Die Bergwertung, also die Wertung ums Gepunktete Trikot, wird nach Punkten entschieden, die es beim Überqueren kategorisierter Anstiege gibt. Je nach Schwierigkeitsgrad gibt es unterschiedlich viele Punkte gutgeschrieben: 20 Punkte für den Ersten auf einem Hors-Categorie-Anstieg, 10 für die 1. Kategorie, 5 für die 2., 2 für die 3. und nur 1 Punkt für die 4. Kategorie (jeweils gestaffelt für mehrere Fahrer). Am Ende führt, wer über alle Anstiege der Tour die meisten Punkte gesammelt hat.
Carapaz fährt das Cannondale SuperSix Evo, mit dem das Team eine Ein-Rad-Strategie verfolgt – sowohl auf Flachetappen als auch im Hochgebirge kommt derselbe Aero-Allrounder zum Einsatz, nur in Zeitfahren geht es auf das Time Trial-Rad SuperSlice. Ausgestattet ist das Teamrad SuperSix Evo mit SRAM Red AXS, Vittoria-Reifen und Vision-Metron-RS-Laufrädern. Im TOUR-Test erreichte die getestete Shimano-Version (LAB71, andere Laufradwahl) mit 205 Watt im Windkanal und 6,89 Kilo Gesamtgewicht die Bestnote 1,5 – auf Augenhöhe mit Specialized Tarmac, Canyon Aeroad und Scott Foil.
Pogačar ging bei der Tour de France 2026 mit zwei Colnago-Rädern an den Start: dem Aero-Renner Y1Rs für die Straßenetappen und dem neuen Zeitfahrrad TT2 – auch im Hochgebirge wechselte er zu keinem leichteren Modell. Sein Y1Rs (Größe 54, Shimano Dura-Ace Di2, 165-mm-Kurbeln, ENVE SES 4.5 Pro-Laufräder) wiegt laut Colnago 7,07 Kilo und ist damit nicht weit vom UCI-Mindestgewicht von 6,8 Kilo entfernt. Dazu muss man wissen, dass der Slowene sein Rad mit allerlei Tuning-Teilen abspeckt: Kettenblätter aus Carbon und Leichtbau-Kleinteile des Anbieters Carbon-Ti gibt’s am Serienrad normalerweise nicht. Im TOUR-Windkanaltest erreichte das Y1Rs mit 204 Watt sehr gute, aber keine Bestwerte in der Aerodynamik, dazu fiel es bei Steifigkeit und Komfort deutlich ab – macht in Summe TOUR-Note 2,1.
Paret-Peintre fährt praktisch dasselbe Rad wie Remco Evenepoel, Zweitplatzierter in der Gesamtwertung: das Specialized S-Works Tarmac SL9, die aerodynamisch verfeinerte Weiterentwicklung des SL8. Laut Specialized (und auch laut TOUR-Windkanalmessung) spart der Rahmen bei 45 km/h vier Watt gegenüber dem Vorgänger, bei einem Rahmengewicht von nur 687 Gramm; im TOUR-Test erzielte das SL9 mit 6,49 Kilo und 205 Watt im Windkanal die aktuelle Bestnote 1,4. Bei Soudal-QuickStep ist es aber mit Shimano Dura-Ace Di2 statt SRAM Red AXS geschaltet. Das Radgewicht wird fahrbereit das UCI-Mindestgewicht treffen; ohne Pedale und Flaschenhalter wog es in unserem Test nur 6,49 Kilogramm. Weitere Komponenten des Teams wie Reifen, Sattel, Cockpit und Laufräder (Roval) kommen ebenfalls aus dem Hause Specialized.

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