Women's Cycling Grand Prix 2026Włodarczyk beendet italienische Dominanz

Sebastian Lindner

 · 13.09.2026

Women's Cycling Grand Prix 2026: Włodarczyk beendet italienische DominanzFoto: Getty Images / Alex Broadway
Dominika Włodarczyk gewinnt den Women’s Cycling Grand Prix.
Dominika Włodarczyk (UAE Team L'IMAD) hat den Women’s Cycling Grad Prix 2026 gewonnen. Die Polin siegte als Solistin bei wichtigsten deutschen Frauenrennen im UCI-Kalender vor Elisa Balsamo (Lidl - Trek), die den Sprint einer Verfolgergruppe für sich entschied.

Das Eintagesrennen, das bei den ersten drei Ausgaben noch in Stuttgart endete, wurde in diesem Jahr in den Norden der schwäbischen Metropole verlegt und rund um Tasch im Kreis Ludwigsburg ausgetragen. 135 Kilometer auf stets welligem Terrain waren zu fahren, die letzten davon auf drei knapp zwölf Kilometer langen Runden.

Als das Feld gerade den Rundkurs erreichte hatte, löste sich Włodarczyk 31 Kilometer vor dem Ziel mit einer Attacke, die ihr relativ schnell eine Minute Vorsprung bescherte. Von dem konnte sie bis zum Zielstrich zehren. Für die 25-Jährige war es der fünfte Sieg der Saison und der 16. ihrer Karriere. Dass die Polnische Meisterin diesen letztlich relativ ungefährdet einfahren konnte, lag auch an der Konkurrenz, denn die Verfolgerinnen konnten sich nie auf eine gemeinsame Nachführarbeit verständigen.

So reichte es für die als Favoritin ins Rennen gegangene Ex-Weltmeisterin Balsamo letztlich nur zu Rang zwei, 46 Sekunden hinter der Siegerin sprintete sie vor der früheren Eisschnellläuferin Sandrine Tas (Lotto Intermache Ladies) aus Belgien und Franziska Koch (FDJ United - SUEZ) auf Rang zwei. Die Deutsche Meisterin, aber auch Liane Lippert (Movistar Team), hatte auf dem Rundkurs immer wieder versucht, mit Attacken das Tempo in der Gruppe zu verschärfen. Letztlich blieb alles Stückwerk, womit Włodarczyk aber nicht beizukommen war.

Die machte sich damit zur ersten Siegerin des Rennens, die nicht aus Italien stammt. Ging die Premiere noch an Elena Pirrone, siegte in den vergangenen beiden Jahren Eleonora Gasparrini. Die Teamkollegin Włodarczyks wurde dieses Mal Fünfte.

Women's Cycling Grand Prix - Ergebnisse 2026


2026:

Women’s Cycling Grand Prix Region Stuttgart: Tamm - Tamm

13.09.2026 | 134.7 km
In Kooperation mit

So lief der Women's Cycling Grand Prix 2026

Das Profil des finalen Rundkurses des  Women’s Cycling Grand Prix 2026Foto: VeranstalterDas Profil des finalen Rundkurses des Women’s Cycling Grand Prix 2026

Unmittelbar nach dem Start begannen die Attacken und ein Duo fand sich, das gemeinsam die ersten Kilometer des Tages bestritt. Eliška Kvasničková (VIF Cycling Team) und die Britin Katie Scott (DAS - Hutchinson) holten sich gemeinsam schnell zwei Minuten Vorsprung heraus.

Auf dem Weg zur ersten Bergwertung musste die Tschechin allerdings reißen lassen, doch das Feld war bereits bedrohlich nahe gekommen und auch Scott war kurz darauf gestellt. Nach etwa 20 Kilometern in geschlossener Gruppe war es dann Morven Yeoman (DAS - Hutchinson), die als Solistin bis zu einer Minute wegkam. Allerdings war auch das insgesamt nur von kurzer Dauer.

Auf die letzten 50 Kilometer ging das Feld dann geschlossen. Doch das änderte sich kurz darauf an der dritten Bergwertung. Angeführt von Lippert und Koch wurde ein ums andere Mal attackiert. Entscheidend absetzen konnte sich in dieser Rennphase aber noch niemand. Bis zur ersten Zieldurchfahrt - und damit vor den drei knapp zwölf Kilometer langen Schlussrunden - hatte sich dann aber doch eine neunköpfige Gruppe gelöst. Mit dabei aus deutscher Sicht Justyna Czapla (CANYON//SRAM) und Linda Riedmann (Lotto Intermarche Women). Im Laufe der ersten Runde schlossen aber von hinten wieder weitere Frauen auf - auch Koch und Lippert.

Keiner reagiert bei Włodarczyk-Attacke

31 Kilometer vor dem Ziel ging dann Włodarczyk auf Solofahrt. Die Polin holte sich innerhalb von vier Kilometern fast eine Minute Vorsprung heraus. Bei der nächsten Zieldurchfahrt waren es schon 1:20 Minuten.

20 Kilometer vor dem Ziel verkleinerte sich auf Initiative von Koch die Verfolgergruppe an einer Welle. Allerdings sorgte auch das zunächst nicht für Einigkeit unter den Dabeigebliebenen. Doch auch eingangs der letzten Runde hatte Włodarczyk noch mehr als eine Minute Vorsprung. Und die sollte auch reichen. Lippert versuchte es zwar noch an jeder ausstehenden Welle mit einer Attacke, doch lösen konnte sie sich nicht mehr aus der Gruppe. Deshalb wurde um Rang zwei gesprintet - Balsamo vor Tas und Koch, so das Resultat.

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