Sandra Schuberth
· 12.08.2026
Die erste Generation hatte Cube 2019 vorgestellt, mit ihr gewann Biniam Girmay 2024 das Grüne Trikot bei der Tour de France. Die Neuauflage richtet sich an Fahrer, die flach oder hügelig unterwegs sind und Wert auf Geschwindigkeit legen.
Bei der Entwicklung hat Cube das Hauptaugenmerk auf die Aerodynamik gelegt. Insbesondere Lenker, Steuerrohr und Gabel wurden dafür überarbeitet: Der Lenker ist komplett neu, Steuerrohr und Unterrohr bilden jetzt eine aerodynamische Einheit. Das Steuerrohr ist etwas länger geworden und die Sanduhrenform des Vorgängers ist Geschichte, die Sitzposition bleibt dabei unverändert.
Für die Aerodynamik entscheidend ist auch der Segeleffekt – der zusätzliche Vortrieb, den schräg einfallender Seitenwind erzeugen kann. Laut Cube ist der Winkelbereich, in dem dieser Effekt auftritt, gegenüber dem Vorgänger deutlich verbreitert worden: Er setzt jetzt früher ein und hört später auf.
In der Summe soll das neue Litening Aero dadurch 6,2 Watt schneller sein als sein Vorgänger; der lag im TOUR-Windkanaltest bei 208 Watt Luftwiderstand. Sollte sich Cubes Angabe im TOUR-Windkanaltest bestätigen, könnte das neue Litening Aero in das Ranking der schnellsten Rennräder der Welt einziehen, das aktuell zwölf Räder zwischen 195 und 204 Watt umfasst.
In den Rahmen passen jetzt Reifen bis 34 Millimeter Breite – beim Vorgänger war bei 28 mm Schluss. Ausgeliefert werden die Räder je nach Modell mit 28 oder 30 mm breiten Reifen von Continental, Schwalbe oder Pirelli.
Damit das aerodynamisch optimierte Rad nicht auf Kosten des Komforts geht, hat Cube auch am Komfort gefeilt. Die Sattelstützenklemme fällt direkt auf bzw. der Bereich, in dem die Stütze in das Sitzrohr eintaucht. Das obere Ende vom Sitzrohr verläuft jetzt schräg nach hinten unten, was der Sattelstütze zu mehr Flex verhelfen soll.
Auch die Kabelführung wurde verändert. Beim Vorgänger war die Integration über separate Eingänge hinter dem oberen Steuerlager gelöst. Die Züge konnten nicht richtig mitlenken und eine Anschlagbegrenzung war nötig. Jetzt laufen die Züge klassisch durch das obere 1,5-Zoll-Steuerrohrlager, einen Pin zur Anschlagbegrenzung wie beim Vorgänger gibt es nicht mehr. Das ist für gewöhnliche Fahrten weniger relevant aber für das Verpacken des Rades etwa fürs Fliegen, für sehr enge Kurven sowie im Falle eines Sturzes, wo der Pin ab und an das Zeitliche gesegnet hatte.
Die Geometrie bleibt gegenüber dem Vorgänger nahezu unverändert – sportliche Sitzposition und direktes Lenkverhalten sollen erhalten bleiben. Neu im Programm ist eine Rahmengröße 62, die je nach Anatomie für Fahrer um die 2 Meter Körpergröße passen soll. Die kleinste Größe 50 richtet sich an Fahrer ab etwa 1,60 Meter. Kurbellänge, Lenkerbreite und Vorbaulänge ist in verschiedenen Größen unterschiedlich.
| Rahmengröße | Lenkerbreite | Kurbellänge | Vorbaulänge |
| 50 | 380 mm | 165 mm | 90 mm |
| 52 | 380 mm | 165 mm | 90 mm |
| 54 | 380 mm | 165 mm | 100 mm |
| 56 | 400 mm | 170 mm | 100 mm |
| 58 | 400 mm | 170 mm | 100 mm |
| 60 | 420 mm | 172,5 mm | 120 mm |
| 62 | 420 mm | 172,5 mm | 120 mm |
Das Litening Aero ist in fünf Ausstattungsvarianten erhältlich, alle in Rahmengrößen von 50 bis 62. Im Vergleich zum Vorgänger kommt jetzt das Pro hinzu und das Orbit, das voll auf Aerodynamik optimiert wurde unter anderem durch eine Einfach-Schaltung. Je nach Modell kommt SRAM- oder Shimano-Schaltung zum Einsatz, das Gewicht reicht von 6,9 Kilogramm beim konsequent auf Minimalgewicht getrimmten Orbit bis 7,6 Kilogramm beim Pro. Der Vorgänger lag in der Topausstattung bei 7,3 Kilogramm. Verbaut werden Newmen-Streem-Laufräder mit 49/54 oder 60/66 Millimeter Felgenhöhe sowie eine Lenker-Vorbau-Einheit, wahlweise als IC Aero Cockpit oder als breiteres, nochmals aerodynamischeres IC Aero Max Cockpit.
Damit positioniert sich Cube – wie schon beim Vorgänger – preislich unterhalb vieler Wettbewerber im Aero-Segment.

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