Florentin Vesenbeckh
· 12.08.2026
Schon dem baugleichen 25/26er-Modell des Cube Nuroad C:62 One attestierten wir im TOUR Test einen “konkurrenzlosen Preis”. Dass die Oberpfälzer dem Bike für 1999 Euro jetzt auch noch Carbon-Laufräder spendieren, setzt dem Ganzen die Krone auf. Die 1x12-Übersetzung mit kleinem 40er-Kettenblatt und MTB-Kassette liefert leichte Berggänge, kommt bei Highspeed aber früher an Grenzen und hat größere Gangsprünge. - Florentin Vesenbeckh, Testredakteur
Hochwertiger Carbonrahmen, gelungene Geometrie, starke Ausstattung: Mit diesen Attributen sicherte sich das Nuroad C:62 One 2025 den Testsieg im TOUR Test der Gravelbikes unter 2000 Euro. Der Rahmen des Carbon-Flitzers bleibt für 2027 unangetastet - und damit auch die guten Fahreigenschaften und das geringe Gewicht. Bei der Ausstattung legt Cube beim günstigsten Carbon-Modell aber nochmal eine Schippe drauf. Und zwar mit Carbon-Laufrädern. Die leichten Newmen Advanced C34 dürften das ohnehin spritzige Handling und den schnellen Antritt noch spürbar verbessern.
Der Rahmen besteht aus Cubes C:62-Carbon und ist für die Befestigung von festen Schutzblechen sowie Gepäckträger vorbereitet. Ungewöhnlich ist die Option auf einen Seitenständer. Das prädestiniert das Rad auch als schnelle und sportliche Lösung für den Pendel- und Alltagseinsatz. Die flexende Carbon-Sattelstütze von Newmen liefert dem Gravelbike einen hohen Fahrkomfort, auch das sagen die Labormessungen aus unserem TOUR Test. Die Züge verlaufen vollständig im Rahmen beziehungsweise durch den Steuersatz. Eine integrierte Sattelstützenklemme sorgt für eine aufgeräumte Optik, allerdings sind die Schrauben permanentem Dreckbeschuss ausgesetzt.
Die Carbongabel verfügt ebenfalls über Aufnahmen für Schutzbleche und einen Lowrider-Gepäckträger. Am Rahmen sind weitere Befestigungspunkte für zusätzliches zusätzliches Trink- oder Werkzeugvolumen vorgesehen.
Cube gibt eine maximale Reifenbreite von 50 Millimetern an. Mit montierten Schutzblechen sollen Reifen bis 45 Millimeter Breite möglich sein. Serienmäßig rollt das Nuroad C:62 One auf 45 Millimeter breiten Schwalbe G-One R Pro in der Tubeless-Ready-Ausführung.
| Cube Nuroad C:62 One 2027 | |
| Rahmen und Gabel | C:62-Carbon, Vollcarbon-Gabel |
| Größen | XS, S, M, L, XL |
| Schaltung | Shimano GRX, 1 x 12 |
| Kurbel | Shimano GRX FC-RX610, 40 Zähne |
| Kassette | Shimano Deore CS-M6100, 10 bis 51 Zähne |
| Bremsen | Shimano GRX, hydraulische Scheibenbremsen |
| Bremsscheiben | 160 Millimeter vorne und hinten |
| Laufräder | Newmen Advanced C34 Carbon |
| Reifen | Schwalbe G-One R Pro, 45-622, Tubeless Ready |
| Maximale Reifenbreite | 50 Millimeter, mit Schutzblechen 45 Millimeter |
| Sattelstütze | Newmen Advanced Carbon, 27,2 Millimeter |
| Gewicht | 9,2 Kilogramm |
Beim Antrieb setzt Cube auf eine 1-fach-Konfiguration. Die Shimano-GRX-Kurbel trägt ein Kettenblatt mit 40 Zähnen, hinten arbeitet ein 12-fach-Schaltwerk der Baureihe GRX RD-RX822-SGS. Die Kassette stammt aus Shimanos Deore-Serie, also vom Mountainbike, und bietet eine Spreizung von 10 bis 51 Zähnen.
Die Übersetzung reicht damit von einem schnellen Gang für asphaltierte Abschnitte bis zu einer sehr leichten Bergübersetzung. Im kleinsten Gang entspricht das Übersetzungsverhältnis rund 0,78. Das ist für steile Anstiege und lose Untergründe günstig. Gegenüber einer 2-fach-Schaltung entstehen allerdings größere Sprünge zwischen den einzelnen Gängen. Gerade auf flachen Straßen oder bei wechselndem Tempo kann das häufiger zu Kompromissen bei der Trittfrequenz führen. Für die ambitionierte Geschwindigkeitshatz kann der schwerste Gang zu dünn ausfallen.
Beim Cockpit kombiniert Cube den eigenen CIS-Vorbau mit einem Newmen Advanced Gravel Bar 318 aus Carbon. Der Lenker ist je nach Rahmengröße zwischen 400 und 440 Millimetern breit. Die Vorbaulängen reichen von 80 Millimetern in XS bis 110 Millimetern in XL.
Das Nuroad C:62 One ist kein minimalistisches Race-Gravel-Bike, sondern ein breit einsetzbarer Allrounder. Im Vergleich zu anderen Gravelrädern dieser Preisklasse fällt es aber durchaus sportlich aus. Gerade das geringe Gewicht und der gute Rahmen geben dem Bike einen schnellen Antritt und spritziges Fahrgefühl. An Komfort für lange Ausfahrten mangelt es trotzdem nicht. Und auch im alltag funktioniert das Bike dank Anschraubpunkten für Schutzbleche, Gepäckträger und sogar einen Seitenständer.

Redakteur CvD
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