Cube Nuroad C:62 EX im TestLeichtgewicht mit Reserven

Dimitri Lehner

 · 27.09.2026

TOUR Testsieger
Beschleunigen bis es staubt: Mit dem leichten Nuroad fällt das spielend leicht.
Foto: Wolfgang Papp

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Leicht, üppig ausgestattet und geländetauglich: Das Cube Nuroad C:62 EX verbindet Carbonlaufräder, Di2 und breite 50-Millimeter-Reifen zum Preis von 2999 Euro.

Themen in diesem Artikel

Viel Ausstattung für 2999 Euro

Cube ist nicht umsonst eine der beliebtesten Fahrradmarken. Die Waldershofener kombinieren Versender-Preise mit dem guten Service des Fachhandels – Cube-Stores finden sich an allen Ecken und Enden der Republik. Kein Wunder also, dass der Graveller Nuroad, Baujahr 2026, ruckzuck ausverkauft war. Daher schiebt Cube jetzt schon das 2027er-Modell auf den Markt – und das bekamen wir als Testrad.

​Carbonlaufräder machen den Unterschied

Das Nuroad gibt es als Aluminium- und als Carbon-Variante, erkennbar am Kürzel C:62. Bereits das Einstiegsmodell C:62 One für 1999 Euro rollt auf Carbonlaufrädern. Die machen sich auch an unserem Testrad positiv bemerkbar und verleihen dem C:62 EX eine spritzige Beschleunigung. Übrigens: Das Cube ist das einzige Bike im Testfeld mit Carbonlaufrädern. Überhaupt fällt die Ausstattung gemessen am Preis erstaunlich üppig aus. Sie reicht von der elektronischen Di2-Schaltung bis hin zum 4iiii-Powermeter. Insgesamt bietet Cube sieben Varianten des C:62 an – vom erwähnten Einstiegsmodell bis zum leichten Race-Graveller SLT (7,8 kg) für 5999 Euro. Unser Testbike kommt serienmäßig mit einer Oberrohrtasche, lässt sich aber ebenso zum voll ausgestatteten Abenteurer aufrüsten: mit drei Flaschenhaltern, Gepäckträgern, Schutzblechen und vielem mehr.

​Rennrad-Tempo trifft Mountainbike-Übersetzung

Das Cube ist mit 8750 Gramm das Leichtgewicht im Testfeld. Es spart Gewicht dort, wo es am stärksten spürbar ist: an den Laufrädern. Hier zählt jedes Gramm doppelt. Die Folge: Gemeinsam mit dem Radon gehört das Cube zu den Sprintstars im Testfeld. Während man auf anderen Bikes relaxt durch die Landschaft cruist, gibt man dem Cube gern die Sporen und jagt die Steigung im Wiegetritt hinauf. Die „Mountainbike“-Kassette mit 10 bis 51 Zähnen hilft dabei, selbst steile Rampen zu meistern, ohne dass sich die Adern an den Schläfen wölben. „Rennrad mit Mountainbike-Skills“ nennt Cube sein C:62. Dieser Eindruck verstärkt sich beim 2027er-Modell noch einmal, denn hier sind Schwalbe G-One-Reifen in 50 Millimeter Brei- te montiert. Sie machen das Cube nicht nur besonders geländetauglich, sondern sorgen auch für ein ausgesprochen gutmütiges Handling. Wo man auf anderen Testbikes hochkonzentriert durch knifflige Kurven steuern muss, wirft man das Cube selbstbewusst in den Turn – easy! Im Gelände zählt das Cube gemeinsam mit dem Propain zu den Spitzenreitern. Detail-stark: eine Kettenführung zähmt den Antriebsstrang, wenn der Trail zu besonders harten Schlägen ausholt.

Testsieg – berechtigt?

Die Labor-Note spricht für sich: 1,9. Da hat Cube einiges richtig gemacht. Viel Carbon, E-Schaltung, eine ausgewogene Geometrie – da gibt’s wenig zu meckern. Uns sind lediglich der Lenker mit wenig Flare und der Sattel mit hochgezogenem Heck aufgefallen – dieser gefiel nicht allen Testern. Doch das ist letztlich Geschmackssache. Fakt bleibt: Wer rund 3000 Euro für ein Gravelbike ausgeben möchte, kommt am Cube Nuroad C:62 EX kaum vorbei.

Daten im Überblick

Modelljahr2027
Preis2999 Euro >> hier erhältlich
Gewicht8,8 kg, im Test: 8750 g
RahmenmaterialCarbon, C:62
LaufräderCarbonlaufräder
SchaltungElektronische Shimano Di2-Schaltung
Kassette10–51 Zähne
ReifenSchwalbe G-One, 50 mm Breite
Powermeter4iiii-Powermeter
SerienausstattungOberrohrtasche, Kettenführung
NachrüstoptionenDrei Flaschenhalter, Gepäckträger, Schutzbleche
Varianten der BaureiheSieben C:62-Modelle
Preisbereich der Baureihe1999 bis 5999 Euro

Fazit Madeleine Demel, BIKE-Testerin

Sehr schick! Der Rahmen, die Ausstattung, die Lackierung in „Surf ’n Blue“ – da hat Cube einiges richtig gemacht. Auf dem Bike mit seinen breiten Reifen fühlte ich mich sicher und war überrascht, wie leichtfüßig es beschleunigt.
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Dimitri Lehner ist diplomierter Sportwissenschaftler. Er studierte an der Deutschen Sporthochschule Köln. Ihn fasziniert fast jede Disziplin des Funsports – neben Biken ganz vorne: Windsurfen, Skifahren und Fallschirmspringen. Seine neueste Leidenschaft: das Gravelbike. Damit fuhr er kürzlich von München an die Ostsee – und fand es herrlich. Und anstrengend. Herrlich anstrengend!

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