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Das Cube Nuroad EX baut auf dem weiterentwickelten HPA-Rahmen (High Performance Aluminium) aus doppelt konifiziertem Aluminium auf. Optisch punktet der Rahmen durch aufwendiges „Smooth Welding“ – verschliffene Schweißnähte, die die Rohrübergänge fast wie aus einem Guss wirken lassen. Neben der aufgeräumten Ästhetik reduziert das Verfahren Belastungsspitzen an den Verbindungsstellen. Der Rahmen ist extrem vielseitig ausgelegt: Dank zahlreicher Montagepunkte lassen sich Gepäckträger, ACID-Schutzbleche, Lowrider an der Vollcarbongabel und Seitenständer problemlos nachrüsten. Die Züge verlaufen über das integrierte C.I.S.-Steuersatzsystem sauber im Rahmeninneren, und die Reifenfreiheit bietet Platz für bis zu 50 Millimeter breite Schlappen.
Das Cube Nuroad EX präsentiert sich als durchdachter Allrounder für Schotter-Einsteiger und Pragmatiker. Der saubere Alu-Rahmen samt Carbongabel, 1x12 GRX-Schaltung und kräftigen Scheibenbremsen bietet ein rundum gelungenes Gesamtpaket fürs Geld. Ein robustes, vielseitiges Gravelbike ohne Allüren – extrem fair kalkuliert und bereit für jedes Alltags- sowie Bikepacking-Abenteuer.
Cube vertraut auf seine erprobte Gravel Comfort Geometry. Die Sitzposition fällt erfahrungsgemäß moderat aus – eine ausgewogene Mischung aus sportlichem Vortrieb und komfortabler Langstreckentauglichkeit. Ein ausreichend langer Radstand und ein flacher Lenkwinkel sollten für Laufruhe auf losem Schotter und schnellen Abfahrten sorgen.
Die Ausstattung des EX-Modells zeigt Qualitäten für raues Terrain. Herzstück ist eine leichte Vollcarbongabel mit konischem Schaft, die feine Straßenvibrationen spürbar filtern und damit Ermüdungen in den Händen vorbeugen soll. Eine integrierte Sattelklemmung spart Gewicht und unterstreicht das moderne, cleane Design.
Antriebsseitig setzt Cube auf die gravel-spezifische Shimano GRX 1x12-Schaltung (RD-RX822-SGS Schaltwerk kombiniert mit ST-RX610 Hebeln). Der Verzicht auf einen Umwerfer macht die Gangwechsel simpel und intuitiv – gut für den Einsatz abseits befestigter Wege. Ein Kettenblatt mit 40 Zähnen vorn gepaart mit einer Deore-Kassette (10–51 Zähne) bietet eine große Bandbreite von 510 % – perfekt für steile Schotterrampen, wenngleich die Gangsprünge etwas größer ausfallen als bei Zweifach-Systemen.
Für verlässliche Verzögerung sorgen die hydraulischen Shimano GRX BR-RX410 Scheibenbremsen mit Flat-Mount-Aufnahme und 160-mm-Rotoren an Front und Heck. Dosierbarkeit und Bremsleistung sind bei geringen Handkräften gut, auch bei Nässe und Schlamm.
Auf den robusten Newmen Performance X.R.25 Tubeless-Ready-Alulaufrädern rollen 45 mm breite Schwalbe G-One R Performance Reifen. Maximal fassen Gabel und Hinterbau 50 mm breite Pneus. Die Schwalbe G-One R Performance bieten ordentlich Grip auf losem Untergrund, vor allem aber auch einen recht niedrigen Rollwiderstand auf Asphalt. Steckachsen (12x100 mm vorn, 12x142 mm hinten) verleihen dem Gesamtsystem hohe Steifigkeit und Lenkpräzision.
Der Schritt vom 1.299 Euro teuren Alu-Modell Nuroad EX zum günstigsten Carbon-Pendant Nuroad C:62 ONE (1.999 Euro) ist absolut gesehen überschaubar und könnte für den einen oder anderen Interessenten eine Überlegung wert sein. Wann also lohnt sich der Aufpreis von 700 Euro? Der C:62 Vollcarbon-Rahmen drückt das Gesamtgewicht spürbar – laut Hersteller von 10,5 auf 9,2 Kilo – und bietet mehr Vibrationseigendämpfung. Der Aufpreis lohnt sich vor allem für ambitionierte Sportler und Langstreckenfahrer, die maximale Effizienz und geringeres Gewicht suchen. Wer dagegen ein robustes Arbeitstier fürs Bikepacking, Pendeln oder raue Ganzjahreseinsätze sucht und aufs Gramm nicht schauen muss, fährt mit dem unempfindlicheren Alu-EX preislich und funktional sehr gut.

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