Vuelta Femenina - 4. EtappeKopecky gewinnt und luchst Koch die Gesamtführung ab

Sebastian Lindner

 · 06.05.2026

Vuelta Femenina - 4. Etappe: Kopecky gewinnt und luchst Koch die Gesamtführung abFoto: Getty Images / Szymon Gruchalski
Lotte Kopecky gewinnt die 4. Etappe der Vuelta Femenina
Lotte Kopecky (SD Worx - Protime) hat mit einem Sieg auf der 4. Etappe der Vuelta Femenina auch die Gesamtführung der Rundfahrt übernommen und damit Franziska Koch (FDJ United - Suez) aus dem Trikot gefahren. Die Ex-Weltmeisterin führt nun mit sechs Sekunden Vorsprung

Hinter Kopecky wurde eine andere Ex-Weltmeisterin, ihre Teamkolleging Anna van der Breggen, Zweite und sammelte damit im Kampf um den Vuelta-Sieg ein paar wichtige Bonifikationen. Tagesdritte wurde Letizia Paternoster (Liv AlUla Jayco). Koch landete auf Rang fünf. Liane Lippert (Movistar), die bereits zwei Kurven vor der Ziellinie an erster Stelle war und somit lange im Wind unterwegs war, landete am Ende auf Rang sieben.

Lange sah es so aus, als könnte der Tagessieg an zwei Ausreißerinnen gehen, die sechs Kilometer vor dem Ziel noch eine Minute Vorsprung hatten, dann aber plötzlich drei Kilometer später gestellt waren. “Einen Moment lang hatte ich gedacht, dass wir die Spitze nicht mehr einholen können”, sagte auch Kopecky. “Aber dann war das Tempo im Feld einfach unglaublich hoch.” Für die 30-Jährige, die im Laufe der Rundfahrt bereits zwei Mal auf Rang zwei fuhr, war es der dritte Saisonsieg.

“Es war wichtig, dass wir geduldig geblieben sind. Wir haben immer daran geglaubt, dass wir gewinnen können, mussten aber ein bisschen warten. Eigentlich war das heute die leichteste Etappe”, sagte sie, schien sich damit selber etwas zu wundern, dass sie im Sprint nahezu konkurrenzlos war. Doch klassische Sprinterrinnen sind bei der Spanienrundfahrt überhaupt nicht im Peloton.

Von Monforte de Lemos nach Antas de Ulla standen 116 Kilometer auf dem Plan, zwei Bergwertungen mussten dabei überquert werden. Das Profil des Finals war hingegen etwas leichter als an den Vortagen, machte aber dennoch einige Frauen Probleme. Und so war es Kopecky, die den Sieg einstrich und sich damit auch an die Spitze der Gesamtwertung setzte, was für sie aber nur ein netter Nebeneffekt war: “Ein Trikot zu tragen ist immer schön. Aber wir jagen in erster Linie Tagessiege.”

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2026:

Etappe 4: Monforte de Lemos - Antas de Ulla

06.05.2026 | 115.645 km
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So lief die 4. Etappe der Vuelta Femenina 2026

Das Profil der 4. Etappe der Vuelta FemeninaFoto: UnipublicDas Profil der 4. Etappe der Vuelta Femenina

Gut zehn Kilometer mussten gefahren werden, bis die ersten Attacken gestartet wurden. Wurden die ersten Frauen noch schnell wieder zurückgeholt, konnten sich danach im Anstieg zum Alto de Oural (3. Kategorie) Annelies Nijssen (Lotto Intermarché Ladies) und Marine Allione (Mayenne Monbana My Pie) absetzen. Die beiden Frauen schafften es als erstes über die Bergwertung, dahinter sicherte sich Maeva Squiban (UAE Team ADQ) vor Asleigh Moolman-Pasio (AG Insurance - Soudal Team) - das Duo hatte bislang den Kampf um das Bergtrikot angeführt - zwei Punkte aus dem Feld.

Weil der Abstand weiterhin gering blieb, schafften zunächst Lauretta Hanson (Lidl - Trek) und später auch Marta Jaskulska (Human Powered Health) noch den Sprung nach vorne. Als Quartett baute die Spitze ihren Vorsprung bis auf über drei Minuten aus. Als es nach 80 Kilometern in den zweiten kategorisierten Anstieg des Tages ging, den Alto de A Vacariza (3. Kategorie), schrumpfte der Abstand auf zweieinhalb Minuten. Allionne sicherte nach der ersten auch diese Bergwertung und übernahm damit das Trikot von Moolman-Pasio.

​Abstand der Ausreißer bricht komplett ein

Oben angekommen waren aber immer noch knapp zwei Minuten übrig - bei noch 25 ausstehenden Kilometern und ohne noch allzu große ausstehende Hürden musste sich die Gruppe Gedanken über einen möglichen Tagessieg machen. Im Feld übernahm dann SD Worx - Protime die Nachführarbeit. 14 Kilometer vor dem Ziel tendierte der Vorsprung dann gegen eine Minute. Jaskulska verschärfte das Tempo, nur Hanson blieb dran.

Sechs Kilometer vor dem Ziel hatten die beiden Frauen an der Spitze immer noch eine Minute Vorsprung, doch dann wurde hinten richtig Fahrt aufgenommen. Einen Kilometer später wurde der Zwischensprint abgenommen. Koch sicherte sich dort die übrigen zwei Sekunden. Und plötzlich waren es nur noch 35 Sekunden Vorsprung.

Ausdem Feld wurde attackiert. Zwar konnte sich keine absetzen, doch 2,5 Kilometer vor dem Ziel waren die Ausreißerinnen plötzlich gestellt. Und so ging es in den Massensprint. Lippert setzte schon zwei Kurven vor dem Ende zum übertrieben langen 500-Meter-Sprint an, hatte aber nicht die Beine, um bis zur Ziellinie zu kommen, zumal sie die ganze Zeit im Wind stand. Kopecky hingegen machte es cleverer, holte den Etappensieg und damit auch Rot, denn Koch schaffte es nicht in die Bonifikationen.

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