Tour de France 2026Die Räder der besten Sprinter

Sandra Schuberth

 · 29.07.2026

Mads Pedersen vom Team Lidl-Trek hat die Sprintwertung der Tour de France 2026 gewonnen. Mit ihm auf dem Podest: Jasper Philipsen und Biniam Girmay Hailu
Foto: Getty Images / Tim de Waele
​Die Räder der drei besten Sprinter der Tour de France 2026: Wir zeigen, auf welchen Maschinen Mads Pedersen, Jasper Philipsen und Biniam Girmay unterwegs waren.

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Die offizielle Bezeichnung dieser Wertung ist Punktewertung, im Sprachgebrauch ist aber oft von "Sprintwertung" die Rede – der führende Fahrer trägt das Grüne Trikot. Die Punkte dafür gibt es für Platzierungen auf jeder Etappe sowie bei Zwischensprints unterwegs, wobei Flachetappen mit Massensprint deutlich mehr Punkte bringen als Bergankünfte. Genau deshalb dominieren reine Sprinter diese Wertung, nicht Kletterer oder Gesamtklassement-Fahrer. Am Ende der Tour führt, wer über alle 21 Etappen die meisten Punkte gesammelt hat.

Die Wahl der Räder hängt vom Teamsponsor ab. Pedersen fährt für Lidl-Trek auf einem Trek, Philipsen für Alpecin-Premier Tech auf einem Canyon, Girmay für das NSN Cycling Team auf einem Scott – jeweils das aerodynamische Top-Modell der Marke.

Platz 1: Mads Pedersen (Lidl-Trek, 559 Punkte) – Trek Madone SLR

Pedersen setzt auf das Trek Madone SLR, seit der letzten Tour das Standardrad seines Teams – ausgenommen Zeitfahren. Auffällig ist die Öffnung im Sitzrohr, die Trek "Isoflow" nennt. Sie soll Komfort und Aerodynamik verbessern. Zum Tour-Start 2026 präsentierte Lidl-Trek die exklusive "The First 50 ICON"-Lackierung, mit der Trek sein 50-jähriges Bestehen feiert. Das Rad ist mit SRAM Red AXS (48/35 Zähne, 10-33-Kassette, Powermeter) und Bontrager Aeolus RSL 51-Laufrädern auf Pirelli-Reifen ausgestattet. Im TOUR-Test schnitt das Trek Madone SLR 9 AXS (7,1 Kilo, 13.999 Euro) mit 216 Watt im Windkanal schwach ab – letzter Platz im Testfeld –, überzeugte aber mit dem besten Heckkomfort aller getesteten Räder. Gesamtnote: 1,9.

Platz 2: Jasper Philipsen (Alpecin-Premier Tech, 475 Punkte) – Canyon Aeroad CFR

Philipsen fährt das Canyon Aeroad CFR, ausgestattet mit Shimano Dura-Ace Di2, Shimano-Laufrädern (C50/60) und Pirelli-Reifen. Das leichtere Ultimate bleibt beim Team ungenutzt. Beim Mannschaftszeitfahren in Barcelona saß er auf dem Canyon Speedmax CFR TT, ebenfalls mit Shimano Dura-Ace Di2. Im TOUR-Windkanaltest erreichte das Aeroad-Serienmodell 204 Watt, gleichauf mit Pogačars Colnago Y1Rs. Eine neue, limitierte LTD-Version mit Aero-Lenker, Einfach-Antrieb und Continental-Reifen unterbietet knapp die 200-Watt-Marke – setzt aber SRAM und Conti voraus und passt daher nicht zu Alpecins Shimano-Ausstattung.

Platz 3: Biniam Girmay (NSN Cycling Team, 367 Punkte) – Scott Foil RC

Girmay fährt das Scott Foil RC, das einzige Straßenrad seines Teams seit der Neuaufstellung als Nachfolger von Israel-Premier Tech. Ob er einen Rahmen in der teureren Ultimate- oder der günstigeren Pro-Version nutzt, bleibt unklar – beide Qualitäten kamen in der Vergangenheit bei der Tour de France zum Einsatz. Im TOUR-Test überzeugte das Top-Modell Foil RC Ultimate mit 203 Watt im Windkanal und 6,9 Kilo Gewicht als Testsieger (Note 1,5). Die Pro-Version mit einer anderen Carbonqualität wiegt etwas mehr, kostet aber deutlich weniger. Girmays Rad ist mit SRAM Red eTap AXS, Zipp 454 NSW-Laufrädern, Continental-Reifen sowie Cockpit und Sattelstütze von Syncros (Creston iC SL Aero bzw. Duncan SL Aero) ausgestattet. Für Zeitfahren nutzt das Team das Scott Plasma RC mit SRAM Red AXS (1x12), Continental GP5000 TT TR-Reifen und Zipp-Laufrädern (858 NSW vorne, Super-9 hinten). Das Zeitfahrrad bietet durch mehr Nachlauf und ein tieferes Tretlager zusätzliche Stabilität bei hohen Geschwindigkeiten.

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Sandra Schuberth

Sandra Schuberth

Redakteurin

Sandra Schuberth, mal Feierabendrunde, mal Trainingsride, mal unsupported Bikepacking-Challenge. Hauptsache sie und ihr Gravelbike – abseits vom Verkehr. Seven Serpents, Badlands oder Bright Midnight: Sie hat anspruchsvolle Bikepacking-Rennen gefinisht. Gravel und Bikepacking sind ihre Herzensthemen, ihr Anspruch an Equipment ist hoch. Was sie fährt, nutzt und empfiehlt, muss draußen bestehen: nicht im Marketing, sondern im echten Leben.

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