sehr groß aus. Die hydraulischen Cues-Scheibenbremsen verzögern zuverlässig. Die Schwalbe G-One Comp-Reifen werden in 45er-Breite ausgeliefert.

​799 Euro bleiben der entscheidende Punkt

Der Preis dürfte neben dem modernen Look das größte Argument für das Nuroad One 2027 werden. Mit einer unverbindlichen Preisempfehlung von etwa 799 Euro würde Cube ein komplett ausgestattetes Gravelbike mit moderner Rahmenplattform in einer besonders umkämpften Preisklasse anbieten. Das Nuroad One 2027 ist z.B. hier schon erhältlich.

Artikel teilen:
Kommentare

Diskutieren Sie mit – fair, sachlich und respektvoll. Es gilt unsere Netiquette.

Florentin Vesenbeckh sitzt seit seinem zehnten Lebensjahr auf dem Mountainbike. Schon auf der allerersten Tour standen Singletrails im Fokus – und die gehören für ihn auch nach über 30 Jahren im MTB-Sattel zur Quintessenz des Bikens. Seine Jugend verbrachte er mit Wettkämpfen in verschiedenen Bike-Disziplinen und später prägten Jahre als Fahrtechnik-Coach seine radsportliche Vita. Beruflich stehen für den erfahrenen Testredakteur inzwischen E-Mountainbikes im Fokus. In den letzten Jahren testete der diplomierte Sportwissenschaftler und ausgebildete Journalist über 300 Bikes und mehr als 40 verschiedene Motorsysteme in Labor und Praxis.

Meistgelesen in der Rubrik Rennräder

Shorts