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Das neue Kaius 01 nutzt aerodynamische Rohrformen, die von den Straßen-Rennrädern Teammachine SLR 01 und Teammachine R stammen. Der Schweizer Hersteller entwickelte die Aerodynamik des Rades für Durchschnittsgeschwindigkeiten von 35 km/h und darüber. Damit ist das Rad klar für den Einsatz in Profi-Gravelrennen ausgelegt. Das Frameset der zweiten Generation wiegt laut Hersteller 1.469 Gramm und ist damit 63 Gramm leichter als der Vorgänger, der auch im aktuellen Marktumfeld zu den leichtesten serienmäßigen Stollenreifen-Bikes gehört. Diese Werte gelten für Größe 54 im lackierten Zustand. Das neue Kaius 01 ONE soll mit zusätzlichen Einsparungen an den Komponenten nun ein Komplettgewicht von 7,1 kg ohne Pedale erreichen, das wäre ein halbes Kilogramm weniger als der Vorgänger.
BMC nennt seine Designphilosophie AeroSynthesis. Sie verbindet Aerodynamik mit Systemintegration durch CFD-Simulation, Windkanaltests und Fahrversuche. Das Frameset soll laut BMC 12 Prozent schneller sein als die erste Generation mit aktuellem Aero-Cockpit und 45 mm Reifen.
Auch ein integriertes Carbon-Cockpit gehört wieder zum Konzept, wie schon beim Vorgänger fällt es für eine aerodynamische Sitzhaltung an den Bremsgriffen auffallend schmal aus. Die breite Halo Gabel leitet den Luftstrom vom Laufrad und Reifen weg und schafft gleichzeitig Platz für breite Reifen. Dieses Konzept stammt vom Teammachine R und dem Timemachine Mpc.
Das neu gestaltete Unterrohr soll die aerodynamischen Effekte der Trinkflaschen einbeziehen. Das Rad soll laut Hersteller mit montierten Flaschen sogar schneller sein als ohne. Die Sattelstütze hat ebenfalls eine aerodynamische Form.
Das Kaius 01 nimmt Reifen bis 52 Millimeter Breite auf bei 6 Millimeter Reifenfreiheit nach ISO-Norm. Die Mindestbreite liegt bei 32 Millimeter, um ausreichend Pedalfreiheit in Kurven zu gewährleisten. Serienmäßig ausgestattet (und wohl am besten abgestimmt) ist das Bike mit 45-Millimeter-Reifen. Auf den ersten Bildern sind wenig profilierte und entsprechend schnelle Reifen von Continental montiert.
Die Aero-Sattelstütze, das Sitzrohr und die Sitzstreben sollen ebenfalls vertikal nachgeben, wenn der Untergrund Schläge verursacht. Mehrere Zentimeter vertikalen Flex sollen über das Rahmenset möglich sein.
Die Geometrie wurde geringfügig entschärft: Die mittlere Größe 54 erhält 5 mm kürzeren Reach der Stack wächst um 11 mm. Mit einem Stack-to-Reach-Wert von 1,45 (Größe 56) fällt das Kaius aber immer noch vergleichsweise sportlich aus. Der Nachlauf und der Radstand vergrößern sich etwas, wodurch das Rad etwas stabiler im Gelände laufen dürfte. Die Lenkgeometrie des Ur-Kaius orientierte sich noch am Straßen-Rennrad.
Das Kaius 01 ist ausschließlich für Antriebe mit einem Kettenblatt ausgelegt, Zweifach-Systeme sind nicht mehr kompatibel. Es können Kettenblätter bis 50 Zähne verbaut werden. Ebenso ist das Kaius nur noch mit kabellosen Schaltsystemen kompatibel: BMC liefert nur Systeme wie SRAM AXS oder die aktuelle Shimano Di2 1x12-Antriebe aus. Kabelgebundene 12-fach Di2 Systeme wie RX810, RX825 oder RX820 lässt der Rahmen nicht zu.
Für Zubehör bietet das Rad fünf Montagepunkte: zwei Flaschenhalter am Unterrohr und Sitzrohr, einen zusätzlichen Mount über dem Tretlager am Unterrohr, einen Top-Tube-Montagepunkt vorne und die neue BMC Cargo Plate unter dem Oberrohr. Der Top-Tube-Montagepunkt sitzt weiter vom Steuerrohr entfernt, damit größere Taschen montiert werden können.
Zum Marktstart stehen drei Ausstattungen zur Verfügung, alle sind mit AXS-Systemen von SRAM aufgebaut. Das Kaius 01 ONE als Top-Version kostet mit SRAM Red AXS 10.999 Euro und wiegt 7,1 kg in Größe 54 ohne Pedale. Das Kaius 01 TWO mit SRAM Force AXS kostet 7.999 Euro, das Kaius 01 THREE schaltet mit SRAM Rival AXS für 5.499 Euro. Gewichte wurden für die günstigeren Varianten nicht genannt, auch Ausstattungsdetails wie Laufräder sind noch unklar. Das Frameset ist für 4.499 Euro erhältlich. Die Komplettgewichte liegen je nach Modell zwischen 7,1 und 8,3 kg ohne Pedale.

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